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Kalender Soziale Bewegungen 2016

30. November 2015 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - Bundesweit, #soziale Gerechtigkeit - gewerkschaftliche Kämpfe

12 Euro kostet ein Kalender – frag uns nach Mengenrabatt.

zu Bestellen unter: socialpressx@yahoo.de

Kalender-soziale-Bewegungen 2016Kalender-soziale-Bewegungen 2016
Verkaufsstellen:

Nienburg:
- Bücherbutze, Nienburg, Lange Str. 51

Celle:
- Buchhandlung Patz, Celle, Blumlage 67
- Das BÜRO, Celle, Neustadt 52
- Heimvolkshochschule Hustedt, Zur Jägerei 81

Walsrode:
- Heine-Buchhandlung Walsrode, Lange Str. 43
- verdi-Bildungszentrum Walsrode, Sunderstr. 77

Verden:
- Buchhandlung Vielseitig, Verden, Große Str. 3
- WABE, Verden, Holzmarkt 15

Riede:
- Ilse Lange, BI Schulwegsicherheit in Riede-Felde

Dörverden:
- Tagungshaus Drübberholz, Drübber 4
- Lohmann's Landladen und Gasthaus, Westen, Eichenstr. 24

Schneverdingen:
- Buchhandlung Vielseitig, Schneverdingen, Verdener Str. 1
- Weidenhof / Biohof, Schneverdingen-Lünzen, Rieper Moor 2
- Weidenhof-Depots in Soltau, Schneverdingen, Rotenburg, Scheeßel

Hannover:
- annabee-Buchladen, Hannover-Linden, Stephanusstr. 12-14
- Büchergilde/ Buchhandlung am Klagesmarkt, DGB-Haus
Otto-Brenner-Str. 1
- VVN/BdA, Hannover, Rolandstr.16
- radioflora.de, Hannover-Linden-Nord, Zur Bettfedernfabrik 3

Soltau:
- DGB / verdi, Soltau, Bahnhofstr. 17

Bad Fallingbostel:
- Fam. Hilbich, Bad Fallingbostel

Lüneburg:
- DGB, Heiligengeiststr. 28

Kalender Soziale Bewegungen 2016
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DGB-Heidekreis lädt zum 1.MAI

28. April 2015 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #soziale Gerechtigkeit - gewerkschaftliche Kämpfe

Pressemitteilung

DGB-Heidekreis lädt zum 1.MAI

Viel Kultur und Beiträge der Basis in Soltau

Ein unterhaltsames und zugleich kämpferisches Programm hat der DGB-Kreisvorstand des Heidekreis organisiert. Die Walsroder Frauenband "Die Uschis" und die Gruppe "Agitprop" aus Hannover wechseln sich ab mit anschaulichen Kurzreden von Frauen und Männern, Jugendlichen und Senioren. Es geht um die Gesundheitsversorgung, Streik im Sozial- und Erziehungsdienst, Freihandelsabkommen, Militär-Konversion, Rassisten und die Forderung nach einer IGS (Integrierte Gesamtschule). Und "Agitprop" setzt zu den Themen noch musikalisch oben einen drauf. Los geht es am 1.MAI um 11 Uhr auf Soltaus zentralem Platz Hagen. Neben Essen und Getränken gibt es extra einen roten Teppich, auf den DGB-Kreisvorsitzender Charly Braun alle sozial-solidarischen und couragierten Menschen einlädt.

Seit 125 Jahren ist der 1.MAI der Kampf- und Feiertag der ArbeiterInnenbewegung. "Immer ging es den Gewerkschaften um existenzsichernde Arbeits- und Lebensbedingungen und soziale Rechte. Heute sind es meist Verteidigungskämpfe die wir gegen prekäre Jobs, HartzIV, Ausnahmen beim Mindestlohn, Rentenarmut, schlechtere Gesundheitsversorgung und unsoziale Folgen der Globalisierung führen", erklärt Gewerkschaftssprecher Charly Braun. Sein Stellvertreter Carsten Soltwedel kritisiert den ständig wachsenden Niedriglohnsektor und fordert vom Staat Superreiche und Konzerne wieder so zu besteuern wie vor Gerd Schröders Kanzlerschaft. "Um Lohndrücker und Streikbrecher zu verhindern brauchen wir Betriebsräte Mitbestimmungsrechte auch bei Leiharbeit und Werkverträgen", verlangt Carsten Soltwedel, der selbst Betriebsratsvorsitzender der Emslandstärke in Wietzendorf ist.

