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antisemitismus

Harke 25.11.13 -- Oldenburg: Hakenkreuze auf jüdischen Gräbern

25. November 2013 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Antisemitismus

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Erkennen. Benennen. Verändern! - Antisemitismus

9. November 2011 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Antisemitismus


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Erkennen. Benennen. Verändern! Unter diesen Schlagworten beleuchtet eine Flyerserie der Amadeu Antonio Stiftung verschiedene Elemente Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, wie z.B. Antisemitismus und Sexismus. Die unterschiedlichen Flyer erklären jugendgerecht das jeweilige Phänomen, warum es uns alle betrifft und was man dagegen unternehmen kann.

Die Themenflyer können kostenlos bei der Amadeu Antonio Stiftung unter der Telefonnummer 030 240 886 10 oder per E-Mail an info@amadeu-antonio-stiftung.debezogen werden. Als pdf-Dateien können die Flyer auch im Folgenden betrachtet und heruntergeladen werden.

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Stefanie Schüler-Springorum „Antisemitismus ist ein geschlossenes Weltbild“

4. Juli 2011 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Antisemitismus

Quelle:

Die neue Direktorin des Berliner Zentrums für Antisemitismusforschung will sich wieder stärker auf das Kernthema ihres Instituts konzentrieren. Vergleiche zwischen Antisemitismus und Islamophobie sollen "auf historische Füße" gestellt werden.

  

Wo fängt Antisemitismus an, wo hört „legitime Israelkritik“ auf? Stefanie Schüler-Springorum muss nicht lange nachdenken: „Schon das Reizwort Israelkritik erfasst den komplexen Sachverhalt in keiner Weise“, sagt die Historikerin. Die neue Direktorin des Zentrums für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin, die im Juni vom Institut für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg nach Berlin wechselte, will es genau nehmen mit Begriffen und Fragestellungen. Pauschale Israelschelte – als könne man ein ganzes Land „kritisieren“ – und die Verurteilung von Menschenrechtsverletzungen sollte man nicht in einen Topf werfen.

Die Fixierung auf die israelische Politik in den besetzten Gebieten reize „Menschen, die endlich einmal etwas gegen Juden sagen wollen, ohne gleich als Antisemiten zu erscheinen“. Nur Rechtsradikale bekennen sich heute offen zum Antisemitismus, sagt Schüler-Springorum. Die gängigen antisemitischen Reaktionen versteckten sich hinter einem „Ja, aber“ oder „Man wird doch wohl noch sagen dürfen …“

Auch mit dem zentralen Begriff, der ihrer neuen Wirkungsstätte den Namen gibt, muss sich Schüler-Springorum (48) auseinandersetzen. Islamkritiker, die sich zumeist im Internet äußerten, haben Schüler-Springorums Vorgänger Wolfgang Benz vorgeworfen, die genuine Antisemitismusforschung vernachlässigt zu haben – zugunsten einer allgemeinen Vorurteilsforschung. Dass Benz dabei auch die Islamophobie in den Blick nahm, war Anlass für eine Kampagne gegen den Historiker: Durch den Vergleich mit dem Antisemitismus relativiere er den Holocaust, hieß es. Eine Unterstellung, zu der sich Benz immer wieder erklären musste.

Stefanie Schüler-Springorum stellt sich dem Thema. Anfang der 90er Jahre, als Benz die Leitung des Zentrums von seinem Gründer Herbert A. Strauss übernahm, sei es richtig gewesen, das Themenspektrum auf die allgemeine Vorurteilsforschung auszuweiten, sagt sie. Nach der Wiedervereinigung erlebte der Rechtsextremismus einen neuen Aufschwung. Und es sei noch immer wichtig, etwa auch Homophobie und Antiziganismus zu untersuchen. Doch sie wolle das Spezifische der Antisemitismusforschung wieder stärker herausarbeiten, sagt Schüler-Springorum. „Antisemitismus ist nicht ein Vorurteil unter vielen, sondern ein geschlossenes Weltbild.“ Einer von vielen denkbaren neuen Ansätzen sei es, über die emotionale Wucht des antijüdischen Ressentiments nachzudenken. Gemeinsam mit Ute Frevert vom Arbeitsbereich „Geschichte der Gefühle“ am Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung plant Schüler-Springorum eine Tagung zum Thema: „Antisemitismus und Emotionen“. Dabei soll es vor allem um das Verhältnis von antisemitischen Texten und antijüdischen Ressentiments gehen.

