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Kirche Bad Fallingbostel 22.6.13 letzter Kulturgottesdienst mit Pastor Schwarz (dann wird er trotz vieler Freunde von den ganz schwarzen Gläubigen gegangen)

13. Juni 2013 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kirche

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Letzter Kulturgottesdienst von Pastor Schwarz in Bad Fallingbostel Sa. 22.6.2013 um 19.30 Uhr
 
Schritt für Schritt in Paradies...
 
Die Texte der Ton Steine Scherben waren 2008 der Auslöser, die Reihe der Kulturgottesdienste zu beginnen. Für den Abschied aus Bad Fallingbostel kommen die Musiker des ersten Kulturgottesdienstes noch einmal zusammen.
 
Peer Schober, der fast alle Kulturgottesdienste an der Orgel begleitet hat, Sänger Daniel Durst und Wolf Schwarz, Gitarrist der Scherbennachfolger "Neues Glas".
 
 Im Jahr 367 findet sich zum ersten Mal eine Liste, in der die biblischen Bücher aufgezählt werden. Keine autoritäre Anordnung einer Amtskirche hat zu dieser Liste geführt, sondern es war ein Abstimmung mit dem Bauch. Die Texte, die den Menschen aus der Seele gesprochen haben wurden in die Bibel aufgenommen. Das Hohelied der Liebe - eine Sammlung frühorientalischer Liebeslyrik - findet sich darunter, während hochtheologische Texte keinen Eingang in den Kanon der heiligen Schrift gefunden hat.
 
Was den Menschen aus der Seele spricht - rund 1600 Jahre später schrieb der Sänger Rio Reiser Texte, die den Menschen aus der Seele sprachen. Worte voller Sehnsucht und Zärtlichkeit, Zeilen voller Wut und Verzweiflung. Es sind andere Worte, eine andere Sprache, aber was diese Texte ausdrücken gleicht in vielem den Worten der Bibel.
 
Lassen sie sich überraschen von den vielen Gemeinsamkeiten, lassen sie sich berühren von der Poesie und lassen sie sich mitreißen von der Energie der Musik.
Und fühlen Sie sich eingeladen, mit uns ein schönes Abschiedsfest aus einer tollen Gemeinde zu feiern.
 
  
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Harke 22.2.13 -- Landesarbeitsgericht: 10.000 Euro Abfindung für Peter Jilani

23. Februar 2013 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kirche

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Hannoversche Allgemeine 30.1.13 -- Widerstand gegen Pastor-Rauswurf

31. Januar 2013 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kirche

Titel der Printausgabe HAZ 30.1.13:
     Himmel hilf - die "Internationale"!
   Unkonventionellem Pastor droht Rauswurf
___________________________________________________________________________________________________
HAZ.de   30.01.2013
Landeskirche vermittelt
Pastor droht der Rauswurf
Von Gabriele Schulte
30.01.2013 08:13 Uhr