Der DGB-Kreisvorstand ist sich einig, dass Rassismus und Nationalismus keine sozialen Probleme löst, sondern sie sogar verschärft. "Daher bekämpfen wir Ludendorffer, Pegida, AfD und Nazis gleichermaßen und unterstützen eine Willkommenskultur für alle Flüchtlinge", betont Erzieherin Lisa Kraft. Die Propaganda gegen angeblich faule Griechen kommt bei den GewerkschafterInnen gar nicht gut an. Sie kritisieren die Bundesregierung, die trotz großer Armut in Griechenland nichts anderes tut, als die Banken beim Geld eintreiben zu unterstützen. "Der 1.MAI ist der Tag der internationalen Solidarität für soziale Gerechtigkeit und gegen Konzerninteressen", betont Charly Braun.

DGB-Heidekreis lädt zum 1.MAI
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1.MAI 2015 in Soltau

28. April 2015 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #soziale Gerechtigkeit - gewerkschaftliche Kämpfe

 1.MAI 2015 in Soltau
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bnr.de Blick nach Rechts 7.4.15 -- Proteste und Teilerfolg gegen Ludendorffer

7. April 2015 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Artikelserie "Ludendorffer"

bnr.de 7.4.15 - Völkische Ostern

Völkische Ostern

Von Julian Feldmann

07.04.2015 -

Erstmals hat der völkische „Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff)“ (BfG) in diesem Jahr bei seiner Ostertagung in Dorfmark in der Lüneburger Heide auf sein Tagungshotel verzichten müssen. Ihre Veranstaltung konnten die Rechtsextremen dennoch in dem kleinen Ort abhalten.

In völkischer Tracht zum Sonntagsspaziergang. Foto: Julian Feldmann

Jahrelang hatte der BfG seine österlichen Treffen im Hotel „Deutsches Haus“ durchgeführt – und auch Aktivisten aus den Reihen der NPD konnten sich dort versammeln. Doch in diesem Jahr setzte die Betreiberin die Rechtsextremisten vor die Tür. Proteste und wirtschaftlicher Druck führten wohl dazu, dass die „Ludendorffer“, die seit über vier Jahrzehnten in Dorfmark zusammenkommen, dort nicht mehr erwünscht sind. Allerdings fanden die Anhänger der rassistischen und antisemitischen Lehren von Mathilde Ludendorff (1877-1966) im Ort schnell Ersatz. Bereits in den zurückliegenden Jahren hatten einzelne Veranstaltungen der BfG-Ostertagungen im großen Festsaal des Gasthofs „Zur Post“ stattgefunden, nun stand den „Ludendorffern“ das Lokal über das gesamte Osterwochenende zur Verfügung.

Vor dem Tagungshaus positionierten sich Karfreitag und Samstag Gegendemonstranten vom „Bündnis gegen die Ludendorffer“, das seit 2007 mit Straßenprotesten auf die Rechtsextremisten aufmerksam macht. Dass sich die „Ludendorffer“ nicht mehr im „Deutschen Haus“ versammeln können, werten sie als „kleinen Erfolg“. Mit Spruchbändern und Parolen zeigten die Protestler den Völkischen, dass sie in Dorfmark nicht willkommen seien. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) übermittelte den Demonstranten ein Grußwort, und auch ein Landwirt hing wieder ein Protestplakat gegen die „Ludendorffer“ an seine Scheune.

Während am Karfreitag nur rund 50 Ludendorff-Anhänger kamen, dürften es Ostersamstag bereits gut 100 gewesen sein, darunter über zwei Dutzend Kinder und Jugendliche. Von einem „Aussterben“ der völkischen Ludendorff-Bewegung kann also keine Rede sein. Die „Ludendorffer“ wollen unter sich bleiben, scheuen die Öffentlichkeit. Auch das Programm der Tagung, die stets von Karfreitag bis Ostermontag läuft, veröffentlicht der BfG nicht mehr. Nur zu einem Osterspaziergang gingen einige Frauen in völkischer Tracht durch den Ort, ansonsten blieb man zumeist im Tagungsgasthaus.

