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Ein Gedicht über § 129a

24. Dezember 2007 , Geschrieben von Slov Veröffentlicht in #Freiheitsrechte

alles 129 a

 

Ich geh ganz neu in diese Welt,

denk nicht an Gut und nicht ans Geld.

Ich sage kaum noch guten Tag,

weil das wer observieren mag.

 

Hab ich mit einem Fall Kontakt,

werd ich der Akte zugepackt,

werde verwanzt, gefilmt (versteckt),

vom BKA im Schlaf geweckt.

 

Ein erstes Tatverdachtsmoment:

Kein GPS mich peilend kennt.

Ich treib die Kunst der Wandelworte -

Das bringt mich in verschlossne Orte.

 

Wenn ich ein Schnüffelwort verwende,

ist klar, dass ich in U-Haft ende,

ist aber kein solch Wort dabei,

konspirativ … ein faules Ei!

 

Laut hab ich lauschend aufgelacht,

war sehr erregt und aufgebracht.

Zum Schluss ist mein Ticket abhanden gekommen,

ich fürchte, vom Schweiß werden Proben genommen.

 

Oh, glaubte ich wirklich, das wäre vorbei?

Hier schützt vor dem Recht die Polizei.

Hier fürchtet schon mancher, ehrlich befragt,

dass er seine Meinung öffentlich sagt.

 

Bisher ist, wer zu Schnüffeln je angefangen,

deswegen und trotzdem untergegangen.

Das hat mir in weihnachtlicher Nacht

am Ende ein wenig Hoffnung gemacht. 


von Slov

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antifa.sozialbetrug 05/29/2008 17:26

Bundesweiter Tag ohne Abschiebungen am 30.08.08KEIN MENSCH IST ILLEGAL Kämpfe um Bleiberecht, gegen rassistische Sondergesetze, gegen Abschiebehaft und Lager, für Legalisierung und soziale Rechte: die antirassistische Bewegung ist vielfältig und aktiv. Und doch sind wir zu oft in Abwehrkämpfen gefangen oder versteifen uns auf Einzelfälle, die die Unmenschlichkeit der Abschiebemaschine besonders drastisch machen Warum der 30. August? Der 30. August war schon wiederholt Anlass für bundesweite Proteste (in Deutschland) gegen Abschiebehaft und die tödliche Migrationspolitik. Er steht symbolisch für alle Opfer von Abschiebehaft und Abschiebungen. 1999 starb der Abschiebehäftling Rachid Sbaai in einer Arrestzelle der JVA Büren an einer Rauchvergiftung. Im Jahr 2000 stürzte sich der 28-jährige Altankhou Dagwasoundel beim Versuch, der Abschiebungshaft zu entfliehen, in den Tod. Schon 1983 hatte sich der Asylbewerber Kemal Altun aus Angst vor der Abschiebung aus dem Fenster des Verwaltungsgerichts Berlin zu Tode gestürzt, 1994 starb Kola Bankole nach Gewalteinwirkung durch BGS-Beamte in der Lufthansa-Maschine, mit der er abgeschoben werden sollte. Aus diesem Grund wurde im Rahmen der Kampagne gegen Abschiebungen, Knäste und Lager der 30. August 2003 zum Aktionstag erklärt. Darüber hinaus finden seit dem Tod von Rachid Sbaai rund um den 30. August Proteste beim Abschiebegefängnis in Büren statt. Als sich am 02. Sep 2007 mehr als 350 AktivistInnen vor der Haftanstalt in Büren versammelten, probten die Gefangenen drinnen den Aufstand: 60 Häftlinge verweigerten als Akt zivilen Ungehorsams das Essen. In der Folge dieses Hungerstreikes entstand die Idee zu einen "Tag ohne Abschiebungen" am 30. August 2008.http://antifasozialbetrug.siteboard.de/antifasozialbetrug-about223.htmlwww.aha-bueren.de info@aha-bueren.de

Parents 05/30/2008 06:00


Der Kommentar passt ja nicht so ganz zu dem Artikel - den passenden Artikel gibt es unter der Rubrik "Veranstaltungen".