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junge welt 30.1.13 -- belgische Stahlarbeiter handfest gegen Entlassungen

31. Januar 2013 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #soziale Gerechtigkeit - gewerkschaftliche Kämpfe

30.01.2013 / Ausland / Seite 6Inhalt

Proteste gegen ­Entlassungen

Brüssel. Bei gewaltsamen Protesten gegen Massenentlassungen in der belgischen Stahlindustrie sind am Dienstag mindestens sechs Polizisten verletzt worden, wie die Behörden mitteilten. Rund 2000 Stahlarbeiter versuchten, vor den Sitz der Regionalregierung in der südlichen Stadt Namur zu gelangen. Der Konzern ArcelorMittal hatte vergangene Woche die Streichung von 1300 Stellen an Standorten in Lüttich verkündet. (dapd/jW)

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junge welt 30.1.13 -- Kapital gegen Arbeit - Nervenkrieg bei Neupack

31. Januar 2013 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #soziale Gerechtigkeit - gewerkschaftliche Kämpfe

30.01.2013 / Inland / Seite 4Inhalt

Nervenkrieg bei Neupack

Fronten im Streik bei Verpackungshersteller verhärtet: Unternehmen verwehrt Gewerkschaftssekretär Zutritt zum Betrieb

Von Mirko Knoche, Hamburg

Zwischen Neupack und seinen Beschäftigten herrscht ein Nervenkrieg. Der Verpackungshersteller mit Standorten in Hamburg und im niedersächsischen Rotenburg hat dem Verhandlungsführer der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, Rajko Pientka, am Montag den Zutritt zum Hamburger Werk verwehrt. Sicherheitsleute hinderten ihn am Betreten des Geländes. Die IG BCE hält das Vorgehen der Geschäftsführung für rechtswidrig. Für Dienstag hatte auch der Betriebsrat in Rotenburg eine Versammlung einberufen. Das Arbeitsgericht Verden gab einem Antrag der Gewerkschaft statt, den Einlaß ihres Sekretärs Pientkas anzuordnen. Die Beschäftigtenorganisation berief sich auf das Betriebsverfassungsgesetz.

Die Arbeiter kämpfen für den erstmaligen Abschluß eines Tarifvertrags. Kurioserweise hatte der Werkleiter versucht, am selben Tag eine Belegschaftsversammlung aufzulösen. Um zu deeskalieren, verschob Betriebsratschef Murat Günes kurzerhand die von seinem Gremium angekündigte Konferenz. Der zwölfwöchige Ausstand – der längste in Hamburg seit den siebziger Jahren – war Mitte voriger Woche ausgesetzt worden. Die IG BCE hatte bereits zuvor angekündigt, eine neue Arbeitskampftaktik anzuwenden.

Um den Konflikt, wenn es sein muß, über Monate weiterführen zu können, soll nur noch an einzelnen Tagen die Arbeit niedergelegt werden. Die Gewerkschaft will die Blitzaktionen nicht ankündigen, um den ausufernden Streikbruch in den Griff zu bekommen. Ob das Unternehmen mit Aussperrungen antworten will, ist derzeit nicht bekannt. Mitte Januar war es vor einer Unterkunft der Streikbrecher für das Rotenburger Werk zu einer Schlägerei gekommen, einer der angeheuerten Polen erlitt dabei einen Schädelbruch. Die Gewerkschaft weist jede Verantwortung von sich: »Der Vorfall wird nun von der Staatsanwaltschaft aufgeklärt«, sagte IG-BCE-Sekretär Pientka.

Der Ausstand beschäftigt regelmäßig die Arbeitsgerichte. Die Auffassung des Unternehmens, ein gewerkschaftsfreier Betrieb zu sein, wird regelmäßig von den Richtern korrigiert. Die IG BCE beschuldigte die Geschäftsführung zudem, mehrere Handgreiflichkeiten frei erfunden zu haben. Die Hartnäckigkeit von Neupack hatte sich schon vor dem Ausstand gezeigt. Die Gewerkschaft hatte monatelang versucht, auf dem Verhandlungsweg einen Tarifvertrag abzuschließen. Mehrere Politiker und Künstler hatten die Eigentümerfamilie Krüger zwischenzeitlich aufgefordert, sich mit der IG BCE an einen Tisch zu setzen. Dem Vernehmen nach ist im Hintergrund eine Hamburger Persönlichkeit aktiv, um zwischen den Parteien zu vermitteln – bislang noch ohne Erfolg. Auch ein Gesprächsangebot von Gewerkschaftschef Michael Vassiliadis blieb unbeantwortet.

