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kampf gegen nazis - norddeutschland

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Bad Bevensen 19.12.15 - Rede H-D Charly Braun

20. Dezember 2015 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - Norddeutschland

Nach dem Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Bad Bevensen, meldete die Antifa-Lüneburg-Uelzen für den 19.12.15 eine Demo an. Auch der Bürgermeister, DGB und andere riefen ausdrücklich zur Demo auf. Über 400 Menschen beteiligten sich. Darunter auch von Kirche, Parteien, Gewerkschaften, VVN/BdA und viele Jugendliche.

Weil sie anschließend viel nachgefragt wurde, dokumentieren wir hier die Rede von Charly Braun, ergänzt durch ein paar Fotos.

Demnächst gibt es die Rede auch zum Hören im Internet-Radio radioflora.de im podcast und in der Sendung culture-courage

Bad Bevensen 19.12.15 Rede H-D Charly Braun

DGB-Kreisvorsitzender im Heidekreis, ver.di-Bezirksvorstand, Sprecher von Bündnissen gegen Rechts in der Westheide, DGB-Verantwortlicher für internat. Jugendarbeit und Bergen-Belsen

Mitarbeiter in Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN/BdA)

(Es gilt das gesprochene Wort) .

Liebe antifaschistische Freundinnen und Freunde,

ich heiße Charly Braun, bin DGB-Vorsitzender im Heidekreis. Sprecher von Bündnissen gegen Rechts, DGB-Verantwortlicher internat. Jugendarbeit in Bergen-Belsen und ich bin gern in der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/ Bund der AntifaschistInnen (VVN/BdA), der Organisation vieler WiderstandskämferInnen gegen den Hitler-Faschismus.

Ich bin zwar nicht der Weihnachtsmann, kenne aber ein Weihnachtsgedicht.

Von drauss vom Walde komm ich her, ich muss euch sagen Nichts weihnachtet mehr.

In Buden und Villen, man glaubt es kaum, findet Rassismus neuen Raum.

Vor Hunger und vor Krieg gefloh'n, - mal bist du willkommen und kannst hier wohn'.

Manch braver Bürger sieht Konkurrenz, und schreit so laut dass es bald brennt.

Nicht alle bekommen hier Bleiberecht, kommst du vom Balkan geht’s dir schlecht.

Abschiebung heißt das Zauberwort, rein in den Flieger und du bist fort.

Derweil wird so manches Land pleite gemacht und ausgebeutet, der Konzernchef lacht.

Und damit deine Familie nicht auch hierher flieht, wird wohl gar noch das Mittelmeer vermint?

Dem Erdogan, das Ungeheuer, ist uns're Regierung lieb und teuer.

Konzernreichtum hier und Hungernde dort, Asylrecht und ein Nazimord.

Für alle Menschen Menschenrecht, das fordern wir und weniger nicht.

Der Weihnachtsmann, der Kerl der Gute, der hat auch eine große Rute

Die tanzt gar lustig und famos, auf Herrschafts- und Regierungspos.

////// Genug der Gebrauchslyrik. Trotz warmer Temperaturen, das menschliche Klima wird kälter.

Die braune Jauche hat mal wieder Hochkonjunktur. „Ich bin kein Nazi, aber das darf doch mal gesagt werden“ - klingt es von Stammtischen und Sektbars gleichermaßen.

Dabei waren wir alle in den letzten 10 Jahren recht erfolgreich, wir haben mit Aufklärung und Widerstand Nazis oft in die Schranken gewiesen - ob in Dorfmark, Essel, Eschede, Heisenhof Dörverden, Schneverdingen, Bad Nenndorf und an anderen Orten.

70 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus schafft es dieser Staat nicht, die Ideologie des größten Menschheitsverbrechens aus Köpfen, Straßen, Internet und Verfassungsschutz zu beseitigen.

Während der Geheimdienst Nazis finanziert und NSU-Mörder unentdeckt lässt, jagen, schlagen, zündeln RassistInnen – nicht nur gegen Geflüchtete und Unterstützende, auch gegen andere sozial Deklassierte, Nazi-GegnerInnen, Bürgermeister etc.. Mit der ausgrenzenden und abschiebenden Asylpolitik wird dafür der Boden bereitet.