In solchen Themen trifft sich das Interesse der Expertin für deutsch-jüdische und nationalsozialistische Geschichte mit ihrem neuen Arbeitsfeld. Sie war bislang keine ausgewiesene Antisemitismusforscherin, wer jedoch wie Schüler-Springorum über die jüdische Minderheit in Königsberg promovierte und Mitte der 90er Jahre in Berlin bei der Topographie des Terrors arbeitete, kennt sich aus mit der Judenfeindschaft. Ohnehin gelte für die Antisemitismusforschung, was auch für die deutsch-jüdische Geschichte gelte, sagt Schüler-Springorum: Sie seien nicht hinreichend integriert in die allgemeine Geschichte. Einerseits scheine der Antisemitismus ein gesellschaftliches Phänomen zu sein, eine Geschichte, die nicht vergehen will, sich also der Historisierung entzieht. Andererseits neige die allgemeine Geschichte dazu, die Erforschung des Antisemitismus an spezielle Institute auszulagern.

In Berlin will Schüler-Springorum ihr Zentrum enger als bisher mit Institutionen wie dem deutsch-russischen Museum Karlshorst, dem Centrum Judaicum, dem Jüdischen Museum oder der Topographie des Terrors vernetzen. Die Debatte um Antisemitismus und Islamfeindschaft will Schüler-Springorum „auf historische Füße stellen“. Um Unterschiede und Ähnlichkeiten herauszuarbeiten könnte man im 19. Jahrhundert ansetzen, bei der Entstehung der Nationalstaaten, dem Imperialismus und Kolonialismus. Der Orientalismus jener Zeit wiederum führe zurück ins Mittelalter, nach Al Andalus, den muslimisch beherrschten Teil der iberischen Halbinsel. Schüler-Springorum will bisher unerforschte Aspekte des überlieferten Bildes des jahrhundertelangen Zusammenlebens von Muslimen, Juden und Christen untersuchen, das 1492 mit dem Sieg der christlichen Reconquista endete.

Ihr „Faible für spanische Geschichte“ begann einst beim Studienaufenthalt in Barcelona. Zuletzt hat Schüler-Springorum ein Buch über die Legion Condor im spanischen Bürgerkrieg geschrieben (Krieg und Fliegen, Schöningh, 2010) – „aus männergeschichtlicher Perspektive“. Die Geschlechtergeschichte sei auch in der Antisemitismusforschung noch ganz am Anfang, sagt sie. Schüler-Springorum sieht da ein großes Arbeitsfeld, auch im Zusammenhang mit der Islamophobie. So hätten sich antisemitische Aggressionen vornehmlich gegen Männer gerichtet, sie seien als verweiblicht oder als große Verführer karikiert worden. „Von Frauen wurde eher das Bild der schönen Jüdin gezeichnet.“ Die Aggression gegen Muslime dagegen richte sich stets auf beide Geschlechter, auf die „Kopftuchfrauen“ und auf Männer mit Bärten und traditioneller Kleidung. „Welche Bilder werden für wen produziert?“, will Stefanie Schüler-Springorum fragen – und gemeinsam mit ihren Berliner Kollegen Antworten finden. Amory Burchard

 

Quelle: Tagesspiegel  04.07.2011

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Gegen Antizionismus und Geschichtsrevisionismus! Finkelsteins Propaganda stoppen. Keine Veranstaltung mit Finkelstein im Hotel Maritim.