Er ist unkonventionell und lässt im Gottesdienst schon mal einen Gewerkschaftsschor auftreten. Ein junger Pastor aus Bad Fallingbostel, der mit seinen Aktionen viele Menschen in die Kirche lockte, die mit Religion sonst nicht so viel zu tun haben, verliert möglicherweise seinen Job.
In der Gemeinde brodelt es: Die St.-Dionysius-Kirche in Bad Fallingbostel.
In der Gemeinde brodelt es: Die St.-Dionysius-Kirche in Bad Fallingbostel.
© adi
Bad Fallingbostel. Ein vom Rauswurf bedrohter Pastor, ein im Zorn zurückgetretener Vorsitzender des Kirchenvorstands - in der großen evangelischen Gemeinde St. Dionysius in Bad Fallingbostel hängt der Haussegen schief. Die Situation scheint so verfahren, dass die Landeskirche erstmals in ihrer Geschichte zwei Mitarbeiter zu einer „außerordentlichen Visitation“ zu Hilfe schicken will. „Das ist eine Instanz, die beide Seiten wahrnimmt“, sagt ein Sprecher der Landeskirche. „Die können sich ausreichend Zeit nehmen.“
Ein wenig dürfte es wohl dauern, den seit etlichen Monaten schwelenden Konflikt um die angeblich mangelnde Teamfähigkeit des jungen Pastors auszuräumen. Vor eineinhalb Jahren hat Florian Schwarz eine der beiden Pastorenstellen in der fast 5000 Mitglieder zählenden Gemeinde übernommen. „Es gab praktisch von Anfang an Probleme innerhalb des Teams der Hauptamtlichen“, sagt Klaus Hackbarth vom Kirchenvorstand. Nach monatelangen vergeblichen Klärungsversuchen habe der Kirchenvorstand dem Pastor schließlich nahegelegt, sich eine neue Stelle zu suchen. Schwarz sei zunächst einverstanden gewesen, habe seine Zustimmung dann aber zurückgezogen.
„Ich möchte gerne bleiben“, sagt er nun. 547 Unterstützer haben ihm auf Unterschriftenlisten öffentlich ihre Solidarität bekundet. Gemeindemitglied Harry Vogt und seine Frau Adelheid gehören dazu. „Er macht gute Arbeit, seine Predigten sind prägnant“, sagt der 76-jährige Bad Fallingbosteler. „Seine Kulturgottesdienste haben uns gefallen.“ Die besondere Gottesdienstform, die Schwarz zuvor schon in Cuxhaven erfolgreich anbot, lockt auch sonst kirchenferne Menschen mit ungewöhnlichen Angeboten: ein Stummfilm mit Orgelbegleitung, Puppentheater, Filmmusik zum Thema „Das Böse“. In Zwischentexten und Gebeten schafft der Pastor stets einen Bezug zu biblischen Botschaften. So auch beim Auftritt des DGB-Chores, der vorn am Altar sogleich die „Internationale“ anstimmte.
In den gut gefüllten Bankreihen saßen an jenem Sonnabend ungewöhnlich viele Gewerkschafter aus der Region, unter anderem Karl-Heinz Röder aus Schneverdingen. „Wir haben gleich gesagt, der Pastor wird da nicht sehr lange überleben“, erinnert er sich. Doch die Beteiligten in Bad Fallingbostel beteuern, dass der Streit keinen politischen Hintergrund habe. „An der Arbeit als solches habe ich nichts auszusetzen gehabt“, sagt der unlängst zurückgetretene Vorsitzende des Kirchenvorstands, Karl-Heinz Bargholz.
Der junge Geistliche selbst, Sohn eines engagierten und ebenfalls nicht konfliktscheuen früheren hannoverschen Pastors, will sich zur Debatte nicht äußern. Er hoffe jedoch, dass es nach dem Besuch aus dem Landeskirchenamt konstruktiv weitergeht. Am Dienstagabend saß der Kirchenvorstand in nicht öffentlicher Sitzung zusammen und beriet über die Zukunft.
 
 
Quelle: HAZ, 30.01.2013
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Harke 2.5.12 -- ev. Kirche entmachtet kleine Gemeinden

2. Mai 2012 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kirche

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ARD 29.1.12 um 17.30 h -- Neonazi, Mörder, Pastor

22. Januar 2012 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kirche


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Am Sonntag, dem 29. Januar 2012, strahlt die ARD um 17.30 Uhr einen 30-minütigen Beitrag über den Lebensweg des früheren Neonazis Johannes Kneifel (Eschede) aus.