Sogenannte besorgte BürgerInnen haben sich zu Pegida und AfD formiert. Diese RassistInnen unterscheiden sich nur marginal von NPD, Identitären, DieRECHTE u.a.

Habt ihr es schon aus Facebook mitbekommen? In über 20 Orten, darunter in Celle und Soltau, fordern jeden Sonntag sogenannte besorgte Bürger mit Grablichtern vor Rathäusern den Rücktritt der Kanzlerin. Selbst Merkels Flüchtlingspolitik geht ihnen zu weit. Mit Grablichtern ... Widerlich!

Angesichts von 4300 Geflüchteten in Kasernen bei Bad Fallingbostel, versuchte in den letzten Wochen die NPD 2x rassistische Lautsprecherpropaganda zu verbreiten. Die Nazis bekamen beide Male eine Abfuhr. Dennoch konnten sie mit besorgt polemischen Fragen auf großen Einwohnenden-Versammlungen eine neue flüchtlingsfeindliche Gruppe gründen.

Vor Sarrazinen, Katzenromanschreibern, neuen KZ-Propagandisten geht auch schon mal ein Fernsehmoderator in die Knie.

Das verschlechterte selektierende Asylrecht zeigt wie Pegida, AfD und Brandstifter die Regierenden vor sich her treiben.

Zu recht hat die Auschwitz-Überlebende Esther Bejarano kürzlich im Fernsehen gesagt, dass man sich gegen Nazis und Rassismus nicht auf den Staat verlassen kann.

Die braune Jauche aufhalten, das müssen wir schon selbst gemeinsam tun.

Nazis und RassistInnen sind Träger einer verbrecherischen Ideologie. Denen stehen keine demokratischen Rechte, wie anderen Parteien, Gewerkschaften, Kirchen und AntifaschistInnen zu. Es gibt keine demokratische Gleichbehandlung für menschenfeindliche Propaganda - auch nicht für eine rassistische Alternative, die mit Schlips und Kragen in Parlamente einziehen will.

Größter Dank gilt den Engagierten der überwältigenden Willkommenskultur. Für die bitte ich jetzt ausdrücklich um euren kräftigen Applaus !!

Pfiffe hingegen verdient das neue Asyl- und Abschottungsrecht.

Frontex, Zäune, Transitzonen, Internierungslager, Sachleistungen, nachts abschieben, Hungerration für sogenannte Abschieblinge.

Alle Balkanstaaten gelten als sichere Drittstaaten. Das heißt "Roma raus" oder altdeutsch "Zigeuner raus" !

2 Beispiele von vielen:

In Wolfsburg haben Proteste am 1.9.15 den 4.Abschiebeversuch einer Roma-Familie vorerst verhindert. Die 21-jährige Tochter ist schwerstbehindert und kann nichts tun mit ihren Händen. Trotzdem lernt sie intensiv deutsch. Im Nazi-Deutschland wäre sie mit Sicherheit vergast worden. Sobald Rollstuhl und Auto der Familie repariert sind, sollen sie abgeschoben werden. Dort hat die Familie dann immerhin ein Dach überm Kopf - nämlich einzig das Autodach.

In Unterlüß wurde ein in Eritrea Gefolterter mit Kirchenasyl vor Abschiebung solange geschützt, bis durchgesetzt wurde, dass er bleibt. Er nimmt an antifaschistischen Protesten teil und beweist damit wie toll er hier integriert ist !!

Eine neue Welt des Friedens und der Freiheit entsteht dort, wo Menschen Menschen schützen.

Unsere Regierenden betonen die Fluchtursachen bekämpfen zu wollen. Sie geben dem Autokraten Erdogan Geld und sehen zu wie er Menschenrechte massenhaft mit Füßen tritt.

Was aber sind eigentlich die wirklichen Fluchtursachen?