Die Beschäftigten verlangen höhere Löhne und eine Gleichbehandlung. Weil es im Unternehmen nur individuelle Arbeitsverträge gibt, wollen sie ihre Ziele mit einem kollektiven Tarifvertrag erreichen. An den Arbeitsniederlegungen hatten sich in Hamburg-Stellungen rund 100 Beschäftigte beteiligt. Angestellte werden nach Angaben der IG BCE pfleglicher behandelt und haben sich auf die Unternehmerseite geschlagen. Zusätzlich begehen rund 30 festangestellte Produktionsarbeiter und etwa 30 befristet eingestellte Polen Streikbruch.

Neupack erklärte gestern auf jW-Anfrage, die Forderungen, die die IG BCE »in Verbindung und auf Basis des Tarifvertrages« stelle, seien »durch das Unternehmen wirtschaftlich nicht einzulösen«.

 

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Hannoversche Allgemeine 30.1.13 -- Widerstand gegen Pastor-Rauswurf

31. Januar 2013 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kirche

Titel der Printausgabe HAZ 30.1.13:
     Himmel hilf - die "Internationale"!
   Unkonventionellem Pastor droht Rauswurf
___________________________________________________________________________________________________
HAZ.de   30.01.2013
Landeskirche vermittelt
Pastor droht der Rauswurf
Von Gabriele Schulte
30.01.2013 08:13 Uhr

Er ist unkonventionell und lässt im Gottesdienst schon mal einen Gewerkschaftsschor auftreten. Ein junger Pastor aus Bad Fallingbostel, der mit seinen Aktionen viele Menschen in die Kirche lockte, die mit Religion sonst nicht so viel zu tun haben, verliert möglicherweise seinen Job.
In der Gemeinde brodelt es: Die St.-Dionysius-Kirche in Bad Fallingbostel.
In der Gemeinde brodelt es: Die St.-Dionysius-Kirche in Bad Fallingbostel.
© adi
Bad Fallingbostel. Ein vom Rauswurf bedrohter Pastor, ein im Zorn zurückgetretener Vorsitzender des Kirchenvorstands - in der großen evangelischen Gemeinde St. Dionysius in Bad Fallingbostel hängt der Haussegen schief. Die Situation scheint so verfahren, dass die Landeskirche erstmals in ihrer Geschichte zwei Mitarbeiter zu einer „außerordentlichen Visitation“ zu Hilfe schicken will. „Das ist eine Instanz, die beide Seiten wahrnimmt“, sagt ein Sprecher der Landeskirche. „Die können sich ausreichend Zeit nehmen.“
Ein wenig dürfte es wohl dauern, den seit etlichen Monaten schwelenden Konflikt um die angeblich mangelnde Teamfähigkeit des jungen Pastors auszuräumen. Vor eineinhalb Jahren hat Florian Schwarz eine der beiden Pastorenstellen in der fast 5000 Mitglieder zählenden Gemeinde übernommen. „Es gab praktisch von Anfang an Probleme innerhalb des Teams der Hauptamtlichen“, sagt Klaus Hackbarth vom Kirchenvorstand. Nach monatelangen vergeblichen Klärungsversuchen habe der Kirchenvorstand dem Pastor schließlich nahegelegt, sich eine neue Stelle zu suchen. Schwarz sei zunächst einverstanden gewesen, habe seine Zustimmung dann aber zurückgezogen.
„Ich möchte gerne bleiben“, sagt er nun. 547 Unterstützer haben ihm auf Unterschriftenlisten öffentlich ihre Solidarität bekundet. Gemeindemitglied Harry Vogt und seine Frau Adelheid gehören dazu. „Er macht gute Arbeit, seine Predigten sind prägnant“, sagt der 76-jährige Bad Fallingbosteler. „Seine Kulturgottesdienste haben uns gefallen.“ Die besondere Gottesdienstform, die Schwarz zuvor schon in Cuxhaven erfolgreich anbot, lockt auch sonst kirchenferne Menschen mit ungewöhnlichen Angeboten: ein Stummfilm mit Orgelbegleitung, Puppentheater, Filmmusik zum Thema „Das Böse“. In Zwischentexten und Gebeten schafft der Pastor stets einen Bezug zu biblischen Botschaften. So auch beim Auftritt des DGB-Chores, der vorn am Altar sogleich die „Internationale“ anstimmte.
In den gut gefüllten Bankreihen saßen an jenem Sonnabend ungewöhnlich viele Gewerkschafter aus der Region, unter anderem Karl-Heinz Röder aus Schneverdingen. „Wir haben gleich gesagt, der Pastor wird da nicht sehr lange überleben“, erinnert er sich. Doch die Beteiligten in Bad Fallingbostel beteuern, dass der Streit keinen politischen Hintergrund habe. „An der Arbeit als solches habe ich nichts auszusetzen gehabt“, sagt der unlängst zurückgetretene Vorsitzende des Kirchenvorstands, Karl-Heinz Bargholz.
Der junge Geistliche selbst, Sohn eines engagierten und ebenfalls nicht konfliktscheuen früheren hannoverschen Pastors, will sich zur Debatte nicht äußern. Er hoffe jedoch, dass es nach dem Besuch aus dem Landeskirchenamt konstruktiv weitergeht. Am Dienstagabend saß der Kirchenvorstand in nicht öffentlicher Sitzung zusammen und beriet über die Zukunft.
 