26. November 2010 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Antisemitismus

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By stfn • Nov 16th, 2010 • 

Am 27. November 2010 organisiert der „Palästinensische Ärzte- und Apothekervereinigung Deutschland e. V. (PÄAV e. V.).“ im Berliner „Maritim Hotel“ eine Veranstaltung mit dem US-Autor Norman Finkelstein als Referenten. Es ist der zweite Versuch in diesem Jahr, Finkelstein in Berlin sprechen zu lassen.

Norman G. Finkelstein macht in seinen Publikationen nicht nur jüdische NS-Überlebende zu den eigentlichen Nutznießer_innen der Geschichte, sondern ist vor allem für antizionistische Positionen bekannt. Seine Tiraden gegen den jüdischen Staat verbindet er stets mit der Solidarisierung gegenüber antisemitischen Organisationen wie der Hamas und der Hisbollah. Es ist kein Zufall, dass Finkelstein ein beliebter Referent für linke und islamische Antizionist_innen, Antisemit_innen und Nazis ist. Zugleich wird er von der neurechten Zeitung „Junge Freiheit“ sowie der antizionistischen „jungen Welt“ in höchsten Tönen gelobt und zu Veranstaltungen eingeladen. Er erfüllt die Rolle des jüdischen Kronzeugen, der die Einladenden nach außen vor der Kritik an antisemitischen Denkstrukturen immunisieren soll.

„I am going to honor the hizbullah; they show courage, and they show discipline, I respect that.” (Finkelstein in Interview mit dem libanesischen Fernsehen im Januar 2008)
In Berlin gab es zuletzt eine ganze Reihe öffentlicher Podien für notorische Israel-Hasser_innen, Antisemit_innen und Islamist_innen. Neben Finkelsteins neuerlicher Einladung nach Berlin sind beispielsweise die Demonstration zum sogenannten „Al-Quds-Tag“ und die Manifestationen nach der Übernahme der Gaza-Flottille durch die Israelische Armee im Mai zu nennen. Am „Al-Quds-Tag“ wird seit seiner Etablierung durch das Iranische Regime nach der erfolgten Revolution 1979 die Vernichtung Israels gefordert. Er wird nahezu in der gesamten islamischen Welt am Ende des Ramadan begangen. Beide Events gleichen sich hinsichtlich ihrer dort geäußerten Verdammungen Israels als „rassistischer“, „imperialistischer“ oder „kolonialer“ Unterdrücker der Palästinenser_innen. Im Gegensatz zum Al-Quds-Tag waren die Initiator_innen der Demonstrationen und öffentlichen Debatte nach dem Vorfall im Mittelmeer allerdings nicht nur Islamist_innen. Seit an Seit demonstrierten hier auch Mitglieder und Bundestagsabgeordnete der Partei Die Linke sowie Anhänger_innen linksradikaler Zusammenhänge aus Berlin gegen Israel. Selten zuvor konnte ein Ereignis Israelhasslinke und islamistische Kreise derart vereinen. Und nun der nächste Akt: die Beweisführung für die Unrechtsmäßigkeit Israels aus jüdischer Perspektive.

Norman Finkelstein setzt die Anschläge und Tötungen von Israelis durch die Hamas und Hisbollah mit dem Widerstandskampf bewaffneter Gruppen gegen Nazideutschland gleich. Laut Finkelstein handele im Umkehrschluss der Staat Israel so wie die Nationalsozialist_innen damals. Finkelsteins Bestseller „Die Holocaust-Industrie“ strickt die Relativierung der Shoah noch weiter. Hier wird die Existenz einer israelisch-amerikanischen Lobby unterstellt, die nicht nur finanziellen Gewinn aus der Geschichte der Vernichtung der Jüdinnen und Juden ziehe, sondern diese auch argumentativ zur Legitimierung von „Verbrechen“ gegen die palästinensische Bevölkerung benutze. Finkelstein schreibt dieser Lobby auch zu, international zu agieren sowie „die Verbrechen“ Israels deckeln zu wollen und knüpft damit an das alte antisemitische Bild einer jüdischen Weltverschwörung an. Seine Behauptung, der millionenfache Mord an den europäischen Jüdinnen und Juden habe letztendlich nur den Überlebenden genutzt, kann zynischer nicht sein.