Aus gigantischen Nahrungs-, Blumen- und Genussmittel-Plantagen in Afrika und Asien ziehen Konzerne große Profite. Diese Länder sind billiger Rohstofflieferant, "verlängerte Werkbank" und Markt für Resteverwertung. Exportierte billige deutsche Hähnchenreste machen afrikanische Bauern zu Armutsflüchtlingen.

Landnahme, Versteppung, Klimawandel mit Hunger und Krieg als Folgen - Ursachen sind die Profitinteressen der Konzerne. Logisch dass Viele der Spur der Ernten, Rohstoffe und Billig-Konsumgüter dorthin folgen, wo sie genossen werden.

Der Rüstungskonzern Rheinmetall bietet Geflüchteten Ausbildungs- und Praktikumsplätze an (CZ 25.9.15).

Besser wäre, diese Heuchler würden ihre Waffenexporte einstellen.

Was meint ihr wieviele die flüchten mussten, haben schon unfreiwillig in die Rohre deutscher Waffenproduktion gesehen?

Wer Waffenexporte verdoppelt hat, sollte in der Flüchtlingsdebatte besser das Maul halten !!

Professorin Dr. Gesine Schwan hat aus der Geschichte 1933-45 gelernt und erklärte im Januar 2015: "Wenn die Diskrepanzen zwischen Arm und Reich immer größer werden, wenn vielen Menschen der Mittelschicht Prekariat und jederzeitiger sozialer Abstieg droht, dann sucht sich diese mit Ohnmacht gepaarte Angst eben als Blitzableiter jene Menschen, an denen sie ohne Gefahr ihre Wut abreagieren können."

Es sind die gleichen Gruppen von Menschen, die sozial und gesetzlich ausgegrenzt werden und obendrein Zielscheibe faschistischer Anschläge sind.

Zündeln und auf andere einschlagen – das können sie, aber sie sind zu feige sich gegen das eigene Ausgebeutet sein, zu wehren.

Es sind nicht Hüsein und Achmed, die den KollegInnen bei Amazon einen existenzsichernden Tarifvertrag verweigern. Es sind nicht Hüsein und Achmed die Postdienste und Kliniken privatisieren, das Renten- und Gesundheitswesen kaputt sparen.


Rassismus ist keine Lösung für soziale Probleme!!

Menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen für Alle.

Lasst ab vom profitgetriebenen Handel und der Klassifizierung der Menschen nach ihrer ökonomischen Verwertbarkeit. Öffnet den Sack der Reichen, holt die eingesparte Vermögenssteuer wieder heraus und schafft auch Obdachlosen, Behinderten und Geflüchteten ein menschenwertes Leben. Der mörderischen Rassen-Ideologie des Rechts des Stärkeren könnt ihr begegnen, indem ihr Abschiebeknäste öffnet und Geflüchteten statt diskriminierenden Einkaufs-Gutscheinen Bargeld gebt.

Sorgt dafür, dass es künftig kein Innenminister wagt, Familien zum Zwecke der Abschiebung auseinander zu reißen oder Menschen als "ausnützende Ausländer" zu diffamieren. Der Rote Mann mit dem langen Bart wird euch mit seiner Rute dabei kräftig unterstützen.

Apfel, Nuß und Mandelkern geb ich Nazis gar nicht gern.

Und für die FreundInnen des Plattdeutschen:

Kiek eens wat is de Himmel so rot, sünd Antifaschisten de backt dat Brot.

De backt den Wiehnachsmann sien Stuten, fär all de lütten Meckersnuten !!

Darum: Refugees wellcome !

Gemeinsam gegen Ausgrenzung, Rassismus und Rechtspopulismus.

Nur so wird’s ein schönes Weihnachtsfest.

Hoch die internationale Solidarität !

