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Hooligans, Nazis und Rassisten in Neumünster

5. Dezember 2007 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Nazis Munster - Hildesheim

Jassi 05.12.2007 
„Hoo-Na-Ra“, Hooligans, Nazis und Rassisten, könnte es am 8.Dezember auch durch die Stadthalle in Neumünster schallen. Mit diesem Schlachtruf hatte es der „Fightclub Chemnitz“ Ende 2004 zu trauriger Berühmtheit gebracht…
„Hoo-Na-Ra“, Hooligans, Nazis und Rassisten, könnte es am 8.Dezember auch durch die Stadthalle in Neumünster schallen. Mit diesem Schlachtruf hatte es der „Fightclub Chemnitz“ Ende 2004 zu trauriger Berühmtheit gebracht…

Plakat zu Nun soll unter dem Namen „Time to fight III“(TTF) auch im schleswig-holsteinischen Neumünster eine Kampfsport-Veranstaltung stattfinden, die AntifaschistInnen böses ahnen lässt und die sich Szenekennern als Schaulaufen norddeutscher Neonazi-Schläger darstellt. Einer der Organisatoren ist Klemens Otto, ehemaliger Anführer der Kameradschaft Pinneberg. Otto ist mehrfach wegen Gewaltdelikten gegen Migranten vorbestraft und wurde im März 2005 zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe auf Bewährung wegen der Bildung der kriminellen Vereinigung „Combat 18“ verurteilt.

Zwar tritt Otto seit dieser Verurteilung nicht mehr offen in der Neonazi-Szene auf, geschäftliche und persönliche Verbindungen bestehen anscheinend aber fort. So findet man die Flyer von Otto´s „Outlawstore“, übrigens Hauptsponsor von TTF, in diversen norddeutschen Geschäften bekannter Neonazis, so auch im Munsteraner Army-Shop „Dezentral“von Hannes Knoch. Otto und Knoch gehen politisch schon lange gemeinsame Wege, beide sind auf dem Video „Patriotic Ballads Vol.1“ der inzwischen verbotenen „Blood& Honour(B&H)-Sektion Nordmark“ von 1999 zu sehen.

Otto ist laut der Internetseite von TTF Ansprechpartner für “Kämpfer und Gyms”. “Ausrutscher” bei der Kämpferauswahl können also ausgeschlossen werden, da es sich hier um alte Bekannte Ottos handeln dürfte. Hier schließt sich dann auch der Kreis zwischen Otto als ehemaligem „Combat 18“-Kader und den Strukturen des verbotenen Neonazi-Musiknetzwerks B&H sowie dem Neumünsteraner „Club88“ („Club Heil Hitler“).

Der Thaiboxer Hannes Franke stand als Herausgeber des B&H-Fanzines „Axtschlag“ vor Gericht und war Mitglied der „Kameradschaft Hildesheim“. Er leitet das Tattoostudio „Bulletproof“ in Munster, welches sich - die Welt ist klein - die Räumlichkeiten mit Hannes Knoch´s Army-Shop “Dezentral” teilt.

Dass der Kämpfer Marcell „Celly“ Ulrich im “Bulletproof” als Piercer arbeitet dürfte ebenfalls kein Zufall sein. Denn auch Ulrich gehört laut AIB mit seinem Label „Fight Squad“ zum Firmengeflecht um die “ehemaligen” B&H-Nordmark-Aktivisten.

Als Haupt-Act ist auf dem Plakat zu TTF neben Marcell Ulrich auch Marco Müller abgebildet. Müller ist ein stadtbekanntes Mitglied der Neumünsteraner Neonazi-Szene. In einem Jahreskalender des “Club88” finden sich gleich mehrere Bilder von ihm. Auf dem Plakat zu TTF geschickt verdeckt, im “Club88”-Kalender aber deutlich zu erkennen, sind Müllers rechtsradikale Tätowierungen, z.B. ein Klansman des rassistischen “Ku-Klux-Klan” auf dem Bauch.

Dass es sich hier um eine harmlose Sportveranstaltung handeln soll ist mit diesen Akteuren wohl kaum ernsthaft anzunehmen. Vielmehr wird hier ein weiteres Mal der Versuch organisierter Neonazis, im Kampfsportmillieu Fuß zu fassen und neue Märkte zu erschließen, deutlich. Dass dies ausgerechnet und zum wiederholten Male in der Stadthalle Neumünsters geschehen soll ist der eigentlich Skandal. Der Name Klemens Otto ist kein unbekannter, und eine Stadt, die sich seit nunmehr 11 Jahren mit dem “Club88” konfrontiert sieht, sollte in Bezug auf Neonazis eigentlich sensibilisiert sein. Die Stadt Hannover sagte eine von Otto und André Nölke organisierte “Fight Night” im Februar 2006 ab, als AntifaschistInnen sie über den politischen Hintergrund der Veranstalter informierten. Bleibt zu hoffen, dass auch Neumünster rechtzeitig die Notbremse zieht…

Quelle:  http://www.antifainfo.de/cms/?p=34
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