Die Bücher, Thesen und Auftritte Finkelsteins sind somit argumentatives Futter für Antisemit_innen und Geschichtsrevisionist_innen in der ganzen Welt. Zeit also, diesem Treiben einen Riegel vorzuschieben. Wir fordern die Betreiber_innen des Hotels Maritim hiermit auf, dieser israelfeindlichen Propagandashow keine Räumlichkeiten zu bieten.
„Who wants war? Who wants destruction? Even Hitler didn’t want war.“ (ebenso Finkelstein im libanesischen Fernsehen im Januar 2008)

Gegen den Auftritt von Finkelstein in Berlin.
Für eine Gesellschaft ohne Antisemitismus.


Artikel in der  „Jungle World“

Ein neues Asyl für Finkelstein

Am »internationalen Solidaritätstag mit dem palästinensischen Volk« soll Norman Finkelstein einen Vortrag in Berlin halten. Antifaschistische Gruppen wollen gegen den Auftritt und die zu erwartenden geschichtsrevisionistischen und antizionistischen Ausführungen protestieren.
Von Stefan Kunath

Besondere Anlässe erfordern besondere Gäste. Zum »internationalen Solidaritätstag mit dem palästinensischen Volk« am Samstag dieser Woche hat die »Palästinensische Ärzte- und Apothekervereinigung« (PÄAV) sogar einen Ehrengast eingeladen: Norman Finkelstein. Im Maritim-Hotel, wo die PÄAV den Tag mit einer Veranstaltung begeht, soll der »US-amerikanische Politikwissenschaftler und Autor«, wie er in der Ankündigung genannt wird, einen Vortrag halten.
Finkelsteins angekündigter Beitrag trägt einen harmlosen Titel: »Israel und Palästina in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft«. Dabei ist der Urheber des Buchs »Die Holocaust-Industrie« eigentlich eher für markige Aussagen bekannt. Seine zentrale These lautet: Israel und dem jüdischen Staat nahestehende Organisationen nutzen den Holocaust propagandistisch, um politisch und finanziell zu profitieren. Die »Holocaust-Industrie« wurde Finkelstein zufolge nach Israels Sieg im Sechs-Tage-Krieg 1967 aufgebaut, um Israels Bündnis mit den USA zu stärken.

Finkelsteins Angriff auf das Auschwitz-Gedenken wird von seinen rechten und linken Sympathisanten gern mit der Meinungs-, Rede- oder gar Wissenschaftsfreiheit verteidigt. Sie wissen, was sie an Finkelstein haben: Seine Ausführungen dienen der Delegitimation Israels. Die Beschreibung Israels als ein skrupellos den Holocaust instrumentalisierender Staat kommt der Propaganda der NPD und der iranischen Mullahs gelegen, die die Judenvernichtung leugnen oder ihr die historisch einzigartige Dimension absprechen, passt aber auch gut ins antiimperialistische Weltbild vieler Linker.
Auch in seinem Buch »Eine Nation auf dem Prüfstand. Goldhagens These und die historische Wahrheit« legt der Politikwissenschaftler ähnliche Gedanken dar: Er schreibt von »Holocaust-Ideologen«, die mit »Holocaust-Literatur« die wahren »Ergebnisse der Holocaust-Wissenschaft« ignorierten. Daniel Goldhagens Buch »Hitlers willige Vollstrecker. Ganz gewöhnliche Deutsche und der Holocaust« bezeichnet Finkelstein sogar als »Holoporn«, der den Juden zum einen die vollkommene Schuldlosigkeit und zum anderen die Lizenz zum Töten von Palästinensern attestieren würde. Die Deutschen waren nach Finkelsteins Ansicht hingegen gar nicht so antisemitisch. Es hätte nur »episodische Gewaltausbrüche gegen Juden« und hierbei keine wirklich »bösartigen antisemitischen Ausbrüche« gegeben. Die Mehrheit der Deutschen hätte nach 1933 den antisemitischen Terror verurteilt, schreibt der Politologe. Finkelsteins Aussage im libanesischen Fernsehen im Januar 2008 verwundert da nicht weiter: »Wer will Krieg? Wer will Zerstörung? Nicht einmal Hitler wollte den Krieg.«
Seine geschichtsrevisionistischen Ansichten trieben Finkelstein auch schon in jüngeren Jahren auf die Straße. So demonstrierte er 1982 mit einem Transparent mit der Aufschrift »Israeli Nazis – Stop the Holocaust in Lebanon!« vor dem israelischen Konsulat in New York. Die Hizbollah steht für ihn in der Tradition des antifaschistischen Widerstands, wie er ebenfalls 2008 im Gespräch mit Future TV darlegte. Es überrascht angesichts von Finkelsteins Veröffentlichungen und Äußerungen nicht, dass der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad den US-Amerikaner 2006 zur Holocaust-Konferenz nach Teheran einlud. Doch Finkelstein kam nicht; im ursprünglichen Tagungsprogramm der Konferenz-Organisatoren war er noch angekündigt.