 

Vom Saulus zum Paulus

Johannes Kneifel ist 17, als er zusammen mit einem Freund in Eschede den Obdachlosen Peter Deutschmann erschlägt, weil der seine rassistischen Gedanken nicht teilt. Gewalt gehört in Johannes Kneifels Leben innerhalb der Celler Naziszene zum Alltag. Für den Totschlag muss der Neonazi für fünf Jahre ins Gefängnis. Dort bleibt er zunächst seiner braunen Ideologie treu, selbst die Psychologen und Sozialarbeiter geben ihn mit der Zeit auf. Die Wende beginnt, als er mit dem Seelsorger einer Kirchengemeinde ins Gespräch kommt. Johannes Kneifel erkennt, dass sein von Gewalt und Rassismus geprägter Weg in eine Sackgasse führt und findet zum Glauben und zu Gott. Auf ihn vertraut er heute. Nach seiner Entlassung beginnt er ein Theologiestudium, in einem Jahr wird er Pastor sein. Die Tat und die Zeit im Gefängnis werden Johannes Kneifel sein Leben lang begleiten, ebenso die Schuldgefühle und die Scham. Er hat sich damit auseinandergesetzt, ist ein reflektierter, kluger junger Mann.

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taz.de 20.12.11 -- Stolzenau: Kirche entläßt Flüchtlingsberater

20. Dezember 2011 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kirche

taz.de NORD 20.12.2011
Nach den tödlichen Schüssen von Stolzenau
Die Krux des Schweigens
Ein Mitarbeiter der Kirche hatte das Jugendamt im Fall der erschossenen Souzan kritisiert. Ihm wurde fristlos gekündigt - er habe die Schweigepflicht verletzt.
von Emilia Smechowski
Trauer um Souzan: eine Besucherin bei der Beerdigung auf dem Stadtfriedhof Lahe in Hannover.  Bild:  dapd