Bad Bevensen 19.12.15	 - Rede H-D Charly Braun
Bad Bevensen 19.12.15	 - Rede H-D Charly Braun
Bad Bevensen 19.12.15	 - Rede H-D Charly Braun
Bad Bevensen 19.12.15	 - Rede H-D Charly Braun
Bad Bevensen 19.12.15	 - Rede H-D Charly Braun
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Licht aus für Rassisten 2.0 HANNOVER

24. Januar 2015 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - Norddeutschland

+++Lest den gesamten Aufruf+++ :-) Lasst uns Courage zeigen - damit Hannover Bunt und Laut bleibt. Wir waren am 12.1 schon viele. Aber Hagida hat es NICHT gereicht.
Sie kommen wieder am 26.1.15 — PUNKT 19Uhr stehen sie Parat an der Oper.
WIR ALLE mobilisieren SCHON AB 18h !!!!!
Kundgebung an der Marktkirche. Beginn ist um 18:30. Falls ihr dort hin möchtet, solltet ihr trotzdem auf dem Weg mal am Opernplatz (18:00) vorbeigucken, denn auch dort werden Leute gebraucht!
Lasst UNS ALLE GEMEINSAM zeigen dass Hannover Bunt und Demokratisch ist. Lasst IHNEN KEINEN PLATZ. FREMDENFEINDLICHKEIT UND INTOLERANZ haben hier nichts zu suchen
Lasst uns Gesicht zeigen -
Wenn wir nicht zuammenhalten dann werden sie ihre faschistische hetze durch unsere Stadt tragen.

Lasst uns protestieren. ZUSAMMEN Friedlich und WIR LASSEN UNS NICHT SPALTEN VON HAGIDA!!! Bitte zeigt Gesicht und lasst uns gemeinsam auch diesmal VIELE auf die Strasse bekommen - als Beweis das es in der Stadt zu keiner Spaltung kommt. Wir wollen als breites Bündnis auftreten. Dieses Mal werden ALLE mit einbezogen.
WIR MÜSSEN ALLE GEMEINSAM Hagida zeigen dass sie nicht erwünscht sind. COURAGE IST DAS Stichwort. Sie werden es wenn - Wir halten zusammen. Stehen ZUSAMMEN. SIE WERDEN ES NICHT SCHAFFEN. Den wir bleiben. Also kommt am 26.1 alle nach Hannover. 18:00 Uhr Opernplatz

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scharf links 21.1.15 -- Keinen Meter für Hagida am 26.1.15 in Hannover

24. Januar 2015 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - Norddeutschland

scharf links 21.1.15  --  Keinen Meter für Hagida am 26.1.15 in Hannover

"Auch am 26. Januar 2015 soll HAGIDA nicht laufen"


anonymous - Bildmontage: HF

21.01.15
Antifaschismus, Bewegungen, Niedersachsen, News

von 'Fast Forward Hannover' und 'IL Hannover'

Auch am 26. Januar soll HAGIDA nicht laufen Erneut mobilisieren linke Gruppen gegen einen geplanten rassistischen Aufmarsch in Hannover

Angesichts der erneuten Ankündigung eines Aufmarsch des lokalen PEGIDA-Ablegers HAGIDA in Hannover läuft auch die Gegenmobilisierung wieder an. Linke Gruppen rufen zusammen mit Aktiven aus Gewerkschaften und studentischen Initiativen erneut zu Blockaden auf. Am 12. Januar verhinderte eine Blockade, dass HAGIDA durch die Innenstadt von Hannover ziehen konnten.

"2500 Menschen haben das gemeinsam und entschlossen verhindert, dass war großartig!" erinnert sich ein Sprecher der Interventionistischen Linken Hannover und fügt hinzu:
"Auch wenn sich bekannte Neonazis und rechte Hooligans unter den HAGIDA-TeilnehmerInnen befanden, haben sich die Blockierenden nicht auf deren Provokationen eingelassen. Auch auf den Einsatz von Schlagstöcken, Pfefferspray und Pferden durch die Polizei wurde deeskalierend reagiert."

Nicht nur bei der Teilnahme an Versammlungen besteht eine Zusammenarbeit zwischen extrem rechten und rechtspopulistischen AkteurInnen in Hannover.