Finkelstein soll nicht zum ersten Mal einen Vortrag in Deutschland halten. Im Februar hatte ihn unter anderem die Berliner Landesarbeitsgemeinschaft »Frieden und internationale Politik« der Linkspartei eingeladen. Nachdem jedoch der Bundesarbeitskreis Shalom der Linksjugend gegen die Veranstaltung protestiert und die Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) ihre finanzielle und logistische Unterstützung zurückgezogen hatte, sagte Finkelstein seinen Besuch ab, obwohl ihm die Ladengalerie der Jungen Welt »politisches Asyl« anbot.
Finkelsteins Absage sorgte für Entrüstung. So forderte Sahra Wagenknecht, mittlerweile stellvertretende Parteivorsitzende der »Linken«, die RLS auf, eine »plurale Debatte« nicht zu verhindern und diese »unabhängig von der Bewertung der inhaltlichen Positionen Norman Finkelsteins« zu führen. Die Aussagen des Politologen muss man jedoch als das bewerten, was sie sind: als generelle Angriffe auf das Holocaust-Gedenken und auf Israel. Deshalb hat ein Bündnis antifaschistischer Gruppen und der Landesarbeitskreise Shalom der Linksjugend aus Berlin und Brandenburg auch dieses Mal Protest gegen Finkelstein angekündigt. Eine Kundgebung vor dem Maritim-Hotel soll sich »gegen Antizionismus und Geschichtsrevisionismus« und »Finkelsteins Propaganda« richten.

[Jungle World]

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WARUM ISRAEL - Ein Film von Claude Lanzmann

30. Dezember 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Antisemitismus

Es darf keine antisemitische Filmzensur in Hamburg geben!

Warum Israel - Hamburg 2009

Im Oktober verhinderten linke Antiimperialisten in Hamburg die Vorführung von Claude Lanzmanns "Warum Israel" durch Drohungen und Gewalt. Am kommenden Sonntag soll der Film nun gezeigt werden. Die Amadeu Antonio Stiftung und viele Andere unterstützen das!

Was sich am Sonntag, den 25. Oktober 2009 zwischen 14 und 16 Uhr in der Hamburger Brigittenstraße ereignete, ist schier unfassbar. Das dort ansässige Kino B-Movie wollte in Kooperation mit einer linken Initiative den Film »Warum Israel« von Claude Lanzmann vorführen. Dies hat eine Gruppe von Antiimperialisten und Israelhassern aus dem, im Vorderhaus des Kinos gelegenen, »Internationalistischen Zentrums B5« mit Drohung, Beleidigung und Gewaltanwendung verhindert.