HAMBURG taz | Mehr als zwei Wochen, nachdem Ali Bakarat seine 13-jährige Tochter Souzan im niedersächsischen Stolzenau erschossen hat, ist dem dortigen Flüchtlingsberater der Kirche fristlos gekündigt worden. Er habe seine Schweigepflicht verletzt. Peter Jilani war 20 Jahre lang als Migrations- und Flüchtlingsberater in der Diakonie tätig - und betreute auch Familie Bakarat. Nach der Tat kritisierte er öffentlich - in der Lokalzeitung Die Harke am Sonntag - das Jugendamt und den zuständigen Landkreis. Die Mitarbeiter hätten das Mädchen nicht aus der Familie nehmen dürfen.
"Ich stehe weiterhin zu meiner Kritik", sagt der 64-jährige Jilani der taz. "Wenn es richtig gewesen wäre, das Mädchen aus der Familie zu holen, dann würde sie doch jetzt noch leben, oder?"
Souzan Bakarat war sechs Monate vor ihrem Tod in eine betreute Jugendeinrichtung gezogen. Jilanis Meinung nach habe die Familie kurz vor einer Annäherung gestanden, die Androhung des Jugendamts jedoch, den Eltern das Sorgerecht zu entziehen, sei wohl der berühmte "letzte Tropfen gewesen, der dass Fass zum Überlaufen brachte".
Am 5. Dezember schießt Ali Bakarat auf offener Straße seine 13-jährige Tochter nieder.
Kurz davor hatten Eltern und Tochter sich in einer Jugendhilfeeinrichtung zu einem Gespräch getroffen. Geregelt werden sollte dabei der weitere Kontakt zwischen den in Nienburg lebenden Eltern und der in Stolzenau untergebrachten Tochter.
Gestorben ist Souzan laut vorläufigem Obduktionsergebnis durch mehrere Schüsse in den Kopf und den Oberkörper.
Beigesetzt wird sie neun Tage später auf dem Friedhof in Hannover-Lahe - auf einem Feld, auf dem Jesiden in Richtung aufgehender Sonne beerdigt werden. Mehrere Hundert Trauergäste nehmen an der Beerdigung teil.
Ein Haftbefehl gegen Bakarat ergeht einen Tag nach den Schüssen durch das Amtsgericht Verden.
Gegen seine fristlose Kündigung vom Freitag will Jilani jetzt klagen. Sein ehemaliger Arbeitgeber, der evangelische Kirchenkreis Stolzenau-Loccum, gab in einer schriftlichen Erklärung bekannt: "Die Einhaltung von Verschwiegenheit in Seelsorge und Beratung ist in unserer evangelischen Kirche ein unaufgebbares Gut." Die Entscheidung zur Kündigung hätten sich die Verantwortlichen nicht leicht gemacht.
Sie bedauere, dass die Kündigung so kurz vor Weihnachten ausgesprochen werden musste, sagt Superintendentin Ingrid Goldhahn-Müller der taz. "Aber ich sehe es nach wie vor so, dass Interna aus der Diakonie nicht an Zeitungen getragen werden dürfen. Damit verspielen wir uns jegliches Vertrauen."
Auf die Frage, inwieweit das Verschwiegenheitsgebot auch gelte, wenn der Fall auf dramatische Weise, aber doch auf eine Art abgeschlossen ist, sagt Goldhahn-Müller: "Meines Erachtens nach gilt es in der Kirche immer." Alles weitere müsse gegebenenfalls das Arbeitsgericht klären. Der Landkreis, der von Jilani so heftig kritisiert worden war, möchte sich der taz gegenüber nicht äußern. Auch nicht darüber, inwieweit der Fall Bakarat jetzt beim zuständigen Jugendamt aufgearbeitet werde.
Indes fahndet die Polizei weiter nach Ali Bakarat - mittlerweile hat sie ein Foto von ihm veröffentlicht. Am 8. Dezember war bereits ein Versuch gescheitert, Bakarat in einem Mehrfamilienhaus im nordrhein-westfälischen Minden zu verhaften. Die Polizei hatte ihn dort vermutet, weil unter anderem das Fluchtauto ganz in der Nähe gefunden worden war. Mittlerweile gehen die Beamten von einer geplanten Tat aus, der Täter habe die Flucht gut vorbereitet - und dabei höchstwahrscheinlich Hilfe gehabt. Nun wird befürchtet, dass Bakarat sich ins Ausland abgesetzt hat.
Auch die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY … ungelöst" hatte sich des Falls angenommen. Seitdem sollen 15 Hinweise bei der Polizei eingegangen sein, jedoch keine heiße Spur. Mittlerweile arbeitet die Polizei mit Zielfahndern sowie einer 20-köpfigen Mordkommission. Außerdem hat sie international um polizeiliche Unterstützung gebeten.
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  • 22.12.2011 13:15 Uhr
    von Danny:
    ‎""Die Einhaltung von Verschwiegenheit in Seelsorge und Beratung ist in unserer evangelischen Kirche ein unaufgebbares Gut." da hat mal jemand das Rückgrat äussere und innere frei Meinungsäusserung und angemessene Kritik zu üben und die Diktatur schlägt zurück.
  • 22.12.2011 13:13 Uhr
    von Christina:
    das ist doch mal einer, der von den Verursachern spricht, obwohl das Kinderheim ein freier Jugendhifeträger ist, fällt somit der Blick endlcih mal auf die Nutzniesser dieser, finaziellen Hilfenehmer und nicht angemessenen Hifegeber; der katholischen und evangelischen Kirche als Träger der momentan wie aus dem Boden schiessenden Wohngruppen und ehemals vielfältigen Kinderheime. Aktuell werden bevorzugt Kinder aus finanziell gut gestellten Familien abgeworben und aufgenommen. Kinder, die tatsächlich nicht genug Halt haben, an Alkohol kommen, abgängig werden und schwierig sind, werden wieder zu ihren Eltern nach jahrelanger "Hilfe" geschoben oder in Heime, die noch mehr ein Krisenfeld kollabierend für Kinder darstellen. Nichts zuvergessen, die ganzen eskalierenden Sorgerechtsverfahren, wo die Eltern nicht als alleinige Verursacher gesehen werden.............Die kirchlichen Träger sind oft schon, z.B. Träger sämtlicher Ganztagschulen, wie z.B. in Eschweiler, wo aus dem Kinderheim auch gleich Verfahrensbeistände gestellt werden, die aber definitiv nicht die besten Interessen des Kindes und ihren Willen vertreten, sondern rein wirtschaftliche Aspekte eines kranken Finanzsystems im Schatten der Kirche, welche als E.V. nochmals ganz anders ihren Umsatz refinanzieren können, z.B. an der Einkommensteuer vorbei. Wer sich länger und tiefer mit dem Thema beschägtigt kann genauestens sehen, worum es eigentlich beim "Kinderschutz" und "Kinderrechte". Souzan und weitere Kinder zahlten de "Preis"! Für Was?
  • 22.12.2011 13:10 Uhr
    von Christina:
    Völlig zu Recht hätte Souzan angemessen Hilfe in ihrer Familie erhalten sollen. Diese Kinder werden abgeworben gegen ihre eigenen Eltern besonders in der Pubertät im Namen ihrer scheinbaren "Freiheit" mit einem anderen Leben umworben. Rein das Ergebnis zeigt die Qualität, auch symbolisch wie es um die "Dienstleistung" des Jugendamtes und der Jugendhilfeträger tatsächlich bestellt ist. Sehr viele Kinder und ihre Familien kommen zu schaden. Souzans zeigt es in krassester Auswirkung.
  • 21.12.2011 13:18 Uhr
    von Boiteltoifel:
    Herrlich. Endlich die Erklärung für den Tod des Mädchens: Wieder ist eine Behörde schuld! Bislang nur in den Augen eines Kirchenmitarbeiters. Demnächst dann in allen Zeitungen.