"Das erneut RednerInnen aus den Reihen von AfD und "Die Hannoveraner" angekündigt werden, ist nicht überraschend, sondern bezeichnend. Immer wieder fallen Mitglieder von 'Die Hannoveraner' durch rechte Ausfälle auf und Teile der 'AfD' umwerben offensiv die lokalen 'PEGIDA-Ableger'." stellt ein Sprecher von 'Fast Forward Hannover' heraus.

Er meint: "Rassismus ist weder eine Erfindung von 'PEGIDA' noch ein Randphänomen dieser Gesellschaft. Eine rassistische Stimmung äußert sich auch in den Anschlägen auf Asylbewerberheime und tägliche Bedrohungen und Gewalttaten gegen Geflüchtete. Die Stimmungsmache geschieht nicht nur auf der Straße, sondern auch in den Parlamenten."

Der Treffpunkt für die gemeinsame Blockade ist um 18.30 Uhr auf dem Opernplatz. Die aufrufenden Gruppen laden alle Menschen ein sich zu beteiligen. Die gemeinsame Parole ist:
"HAGIDA läuft keinen Meter!"

Interventionistische Linke (iL) Hannover

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Bad Nenndorf 21.1.15 - erneuter Anschlag auf Nazi-Gegnerin

23. Januar 2015 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - Norddeutschland

Bad Nenndorf ist bunt 21.1.15 : wieder Anschlag auf Nazi-Gegnerin


Zum wiederholten Mal ist auf die 2. Vorsitzende von BNib ein feiger Anschlag verübt worden: ihr Fahrzeug wurde gestern (21.1.15) abend gegen 21.15 Uhr in Rodenberg vollständig entglast. Ein Anwohner bemerkte den Lärm und rief die Polizei, bei deren Eintreffen der/die Täter bereits verschwunden waren. Benachbarte Fahrzeuge wurden nicht beschädigt. Wir gehen von einer gezielten Aktion aus. Im Jahr 2012 waren innerhalb von 3 Monaten 3 Anschläge auf ihr Wohnhaus verübt worden. Es ist klar, dass hier EINE Person aus unserem Bündnis gegen Rechtsextremismus angegriffen wird, aber alle Bündnismitglieder und Antifaschisten gemeint sind! Es handelt sich in diesem und in vielen anderen Fällen in Niedersachsen und Deutschland keineswegs um einen „Rechts - Links - Konflikt“, wie von Behörden oft behauptet wird. Das schlichte Wort dafür ist: Faschistischer Terror! Terror, wie er bereits in den zwanziger und dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts von Nazis ausgeübt wurde, um ihre Gegner einzuschüchtern. Und als Gegner werden alle Menschen betrachtet, die nicht in ihr rassistisches und antidemokratisches Weltbild passen.

Diesen Angriffen auf die Demokratie müssen wir solidarisch entgegentreten!

Wir lassen uns nicht einschüchtern und mundtot machen!

Gemeinsam sind wir stark!


- - - Theater im Gymnasium Bad Nenndorf : Draußen vor der Tür“ von Wolfgang Borchert.

Nach dem großen Erfolg des Stückes „Einer flog übers Kuckucksnest“ inszeniert die Theater-AG des GBN nun das bekannte Nachkriegsdrama „Draußen vor der Tür“, das auch in vielen Deutschkursen zum Thema Nachkriegsliteratur gelesen wird.

Die Premiere fand am Mittwoch, 14.01.2014 im Forum des Gymnasiums Bad Nenndorf statt.

Der dritte und letzte Aufführungstermin ist Freitag, der 23.01.14 um 19:30 Uhr im Gymnasium Bad Nenndorf.

Die Spieldauer beträgt 140 Minuten zzgl.
Pause.

- - - Anlässlich des Holocaust - Gedenktages findet am Dienstag, 27.1. um 17.30 Uhr am Gedenkstein in der Kurhausstraße in BN eine Gedenkfeier statt. Ab 18 Uhr wird im gegenüberliegenden Kino der Film "Im Labyrinth des Schweigens" gezeigt (Eintritt 7,50 Euro, ermässigt 5,00 - siehe Pressemitteilung im Anhang).