In dem vor Ort verteilten Flugblatt wurde die Dokumentation außerdem als »zionistischer Propaganda-Film« diffamiert. Bei »Warum Israel« handelt es sich um einen Film des in Frankreich lebenden Juden Lanzmann, der mit dem Monumentalwerk »Shoah« einen immens wichtigen Beitrag zur Erinnerung an die Opfer des Holocaust geleistet hat. Der Regisseur kämpfte darüber hinaus in der Résistance aktiv gegen den Nationalsozialismus. Über »Warum Israel« von 1973 sagte Lanzmann »Dieser Film hat einen roten Faden, nämlich: Was ist das: Normalität? (…) Ich zeige in ‚Warum Israel‘, dass die Normalität das eigentlich Anormale ist.« Dies empfinden einige Hamburger »Linke« im Jahr 2009 also als Provokation!

Den Betreibern des B-Movie wurde das Betreten und Öffnen ihres eigenen Kinos untersagt, jedes Gespräch verweigert und statt dessen mit Gewalt gedroht. Das B-Movie war deshalb gezwungen, die Vorstellung abzusagen. Doch selbst nach der Absage wurde das noch vor dem verschlossenen Kino verbliebene Publikum beschimpft (in einem Fall bezeichnenderweise als »Judenschweine«). Überdies wurden Kinobesucher körperlich angegriffen und mindestens drei Gäste durch Faustschläge verletzt.

So etwas darf nicht geschehen! Nicht nur, dass in die Programmfreiheit Hamburger Kulturschaffender durch Filmzensoren eingegriffen wurde. Es ist unerträglich, dass gerade die Vorführungen einer Dokumentation von Claude Lanzmann und ein Gespräch über sein Werk solchem Treiben zum Opfer fiel.

Wir stellen uns hinter das betroffene Kino und seine Absicht, »Warum Israel« auch in seinen Räumlichkeiten zu zeigen. Die Unterzeichnenden unterstützen die Veranstalter bei der Ausweichvorstellung von »Warum Israel« am 13.12.2009 um 16 Uhr.

Wir verurteilen solche Formen von Kulturzensur, jeden Antisemitismus und Israelhass!

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Veranstaltungen im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus

11. November 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Antisemitismus

Hannover

Donnerstag, 12. November, 14 Uhr
Stadtführung: „Gleichgeschaltet, verfolgt und ermordet“
Ort: Neues Rathaus (Trefpunkt)
 
 
Donnerstag, 12. November, 19 Uhr
Vortrag: „Es gilt sich zu erinnern,
Lehren zu ziehen,  um der Zukunft willen“
Ort: Speisesaal, Pflege- und Therapiezentrum – Hilde Schneider Haus
 
 
Sonntag, 15. November, 15 Uhr
Vortrag und Führung in der Gedenkstätte Ahlem
Ort: Gedenkstätte Ahlem
 
 
Montag, 16. November, 20 Uhr
Vortrag: Zwangsarbeiter bei der Deutschen Reichsbahn
Ort: Faust – Café Siesta
 
 
Dienstag, 17. November, 19:30 Uhr
Multimedia-Vortrag: „Jugendwiderstand im Nationalsozialismus“
Ort: Bürgerschule Stadtteilzentrum Nordstadt
Weitere Informationen …


Dienstag, 17. November, 20:00 Uhr
Podiumsdiskussion: "Antisemitismus - Eine deutsche Erbkrankheit?"
Ort: Freizeitheim Linden
Weitere Informationen ...


