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"Hitlergruß" gezeigt: drei Monate Gefängnis / 29-jähriger Eystruper wieder vor Gericht / Sinti beschimpft

18. Dezember 2007 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - Norddeutschland

Die Harke , 18.12.2007:
"Hitlergruß" gezeigt: drei Monate Gefängnis / 29-jähriger Eystruper wieder vor Gericht / Sinti beschimpft


Nienburg (ann). Der 29-jährige Eystruper ist einschlägig vorbestraft und der Polizei als gewaltbereites Mitglied der rechtsradikalen Szene bekannt. Nun stand er wieder vor dem Nienburger Amtsgericht: Auf dem Altstadtfest in Nienburg soll er nach einer Rangelei stramm gestanden und den rechten Arm gehoben haben.

Amtsrichterin Melanie Lange sah das als erwiesen an und verurteilte ihn wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen zu drei Monaten Haft ohne Bewährung - ein Monat mehr als die Staatsanwältin gefordert hatte.

Richterin Lange bezeichnete den Eystruper als mehrfachen Bewährungsversager: Erst einen Monat vor der Tat war er zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. "Sie lernen überhaupt nichts. Verurteilungen scheinen keinerlei Eindruck auf Sie zu machen", begründete Melanie Lange ihr Urteil. Sie könne ihm "absolut keine positive Sozialprognose" stellen. Zuvor hatten mehrere Zeugen übereinstimmend ausgesagt, die Geste eindeutig als rechtsradikal erkannt zu haben. "Ein Hitlergruß wie aus dem Lehrbuch", berichtete ein Polizeibeamter. Der Angeklagte gab an, lediglich auf jemanden gezeigt zu haben.

Davor sei er von einer Gruppe junger Männer zu Boden gerissen und geschlagen worden sein. Er habe sich verteidigt und anfangs ebenfalls geschlagen, dann wehrlos auf dem Boden gelegen. Das hatten Zeugen anders in Erinnerung. "Der hat wild um sich geschlagen und getreten", sagten sie aus. Ein Mann zog sich Verletzungen am Kopf und am Oberkörper zu. Warum es zu der Rangelei kam und wer wen verletzt hat, konnte nicht abschließend geklärt werden, da der Geschädigte nicht anwesend war. Zeugen berichteten, der Angeklagte habe die Gruppe, die der Volksgruppe der Sinti angehören, beschimpft.
Anmerkung: Artikel über Rene B.  (Eystrup).

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