Antisemitisches Weltbild

Als Referent stand den „Ludendorffern“ in diesem Jahr der ehemalige Bundeswehr-Oberstleutnant Alfred E. Zips zur Verfügung. Der einstige Vorständler des revanchistischen „Witikobundes“ und Regionalbeauftragte der „Deutschland-Bewegung“ sprach zum „Schicksal der Kriegsgefangenen“, wie er sagte. Beim BfG sei er „nur Gast“, meinte er im Gespräch mit Journalisten, obgleich er bereits für das „Ludendorffer“-Blatt „Mensch und Maß“ geschrieben hatte. Ebenfalls für einen Vortrag angekündigt war nach bnr.de vorliegenden Informationen der ehemalige Vizepräsident des „Bundes der Vertriebenen“, Paul Latussek.

Ein Seminar hielt der rechtsextreme „Globalisierungskritiker“ Wolfgang R. Grunwald aus Ballrechten-Dottingen (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) in der „Post“ ab. Mit seinem offenkundig antisemitischen Weltbild passt der wegen Volksverhetzung verurteilte Grunwald ideologisch zu den „Ludendorffern“. Nicht das erste Mal trat Grunwald vor rechtsextremem Publikum auf. Mit Johann Thießen aus Hürtgenwald (Kreis Düren) nahm auch ein Vertreter der rechtsextremen, NPD-nahen „Russlanddeutschen Konservativen“ an der „geschlossenen Veranstaltung“ teil. „Ludendorffer“ reisten aus dem gesamten Bundesgebiet an.

Zwar beobachtet der niedersächsische Verfassungsschutz offiziell den BfG, den er als rechtsextrem und antidemokratisch einstuft, doch dürfte sich diese „Beobachtung“ auf ein bloßes Zur-Kenntnis-Nehmen beschränken. Im jährlichen Verfassungsschutzbericht wird die rechtsextreme Tagung, zu der bis zu 300 Teilnehmer anreisen, jedenfalls nicht erwähnt. Hintergrund ist, dass das Innenministerium in Hannover von einer Isolation der „Ludendorffer“ in der rechten Szene ausgeht. So verwies die Behörde noch im vergangenen Jahr darauf, dass der BfG „nicht in rechtsextremistische Netzwerke eingebunden“ sei.

Gut mit der Szene vernetzt

Die „Ludendorffer“ sind jedoch auch über ihre eigenen Vereine hinaus gut mit der Szene vernetzt: Bekannte Rechtsextremisten wie Richard Melisch treten als Referenten beim BfG auf. An einem Treffen der rechtsextremen „Gedächtnisstätte“ im thüringischen Guthmannshausen nahm im vergangenen Jahr auch die BfG-Vorsitzende Gudrun Klink teil. Ihr Ehemann sollte bei der Versammlung, zu der rund 250 Personen kamen, laut Einladung für die „Eingangsmusik“ verantwortlich sein. Auch Auschwitz-Leugnerin Ursula Haverbeck-Wetzel, die schon die BfG-Ostertagung in Dorfmark besuchte, war nach Guthmannshausen gereist. Zwei „Ludendorffer“ standen der „Gedächtnisstätte“ zudem bereits als Referenten zur Verfügung.

In Dorfmark waren in den zurückliegenden Jahren immer wieder prominente Rechtsextremisten aus anderen Bereichen vor Ort: der ehemalige NPD-Stratege Steffen Hupka etwa, der zeitweise mit einem Büchertisch vertreten war, und der Altnazi Hajo Herrmann. Doch weil der BfG seine Tagungen im Geheimen abhält, ist das Ausmaß der Vernetzung wohl auch für Verfassungsschutzämter schwer einzuschätzen.

Was hinter den verschlossenen Türen der „Ludendorffer“ passiert, soll nicht nach draußen gelangen. Oft werden eigene Veranstaltungen für Jugendliche angeboten. Welche Ideologie dort den Kindern vermittelt wird, zeigt ein Bericht aus den 1980er Jahren, der bnr.de vorliegt. Jugendliche hielten selbst Vorträge mit Titeln wie „Der Pfad der Menschen zum Helden Ludendorff“. Die „zeitgemäße Lebenskunde“, die für Heranwachsende wichtig sei, umfasse „ein gesundes Volk, das die Grundlage für das Leben und Schaffen des einzelnen Menschen ist“, „ein starkes Reich“ als „notwendige Bedingung für eine dauerhafte Erhaltung des Volkes“ und eine „klare Führung, welche die Erhaltung des Reiches ermöglicht“, heißt es dort.