Mittwoch, 18. November, 20 Uhr
Vortrag: „Besonders stark brennt das Judenviertel –
Die deutsche Luftwaffe und der Holocaust“
Ort: Faust – Café Siesta
Donnerstag, 26. November, 19 Uhr
Salomon Finkelstein – Überlebender von Ghetto,
Arbeitslagern und KZ – erzählt
Ort: IGS Linden
 
 
Hildesheim
 
 
Donnerstag, 19. November, 18:00 Uhr
Feierliche Eröffnung der Ausstellung der SchülerInnengeschichtswerkstatt des Andreanum Hildesheim: „Ich, Oskar Schindler“ hatte noch einen Koffer in Hildesheim“, anschließend:
In der Bibliothek des Andreanum: Lesung und Gespräch mit Erika Rosenberg
Ort: Andreanum
Veranstalter: Rosa-Luxemburg-Stiftung


Lehrte
 
 
 
 
Freitag, 13. November, 9 Uhr
Empfang des „Zuges der Erinnerung“ (13 und 14. November)
Ort: Bahnhof Lehrte
Veranstalter: DGB Lehrte
 
 
Freitag, 13. November, 11, 12, 13, 14, 15, 16 und 17 Uhr
„Spielzeugland“ - Deutscher Kurzfilm von 2007
Ort: Kino Lehrte
Veranstalter: DGB Lehrte
 
 
Samstag, 14. November, 11, 12, 13, 14, 15 und 16 Uhr
„Spielzeugland“ - Deutscher Kurzfilm von 2007
Ort: Kino Lehrte
Veranstalter: DGB Lehrte
 
 
Montag, 16. November
Ausstellung “Niedersachsen im 2. Weltkrieg“
Ort: je eine Woche in jeder Lehrter SEKundarstufenschule
Veranstalter: DGB Lehrte
 
 
Mittwoch, 25. November, 19 Uhr
Filmvorführung: „Zug des Lebens“ (Train de vie)
Ort: Kino Lehrte
Veranstalter: DGB Lehrte
 
 
Osnabrück
 
 
 
Donnerstag, 12. November, 20 Uhr
Hans Calmeyer  – ein „anderer“ Deutscher im 20. Jahrhundert
Autorenlesung mit Peter Niebaum
Ort: Buchhandlung zur Heide
Veranstalter: Stadt Osnabrück
 
 
 
Sonntag, 15. November, 15 – 17 Uhr
Führung durch die Gedenkstätte Augustaschacht
Ort: Gedenkstätte Augustaschacht
Veranstalter: Stadt Osnabrück
 
 
Mittwoch, 2. Dezember 2009, 19.30 Uhr
Hochmut und Fall. Die Osnabrücker SS zwischen
Anspruch und Wirklichkeit
Vortrag von Dr. Sebastian Weitkamp, Universität Osnabrück
Ort: Volkshochschule Osnabrück
Veranstalter: Stadt Osnabrück
 
 

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Aktionswochen 2009 gegen Antisemitismus

11. November 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Antisemitismus

Foto: © Agentur Aharon

Aktionswochen gegen Antisemitismus 2009

Am 5. November wurden von der Amadeu Antonio Stiftung die bundesweiten Aktionswochen gegen Antisemitismus mit Claudia Schmid, Verfassungsschutz Berlin, Dirk von Lowtzow, Tocotronic, Franziska Drohsel, Jusos, Jan Jetter, Arbeitsgemeinschaft freier Jugendverbände und Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung, eröffnet. Die Aktionswochen gegen Antisemitismus finden in 75 Orten mit 231 Veranstaltungen in allen Bundesländern statt. Beteiligte Initiativen setzen sich in Gedenkveranstaltungen, Theater- und Filmaufführungen, Zeitzeugengesprächen und Lesungen mit historischem und aktuellem Antisemitismus auseinander. 

Antisemitismus ist nicht nur eine Bedrohung für Jüdinnen und Juden, sondern auch für die Demokratie. Diesen Konsens gilt es immer wieder ins Gedächtnis zu rufen. Das zeigen gerade die jüngsten antisemitischen Übergriffe, wie beispielsweise in Hamburg Ende Oktober: dort konnte ein Film von Claude Lanzmann über Israel nicht gezeigt werden, weil linke Demonstranten den Eingang zum Kino blockierten und Besucherinnen und Besucher mit Gewalt und Beschimpfungen wie "Judenschweine" von der Vorführung fern hielten. Auch finden sich wieder verstärkt antisemitischen Schmierereien an Häuserwenden in deutschen Städten: Beispiel Eschwege. Dort wurde im Oktober an eine Hauswand in Großbuchstaben "Jude" und "Huso" (für Hurensohn) gesprüht. Auch die Schändung von "Stolpersteinen" ist an der Tagesordnung, wie beispielsweise im August in Berlin Pankow oder im September in Bremen. Sogar Beleidigung oder Bedrohung jüdischer Menschen sind keine Seltenheit: Ende August wurde ein jüdischer Mann und sein Begleiter in Berlin Zehlendorf mit Bierflaschen beworfen und beschimpft und eine Gruppe von Jugendlichen aus Israel in Waren an der Müritz vor wenigen Tagen angegriffen.