    Hat mal jemand darüber nachgedacht, was los wäre, hätte sich das Jugendamt nicht um das Mädchen gekümmert? Ich denke, das wäre dann etwa:

    Schwanger mit 14, da das Mädchen für eine Heirat mit 13 leider noch zu jung ist. Selbstmord mit 15, weil sie so ein Leben nicht führen möchte. Ach ja. Und daran wäre selbstverständlich das Jugendamt schuld gewesen. Die hätten das Mädchen doch rechtzeitig aus der Familie holen müssen. Und warum hat man den Eltern nicht das Sorgerecht entzogen?

    Ich kann dieses Behörden-Bashing langsam echt nicht mehr hören. Warum ist nicht der Mörder der Schuldige???
  • 21.12.2011 13:16 Uhr
    von Dirk Jäckel:
    Ob Schweigepflicht oder nicht: Jalanis Logik scheint mir abstrus: Wäre sie in der Obhut ihres geprügelt und jetzt auch geplant gemordet habenden Vaters geblieben, wäre also alles gut geworden? Vielleicht sollte man einfach über bessere Sicherheitskonzepte in solchen Situationen nachdenken, nachdem das Kind völlig zu Recht - wie sich herausstellt - diesem "Vater" entzogen worden ist?
  • 20.12.2011 22:21 Uhr
    von Hatem:
    Herr Jilani folgt einer absurden Logik: Nicht der eiskalte Vater, der seine Tochter geplant hinrichtet, ist Schuld, sondern das Jugendamt, das der Tochter beisteht in ihrem Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben?

    Jilanis Logik akzeptiert die Gewalttätigkeit und Menschenverachtung des Vaters und fordert dasselbe von den Behörden. Wo lebt Herr Jilani? Ist sein Wertesystem das eines aufgeklärten Mitteleuropäers?