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80 Leute bei 2.Protesttag gegen Ludendorffer

5. April 2015 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Artikelserie "Ludendorffer"

Gruß des Innenministers an "Bündnis gegen Ludendorffer"

Mindestens 30 Kinder bei Ludendorffer-Tagung

80 Menschen folgten dem Aufruf zum 2. Protesttag gegen Ludendorffer am Sa. 4.4.15 vors "Gasthaus zur Post" in Dorfmark. Währenddessen tagten die rassistischen Ludendorffer drinnen. Auf den versteckten Parkplätzen hinterm Gasthaus parkten 30 Ludendorffer Pkw's aus unterschiedlichen Teilen Deutschlands, deren Namen die Recherche-Journalisten kennen. Weitere bekannte Ludendorffer wurden anhand ihrer Autokennzeichen vor mehreren Pensionen erkannt. Ihren ganz speziellen elitären Rassismus von "Licht- und Schachtrassen" vermitteln und trainieren die RassistInnen diesmal auch mindestens 30 Kindern plus etlichen Jugendlichen.

Nach jahrzehntelanger Verharmlosung der braunen Jauche durch viele Honoratioren und den Verfassungsschutz wurde ein Schreiben von Innenminister Pistorius ans "Bündnis gegen Ludendorffer" verlesen. Er lobt die antirassistischen Proteste. DGB-Kreisvorsitzender Charly Braun nahm das auf und forderte den Innenminister auf, die Auflösung und das Verbot der Ludendorffer zu betreiben sowie mit Bespitzelung der antirassistischen Proteste durch den polizeilichen Staatsschutz Schluss zu machen. SPD-MdL Michael Höntsch will sich für Beobachtung der Ludendorffer durch den VS und anderes mehr gegen die Ludendorffer einsetzen.

Nach weiteren Reden von Jusos und dem Netzwerk-Südheide ließen sich Jusos und andere stimmgewaltig vorm Ludendorffer Tagungslokal aus. Die rassistische Lehre der Mathilde Ludendorff wurde mit dem Refrain "Mathilde Scheiße" besungen.

80 Leute bei 2.Protesttag gegen Ludendorffer
80 Leute bei 2.Protesttag gegen Ludendorffer
80 Leute bei 2.Protesttag gegen Ludendorffer
80 Leute bei 2.Protesttag gegen Ludendorffer
80 Leute bei 2.Protesttag gegen Ludendorffer
80 Leute bei 2.Protesttag gegen Ludendorffer

Charly Braun - DGB-Vorsitzender Heidekreis und einer der verantwortlichen Macher des "Bündnis gegen Ludendorffer"

Rede bei der Kundgebung gegen Ludendorffer Ostersamstag 4.4.15 vorm Hotel zur Post in Dorfmark

- es gilt das gesprochene Wort -

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Liebe antifaschistische Freundinnen und Freunde

gestern hier vorm "Hotel zur Post" waren wir bei der antifaschistischen Mahnwache insgesamt 100 Menschen.

Danke an euch alle, dass auch die heutige Protestaktion gut besucht ist.

Weil auch gestern wieder hier auf diesem Platz Passanten die Ludendorffer verharmlost haben, sag ich es gleich zu Beginn. Gestern haben Journalisten beobachtet, wie etliche Familien mit Kindern und Jugendlichen das "Hotel zur Post" durch den Hintereingang betreten haben. Von Überalterung kann bei den Ludendorffern keine Rede sein, sie geben ihren Rassismus an ihre Kinder weiter.