 
Quelle: HAZ, 30.01.2013
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Erklärung der Fédération Internationale des Résistants (FIR) - Association Antifasciste zum 70. Jahrestages des Sieges von Stalingrad

30. Januar 2013 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Historisches

Erklärung der FIR zum 70. Jahrestag des Sieges von Stalingrad

 

Vergesst niemals die Leistung der Roten Armee und der sowjetischen Menschen bei der Zerschlagung der faschistischen Gefahr

 

Am 27. Januar wird weltweit der Befreiung des faschistischen Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee 1945 gedacht. In diesem Jahr erinnert die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) – Bund der Antifaschisten an ein weiteres Datum: Am 2. Februar 2013 jährt sich zum 70. Mal der welthistorische Sieg der Roten Armee bei Stalingrad. An diesem Tag kapitulierten die deutsche 6. Armee unter Generalfeldmarschall Paulus und ihre Verbündeten vor den Verbänden der 62. und 64. Roten Armee unter General Schukow. Dieser Sieg war ohne Zweifel die militärische Wende im Zweiten Weltkrieg.

 

Der vom deutschen Faschismus angezettelte imperialistische Krieg zielte von Anfang an auf Mord, Totschlag, Ausbeutung, Unterdrückung und Vernichtung. Coventry, Rotterdam, Warschau und Belgrad sind die Symbole des Luftterrors, den die Wehrmacht über die Städte Europas trugen. Auschwitz, Buchenwald, Majdanek, Sobibor haben sich in die Erinnerung der Menschheit eingegraben als Orte, an denen die Vernichtungspolitik des deutschen Faschismus stattfand. Babi Jar, Oradour, Lidice sind Stätten des faschistischen Mordens, die keiner Erklärung bedürfen.

 

Die Schlacht von Stalingrad stellte hingegen den historischen Wendepunkt im Kampf der Anti-Hitler-Koalition mit dem expansionistischen Anspruch des deutschen Faschismus dar. Militärisch wurde hier zum ersten Mal der faschistische Vormarsch gestoppt und der „unbesiegbaren“ Wehrmacht eine vernichtende Niederlage beigebracht.

Für die Widerstandsbewegung in allen okkupierten Ländern und in Deutschland symbolisierte die Schlacht von Stalingrad die kommende Niederlage des Faschismus. Die Frauen und Männer im Widerstand zogen daraus Kraft, Motivation und Optimismus für die Fortführung ihres antifaschistischen Kampfes.

 

Die Schlacht von Stalingrad wurde dank der Standhaftigkeit und des Heldenmuts der sowjetischen Truppen und der Bevölkerung gewonnen. Wir erinnern der Toten und gedenken all derjenigen, die sich mit ihrem Leben und ihrer Gesundheit für die Befreiung ihres Landes von der faschistischen Okkupation und die Zerschlagung der faschistischen Bestie eingesetzt haben. In der Stadt Wolgograd erinnern heute mehr als 200 Orte an diese Geschichte. Die FIR grüßt die Einwohner der Stadt und dankt ihnen für die Bewahrung des Andenkens.

 

Für alle antifaschistischen Organisationen bleibt der Sieg von Stalingrad ein Gedenktag. Wir verbinden unseren Dank an die Kämpfer mit dem Versprechen, diese Erinnerung an die heutigen Generationen weiterzugeben.

 

Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) – Bund der Antifaschisten


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