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DGB-Heidekreis unterstütz Demo gegen Pegida 19.1.15 Walsrode

16. Januar 2015 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - Norddeutschland

Deutscher Gewerkschaftsbund
ERKLÄRUNG DGB Heidekreis

Für eine solidarische und gerechte Gesellschaft – Gemeinsam gegen Ausgrenzung, Rassismus und Rechtspopulismus.

Kommt zur Demo "Toleranz, Vielfalt und Frieden"

Montag 19. 1.2015 um 18 Uhr Walsrode Rathausplatz (wird evtl. verlegt zum Stadtplatz / Kleiner Graben)


Wir GewerkschafterInnen wenden uns gegen die Pegida-Demonstrationen in Dresden und anderswo. Die sind gefährlich, weil sie den Boden für rassistische Übergriffe bereiten und die Bevölkerung spalten. Unterm Deckmantel des Protestes gegen eine angebliche Islamisierung wird gegen Flüchtlinge im Allgemeinen und Menschen islamischen Glaubens im Besonderen gehetzt. Dabei beklagen die Pegida-Wortführerenden die Opfer des Terrors durch den Islamischen Staat und organisieren jeden Montag Demonstrationen gerade auch gegen die Menschen, die vor dem Terror des IS fliehen.

Den OrganisatorInnen von Pegida geht es allein um Populismus. Es werden Ängste um soziale Sicherheit, Erwerbslosigkeit und ein gesellschaftliches Miteinander benutzt, um Rassismus zu schüren. Gleichzeitig wähnen sich Nazis durch diese Aktionen bundesweit im Aufwind. Es gibt einen rasanten Anstieg von Gewalttaten und Anschlägen. Die Nachahmer von Pegida entpuppten sich dabei nicht selten als Initiativen von organisierten Nazis.

Solidarität statt Pegida

Als GewerkschafterInnen ist uns die Unterstützung der bundesweiten Proteste gegen Pegida und ihrer Ableger ein wichtiges Anliegen. Solidarität ist die Grundlage unserer gewerkschaftlichen Arbeit. Wir wollen und werden uns nicht aufgrund unterschiedlicher Nationalitäten, Herkunft oder Religion spalten lassen. Wir werben außerdem für die Unterstützung des Internetaufrufes "1 Mio. Unterschriften gegen Pegida".
https://www.change.org/p/1-mio-unterschriften-gegen-pegida-nopegida?after_sign_exp=member_sponsored_donation


Unsere Solidarität gilt allen Menschen, die aufgrund von Krieg, Terror, Verfolgung oder Armut ihre Heimat verlassen mussten und als Flüchtlinge und Asylsuchende in unser Land kommen. Sie gilt auch denjenigen MigrantInnen, die seit Jahren mit ihrer Arbeit zu Wachstum, Wohlstand und Vielfalt in Deutschland beitragen.
"Die Gewerkschaftsbewegung in Deutschland ist ihrer Tradition und Geschichte verpflichtet: Demokratie und Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz leiten seit jeher unser Handeln." (DGB-Grundsatzprogramm)

Die rassistischen Proteste und Vorurteile gegenüber Flüchtlingen und MigrantInnen nähren sich auch aus Abstiegsängsten vieler Menschen. Die Ängste werden durch zahlreiche Lügen über ansteigende Kriminalität usw. geschürt. Als Gewerkschaften wollen wir über die wirklichen Fakten aufklären.
Pegida, AfD & Co versuchen, Sozial- und Bildungsabbau, die Rente mit 67 und anderes für ihre Propaganda auszunutzen. Aber nicht MigrantInnen und Flüchtlinge sind schuld an Arbeitsplatzabbau, fehlendem sozialem Wohnungsbau, Hartz IV, Privatisierungen und einer unsozialen Politik. Nicht MigrantInnen und Flüchtlinge verweigern zum Beispiel den KollegInnen bei Amazon vernünftige Arbeitsbedingungen und einen Tarifvertrag. Nicht sie sind es, die für eine ausufernde Befristungspraxis in den Betrieben verantwortlich sind.