Seit mindestens 1984 haben wir die Ostertagungen der rassistischen Ludendorffer öffentlich gemacht und immer wieder Eingaben, Protestschreiben, Leserbriefe usw. ans Rathaus Bad Fallingbostel und Medien gemacht. Seit 2007 demonstrieren wir in Dorfmark auf der Straße gegen diesen Antisemiten- und Herrenmenschen-Club. Unser Protest konzentrierte sich aufs "Hotel Deutsches Haus", dem Haupttagungslokal der Ludendorffer. In diesem Jahr sind wir vorm "Hotel zur Post". Das "Hotel zur Post" war wie das "Hotel Deutsches Haus" auch jahrzehntelang Tagungslokal des "Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V." Beide Lokale haben (mindestens) in den 1980er Jahren ständig auch die NPD beherbergt.


In diesem Jahr tagen die Ludendorffer nicht im "Hotel Deutsches Haus", weil erfolgreich wirtschaftlicher Druck auf die Wirtsleute ausgeübt wurde nach dem Motto, wenn ihr weiterhin Ludendorffer bewirtet, dann machen wir unsere Veranstaltungen woanders.

Dass das "Hotel Deutsches Haus" jetzt kein Tagungslokal der Ludendorffer ist, ist keine plötzliche antifaschistische Einsicht der Wirtsleute, sondern andere haben erfolgreich wirtschaftlichen Druck ausgeübt. Dass das Deutsche Haus auch die Gesinnung gewechselt hat, ist nach 40jährigem Geschäfte-machen mit brauner Jauche erst noch zu beweisen.

Jahrelang wurde unser Protest gegen Ludendorffer als Nestbeschmutzung öffentlich verurteilt. Die Jugendlichen des Internationalen workcamp Bergen-Belsen u.a. aus Israel und Südafrika mussten sich von einigen Dorfmarkern schlimmste rassistische Beleidigungen anhören. Manche waren sich nicht zu blöd den Hitler-Gruß zu zeigen.

Unsere langjährigen Proteste, kritische Berichte überregionaler Medien und antifaschistische Recherche haben Druck aufgebaut und bei manchen Einsicht und Sympathie für unsere Sache geschaffen. Nur dadurch ist der diesjährige Teilerfolg gelungen: keine Ludendorffer-Tagung im "Hotel Deutsches Haus". Das haben wir gemeinsam erreicht.

Und wir werden auch noch einen vollen Erfolg feiern: die Auflösung der Ludendorffer.

Seit etwa 40 Jahren führen die Ludendorffer ihre Frühjahrs- oder Ostertagung im Deutschen Haus und anderen Quartieren in Dorfmark durch. Jahrelang konnten sie gar die Schule benutzen. Sie tagten hier bereits vor 1977, also zu einer Zeit als die Organisation der Ludendorffer noch verboten war. Der 1937 gegründete heidnisch-germanische Verein, war nach 1945 verboten, wurde 1951 neu gegründet und 1961 erneut verboten. Nach langem Rechtsstreit hob ein bayrisches Verwaltungsgericht 1977 das Verbot wegen Verfahrensfehlern auf. Die ideologische Gründerin Mathilde Ludendorff wurde 1950 in einem Entnazifizierungsverfahren zunächst als Hauptschuldige, später als Belastete eingestuft. Der "Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V." ist eine Erfindung der selbsternannten Philosophin Mathilde Ludendorff und wurde als sog. "Glauben" propagandistisch unterstützt von ihrem Gatten, dem General des 1. Weltkriegs und Hitler-Putsch-Gefährten von 1923, Erich Ludendorff. Die Schriften der Gründer sind bis heute für die Ludendorffer so zentral wie die Bibel für Christen.

Die Lehre der Ludendorffer ist ein Konglomerat aus Verschwörungstheorien. Ein paar Zitate: Dieser Herrenmenschenglaube teilt die Menschen in "Licht- und Schachtrassen". Die nordischen "Lichtrassen" seien "dem Göttlichen nahe", die "Schachtrassen" "unvollkommen und sündhaft". Die einen seien von Natur aus zum Herrschen, die anderen zum Dienen bestimmt. "Deutsche Gotterkenntnis ist abhängig vom Rasseerbgut", heißt es bei Mathilde. Aus diesem Grund führe "Blutsmischung" zum "Vokstod". Das "entwurzelte jüdische Volk" erstrebt die Weltherrschaft in Gestalt von Kommunismus, Freimaurertum und katholischer Kirche, die in Wahrheit "verjudete" Inhalte vertritt. Deutsche Kinder würden durch eine "verjudete christliche Erziehung" geschädigt.