Anette Kahane, die Vorsitzende der Amadeu-Antonio-Stiftung, beschreibt die Notwendigkeit der Aktionswochen folgendermaßen: „Die Aktionswochen können eigentlich nur wieder und wieder versuchen, im Mainstream eine möglichst breit getragene Sensibilisierung auszulösen und zu verfestigen. Es geht darum, die wahrhaft menschenfeindliche Motivation von Antisemiten schonungslos zu demaskieren.“ 

Dirk von Lowtzow (Tocotronic) über die Aktionswochen

Artikel bei NETZ-GEGEN-NAZIS.DE zur Eröffnung der Aktionswochen

Pressemitteilung der Amadeu Antonio Stiftung

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„Antisemitismus – Eine deutsche Erbkrankheit?“

10. November 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Antisemitismus

„Antisemitismus – Eine deutsche Erbkrankheit?“

am Di, 17.11. um 20 Uhr im Freizeitheim Linden (Windheimstraße 4, 30451
Hannover). Eine Veranstaltung der Grünen Jugend im Rahmen der
Aktionswochen gegen Antisemitismus
(http://www.aktionswochen-gegen-antisemitismus.de).

mit

*Robert Beyer* (Uni Jena, Mitarbeiter im Projekt: Antisemitismus und
Anti-Israelismus in Deutschland: Sprachliche und konzeptuelle
Charakteristika)
*Levi Salomon* (Beauftragter für die Bekämpfung des Antisemitismus der
Jüdischen Gemeinde Berlin)
*Paul Stefanowske* (Bildungsbausteine gegen Antisemitismus)
*Sven-Christian Kindler* (Mitglied des Bundestages, Bündnis 90/Die Grünen)
*Julia Willie Hamburg* (Sprecherin Grüne Jugend Niedersachsen, Moderation)

„Juden haben zu viel Einfluss in der Welt.“ Jede und jeder dritte Deutsche
stimmt dieser klassisch antisemitischen Behauptung zu. Auch mehr als 60
Jahre nach Auschwitz ist der Antisemitismus fest in der Mitte der
deutschen Gesellschaft verankert.

„Ich habe nichts gegen Juden, aber...“. Ein Großteil der Menschen, die
antisemitischen Äußerungen zustimmen, würde sich selbst nicht als
antisemitisch bezeichnen. Wie also zeigt sich Antisemitismus im Jahr 2009?
Wo stecken die AntisemitInnen? Wie problematisch ist der Antisemitismus in
der deutschen Mehrheitsgesellschaft oder wird hier nicht einfach
übertrieben?

Zu Beginn der Veranstaltung wird Robert Beyer die vorläufigen Ergebnisse
einer Studie über den „Tatort Sprache“ der Uni Jena, in der Zuschriften
zur Israelischen Botschaft und dem Zentralrat der Juden ausgewertet
werden, vorstellen.

Was tun? Gibt es erfolgsversprechende Konzepte gegen Antisemitismus?
Aufklärung und pädagogische Konzepte sind wichtig. Doch kann man
Antisemitismus aberziehen? Oder ist der Antisemitismus ein Grundelement
der bürgerlichen und speziell der deutschen Gesellschaft?


Hinweis:

Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der
rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch
rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige
menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der
Teilnahme an der Veranstaltung ausgeschlossen.

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