"Wenn Teile der Politik und der Wirtschafts- und Arbeitgeberverbände dem Sozialstaat, Arbeitnehmerrechten und dem Flächentarifvertrag grundsätzlich den Kampf ansagen, ist es eine prinzipielle und aktuelle Aufgabe der Gewerkschaften, gegen eine Systemwende nach rechts, gegen den Marsch in einen ungezügelten Kapitalismus, Widerstand zu leisten." (DGB-Grundsatzprogramm)

Soziale Gerechtigkeit statt Rassismus !


Wir rufen auf, die Probleme dort anzugehen, wo sie verursacht werden. Wir streiten für eine solidarische Gesellschaft, in der Einkommen, Vermögen und Lebenschancen gerecht verteilt sind. Wir rufen auf, gemeinsam mit uns in und außerhalb der Betriebe und Einrichtungen aktiv zu werden für soziale Verbesserungen, für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen. Und wir rufen auf, sich an den Protesten gegen Pegida, AfD und andere RassistInnen und Nazis zu beteiligen.


In den anstehenden Tarifrunden, wie z.B. Metallindustrie, Sozial- und Erziehungsdienst, Landesbeschäftigten, Post, aber auch bei anderen betrieblichen Protesten werden sich KollegInnen mit und ohne deutschen Pass gemeinsam für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen einsetzen. Gemeinsam sind wir auch aktiv für ausreichende Sozialleistungen, eine auskömmliche Rente und Rekommunalisierung öffentlicher Dienstleistungen. In Verbindung mit der Aufklärung über die falschen Argumente von Pegida und Co. ist dies das beste Mittel im Kampf gegen Nazis und Rassisten.


"Die Gewerkschaften treten allen Erscheinungsformen von Extremismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit – auch in den eigenen Reihen – entgegen. Wir werben für Offenheit gegenüber Fremden und Zugewanderten und unterstreichen unsere Verpflichtung, uns in den Betrieben und Verwaltungen für Toleranz einzusetzen." (DGB-Grundsatzprogramm)

Für eine solidarische und gerechte Gesellschaft – Gemeinsam gegen Ausgrenzung, Rassismus und Rechtspopulismus.

ViSdP: DGB, H-D Charly Braun, Bahnhofstr. 17, 29614 Soltau

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20.12.14 Demo gegen Sonnwendfeier auf Hof Nahtz Eschede

20. Dezember 2014 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - Norddeutschland

Sonnabend 20.12.2014

Nach den Rechten schauen - Keine Nazisonnwendfeier in Eschede

Wie wir erst jetzt erfahren haben, gibt es am kommenden Samstag (20. Dezember 2014) doch eine Sonnwendfeier auf dem Hof Nahtz in Eschede. Im Rahmen dieses sog. Brauchtumsfestes, wie die Rechtsextremen es bezeichen, findet auf dem Hof auch eine Versteigerung statt, deren Erlös dem Ehepaar Nahtz zugute kommen soll.

14.00 Uhr Kundgebung gegen Rechtsextremismus

Da wir dieses Treffen von Neonazis nicht einfach protestlos hinnehmen wollen, findet am Samstag, dem 20. Dezember 2014, um 14.00 Uhr eine "Kundgebung gegen Rechtsextremismus" an der L 281 in Eschede statt. Im Gegensatz zu früheren Demos versammeln wir uns diesmal nicht zuvor am Bahnhof in Eschede, sondern treffen uns gleich an der Abbiegung zum Hof Natz an der L 281, Kreuzung Am Dornbusch / Zum Finkenberg.

18.00 Uhr Lichter gegen Extremismus

Unter dem Titel „Lichter gegen Extremismus“ findet am Samstag um 18.00 Uhr auch eine Andacht vor dem Bahnhof in Eschede statt. Die Teilnehmer werden gebeten, Kerzen mitzubringen. Veranstalter sind der „Arbeitskreis `Gemeinsam gegen Extremismus` Eschede“ und die Ev.-luth. Kirchengemeinde Eschede.

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