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Rassistische Ideologien waren schon immer der Boden für Verbrechen an Menschen, sei es das historische Nazi-Deutschland oder die Anschläge und Morde durch Neonazis. Dank PEGIDA ist die Zahl rassistischer Anschläge in den letzten Monaten wieder gestiegen. Dass Ludendorffer auch ganz persönlich nicht harmlos und friedlich sind, haben sie in Dorfmark längst bewiesen. Ostern 2010 griff eine Gruppe von Ludendorffern Journalisten an, die den prominenten Altnazi Hajo Herrmann fotografieren wollten.

Mehrfach in Dorfmark dabei war der bekannte Nazi-Aktivist Steffen Hupka. 2012 erging er sich erst in Drohgebärden und zerschlug dann die Kamera eines Journalisten. Gern gesehener Tagungs-Gast ist die bekannte Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck-Wetzel.

Über Jahrzehnte bis heute werden die Ludendorffer nicht nur durch manche unverbesserliche Dorfmarker verharmlost, sondern vor allem durch den staatlichen Geheimdienst Verfassungsschutz. Da uns Nazi-GegnerInnen Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius heute eine Grußadresse geschickt hat, dürfen wir erwarten, dass die Landesregierung diesen bluts-elitären Rassisten-Club endlich auflöst und verbietet. Und wir erwarten, dass wir AntifaschistInnen nicht ständig durch den polizeilichen Staatsschutz bespitzelt werden, sondern die Polizei stattdessen den Club der menschenfeindlichen Ideologen und ErzieherInnen auseinandertreibt.

- Dass die Ludendorffer keine harmlose überalterte aussterbende Sekte sind beweisen die Familien mit Kindern und Jugendlichen die z.B. 2014 und auch heute die Ludendorffer-Tagung besuchen.

- Die Ludendoffer-Ideologie wird in der Nazi-Szene gelebt, da gibts allerlei rassistischen Germanen-Heldenglauben

- Die Ludendorffer haben hier vor Ort immer noch allerlei Verteidiger und Unterstützende

- Das verwundert alles nicht, denn die wiederkehrenden Untersuchungen der Friedr.-Ebert-Stiftung (FES) über gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ergeben eine hohe Verbreitung rassistischer Gesinnung. Fast die Hälfte der Bevölkerung haben eine diskriminierende Haltung gegenüber Asylsuchenden und Langzeitarbeitslosen. Das paart sich mit hohen Zustimmungswerten zur Verharmlosung des Naziregimes und aktuellem Wunsch nach einer Führer-Diktatur.

Die Untersuchung stellt fest, dass die wirtschaftliche Wettbewerbslogik, das Kosten-Nutzen-Kalkül, die Gründe für die Abwertung von Erwebslosen, Behinderten, Sinti und Roma und anderen liefert.

Die Ideologie vom "Recht des Stärkeren" und der Ausgrenzung anderer verbreitet sich in Köpfen. Hier sieht die FES das Mobilisierungspotential für rechte Rattenfänger. Vom Herrenmenschentum der Ludendorffer zieht sich eine Linie bis zu PEGIDA und AfD. Sie alle finden einen gut gedüngten Kackbraunen Boden vor - mitten in der Gesellschaft.

Professorin Dr. Gesine Schwan hat im Januar 2015 erklärt:
"Wenn die Diskrepanzen zwischen Arm und Reich immer größer werden, wenn vielen Menschen der Mittelschicht Prekariat und jederzeitiger sozialer Abstieg droht, dann sucht sich diese mit Ohnmacht gepaarte Angst eben als Blitzableiter jene Menschen, an denen sie ohne Gefahr ihre Wut abreagieren können".

Da werden also Ausgegrenzte und besonders Arme zu Schuldigen an der sozialen Misere in der Mitte der Gesellschaft erklärt. Es sind aber nicht Hüsein und Achmed, die Tarifarbeitsplätze zu prekären Jobs machen. Nicht MigrantInnen und Benachteiligte sind verantwortlich für Hartz4, Zerstörung des Gesundheitswesens und Rentenarmut. Es sind nicht Aische oder Nala die den KollegInnen bei Amazon vernünftige Arbeitsbedingungen und einen Tarifvertrag verweigern.

Rassismus ist keine Lösung für soziale Probleme!!

Das Beste, was wir tun können, ist vorbildlich handeln, wie

- der Unterstützerkreis, der sich jahrelang für die Rückkehr der abgeschobenen Bomlitzer Famile Atarov engagierte

- wie Familie Paulus und die Walsroder Trommelgruppe, die viel zum Schutz von Arnoud Touvoli taten, aber seine Abschiebung nicht verhindern konnten

- wie jene, die gegen Abbau des Sozial- und Gesundheitswesens und für humane Arbeits- und Lebensbedingungen streiten und streiken

- und wie jene, die elitäre und rassistische Organisationen blockieren.

Toleranz und Meinungsfreiheit endet da, wo eine Weltanschauung von Ausbeutung, Ungleichheit, Rassismus und Faschismus propagiert und praktiziert wird.

Denn das ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen !!

Wir wollen keine Regierenden, die vor Krieg und Armut Fliehende im Mittelmeer ersaufen lassen. Wir brauchen keine verschärften Asylgesetze, sondern Auflösung der Ludendorffer und aller faschistischen Organisationen !!

Die Grenzen verlaufen nicht zwischen Staaten, sondern zwischen oben und unten!!

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Dorfmark 3.4.15 - Karfreitagsprotest gegen Ludendorffer

3. April 2015 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Artikelserie "Ludendorffer"

Pressetext über heutige Aktion gegen Ludendorffer in Dorfmark

erster Protesttag gut besucht - Ludendorffer-Tagung mit vielen Kindern und Jugendlichen

Samstag 4.4.15 weiterer Protesttag

Das "Bündnis gegen Ludendorffer" (Gewerkschaften, Parteien, Initiativen) hatte in diesem Jahr wieder 2 Protesttage gegen die rassistischen Ludendorffer in Dorfmark (Ortsteil der Stadt Bad Fallingbostel) angemeldet. Beide Protesttage finden diesmal vorm "Hotel zur Post" statt. Das Hotel zur Post war wie das "Hotel Deutsches Haus" jahrzehntelang auch Tagungslokal des "Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V." Beide Lokale haben (mindestens) in den 1980er Jahren ständig die NPD beherbergt.

In diesem Jahr tagen die Ludendorffer nicht im Hotel Deutsches Haus, weil erfolgreich wirtschaftlicher Druck auf die Wirtsleute ausgeübt wurde nach dem Motto, wenn ihr weiterhin Ludendorffer bewirtet, dann machen unsere Veranstaltungen woanders.

Am Karfreitag 3.4.15 beteiligten sich insgesamt 100 verschiedene Leute an der Mahnwache des "Bündnis gegen Ludendorffer", diesmal vorm "Hotel zur Post". Darunter Kreisvorstandsmitglieder von Gewerkschaften, Grünen, DieLinke, Jusos, Ratsmitglieder von SPD und Grünen, Bürgermeisterin Karin Thorey, MdL Michael Höntsch SPD, VVN/BdA Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes und Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus.

Der Nachmittag bestand für die GegnerInnen des Rassismus aus Kaffee und Kuchen, Transparente und Fahnen, lauten laute antifaschistische Rufe und eine Spontan-Demo von Jugendlichen.

Während an vielen Stellen in Dorfmark Pkw's mit Kennzeichen aus entfernten Orten zu sehen waren (u.a. DD, LÖ, SE etc.) tagten die Ludendorffer im "Hotel zur Post", was teilweise durch ein großes Fenster beobachtet werden konnte. Nach wie vor übernachten viele Ludendorffer in Privatpensionen.

Beobachtet wurde aber auch, dass etliche Familien mit Kindern und Jugendlichen (bis ca. 16 Jahre) das "Hotel zur Post" durch einen Hintereingang betraten. Von Überalterung kann keine Rede sein.

Am Ostersamstag 4.4.15 beginnt um 13 Uhr eine Protestaktion und Kundgebung vorm "Hotel zur Post" in Dorfmark.

Pressetext über heutige Aktion gegen Ludendorffer in Dorfmark

erster Protesttag gut besucht - Ludendorffer-Tagung mit vielen Kindern und Jugendlichen

Samstag 4.4.15 weiterer Protesttag

Das "Bündnis gegen Ludendorffer" (Gewerkschaften, Parteien, Initiativen) hatte in diesem Jahr wieder 2 Protesttage gegen die rassistischen Ludendorffer in Dorfmark (Ortsteil der Stadt Bad Fallingbostel) angemeldet. Beide Protesttage finden diesmal vorm "Hotel zur Post" statt. Das Hotel zur Post war wie das "Hotel Deutsches Haus" jahrzehntelang auch Tagungslokal des "Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V." Beide Lokale haben (mindestens) in den 1980er Jahren ständig die NPD beherbergt.

In diesem Jahr tagen die Ludendorffer nicht im Hotel Deutsches Haus, weil erfolgreich wirtschaftlicher Druck auf die Wirtsleute ausgeübt wurde nach dem Motto, wenn ihr weiterhin Ludendorffer bewirtet, dann machen unsere Veranstaltungen woanders.

Am Karfreitag 3.4.15 beteiligten sich insgesamt 100 verschiedene Leute an der Mahnwache des "Bündnis gegen Ludendorffer", diesmal vorm "Hotel zur Post". Darunter Kreisvorstandsmitglieder von Gewerkschaften, Grünen, DieLinke, Jusos, Ratsmitglieder von SPD und Grünen, Bürgermeisterin Karin Thorey, MdL Michael Höntsch SPD, VVN/BdA Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes und Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus.

Der Nachmittag bestand für die GegnerInnen des Rassismus aus Kaffee und Kuchen, Transparente und Fahnen, lauten laute antifaschistische Rufe und eine Spontan-Demo von Jugendlichen.

Während an vielen Stellen in Dorfmark Pkw's mit Kennzeichen aus entfernten Orten zu sehen waren (u.a. DD, LÖ, SE etc.) tagten die Ludendorffer im "Hotel zur Post", was teilweise durch ein großes Fenster beobachtet werden konnte. Nach wie vor übernachten viele Ludendorffer in Privatpensionen.

Beobachtet wurde aber auch, dass etliche Familien mit Kindern und Jugendlichen (bis ca. 16 Jahre) das "Hotel zur Post" durch einen Hintereingang betraten. Von Überalterung kann keine Rede sein.

Am Ostersamstag 4.4.15 beginnt um 13 Uhr eine Protestaktion und Kundgebung vorm "Hotel zur Post" in Dorfmark.




Dorfmark 3.4.15 - Karfreitagsprotest gegen Ludendorffer
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3.4. und 4.4.15 Proteste gegen Ludendorffer

1. April 2015 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Artikelserie "Ludendorffer"

Seit fast 40 Jahren halten die rassistischen Ludendorffer (formal: "Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V.") ihre Ostertagungen in Dorfmark ab. Von Kindern bis SeniorInnen wird mittels Volkstanz und Vorträgen gelehrt, dass es höherwertige und minderwertige Menschen gäbe. Die einen ("Lichtrassen") seien zum herrschen, die anderen ("Schachtrassen") zum dienen bestimmt. Es ist ungeheuerlich, dass die Ludendorffer nicht längst wieder verboten sind.

Gerade in Zeiten wo Rassismus in Deutschland und Europa wieder Konjunktur hat und in neue Organisationsformen und auch maßgeschneiderte Anzüge schlüpft, sich auch schon mal mit Wirtschaftliberalismus verbindet, ist Widerstand in Dorfmark und anderswo angesagt. Eine soziale und demokratische Gesellschaft hat keinen Platz für Rassismus. Die Zivilgesellschaft ist gefordert, dem Nachdruck zu verleihen.

Das Bündnis gegen Ludendorffer (Initiativen, Gewerkschaften, Parteien) ruft auf zu

- Karfreitag 3.4.15 um 14 Uhr Mahnwache vorm "Hotel zur Post" (nahe Bahnhof) in Dorfmark

- Ostersamstag 4.4.15 um 13 Uhr Kundgebung und Protestaktion vorm "Hotel zur Post"

3.4. und 4.4.15 Proteste gegen Ludendorffer
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Bad Fallingbostel 24.3.15 - Vortrag Pegida-AfD-Neoliberalismus

16. März 2015 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - lokal

Bad Fallingbostel 24.3.15 - Vortrag Pegida-AfD-Neoliberalismus
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