  • 20.12.2011 19:54 Uhr
    von Johnny Cynic:
    Vielleicht, liebe Emilia, solltest Du die Fakten Deines Artikels noch einmal abgleichen.
    Wie kann eine offenbar überlegt geplant Tat (so im Text bezeichnet) durch einen "Tropfen der das Fass zum überlaufen brachte" ausgelöst werden?
    War es nun geplant oder im Affekt?
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HamS-online.de 18.12.11 -- Kirche entläßt engagierten Flüchtlingsberater

18. Dezember 2011 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kirche


Die Harke am Sonntag HamS-online.de 18.12.11

Peter Jilani fristlos entlassen
Nach Vorwürfen im Mordfall Souzan trennt sich die Kirche von ihrem Flüchtlingsberater
 
Der Kir­chen­kreis Stol­zenau-Loc­cum hat sei­nen Flücht­lings­be­ra­ter Pe­ter Jilani Frei­tag­mor­gen nach den Äuße­run­gen we­gen des Mor­des an der 13-jäh­ri­gen Souzan an die Luft ge­setzt.
Stol­zenau. Pe­ter Jilani (63) sitzt auf der Straße: Der Flücht­lings­be­ra­ter des Dia­ko­ni­schen Wer­kes er­hielt Frei­tag­mor­gen die frist­lose Kün­di­gung. Nach In­for­ma­tio­nen der Harke wird dem ge­bür­ti­gen Pa­ki­sta­ner ein Ver­stoß ge­gen das Schwei­ge­ge­bot vor­ge­wor­fen.
Jila­ni, der am Mon­tag 64 Jahre alt wird, lebt seit 32 Jah­ren in Deutsch­land. Seit 20 Jah­ren ar­bei­tet er als Flücht­lings­be­ra­ter der Dia­ko­nie im Kir­chen­kreis Stol­zenau-Loc­cum. Jilani ist seit ver­gan­ge­ner Wo­che sei­tens der Kir­che und der Ni­en­bur­ger Kreis­ver­wal­tung we­gen sei­ner Äuße­rung zum Mord­fall der 13-jäh­ri­gen Souzan aus Ni­en­burg-Hol­torf mas­siv in die Kri­tik ge­ra­ten. Auch die Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Se­bas­tian Eda­thy (SPD) und Katja Keul (Grü­ne) mach­ten in der Harke ih­ren Un­mut ü­ber Jila­nis Äuße­run­gen deut­lich.
­Souzan war am Mon­tag ver­gan­ge­ner Wo­che von ih­rem Va­ter, dem Ira­ker Ali Ba­ra­kat (35) nach ei­nem ge­schei­ter­ten Ver­söh­nungs­ge­spräch in Stol­zenau auf of­fe­ner Straße vor den Au­gen der Mut­ter (34) er­schos­sen wor­den.
Jilani hatte die Fa­mi­lie be­treut. Dem Land­kreis warf er vor, die 13-Jäh­rige aus der Fa­mi­lie ge­nom­men zu ha­ben. Das sei ein Feh­ler ge­we­sen. Statt des­sen hätte eine Fa­mi­li­en­pfle­ge­rin ein­ge­setzt wer­den sol­len. Ge­genü­ber den Behör­den soll Souzan als Grund für ihre Ab­kehr von ih­rer Fa­mi­lie ge­nannt ha­ben, dass sie vom Va­ter ver­prü­gelt werde und zu Hause auf die klei­ne­ren Brü­der auf­pas­sen müs­se. Außer­dem dürfe sie sich nicht ver­ab­re­den und nicht in die Stadt ge­hen. Jilani wirft dem Kreis auch vor, dass sie den El­tern die Er­zie­hungs­be­rech­ti­gung für ihre Toch­ter ent­zie­hen wollte – nur we­nige Tage vor der Tat. „Das war wohl der berühmte letzte Trop­fen, der das Fass zum Ü­ber­lau­fen ge­bracht hat”, sagte Jilani ver­gan­gene Wo­che in ei­nem Harke-Ge­spräch.
Jilani ar­bei­tete auch einen Tag in der Wo­che für den Kir­chen­kreis Ni­en­burg. Des­sen Su­per­in­ten­dent Mar­tin Lech­ler Frei­tag auf An­frage der Harke zur Kün­di­gung: „Das ist ein schwe­ben­des Ver­fah­ren. Ich äußere mich dazu nicht. Das liegt in der Hand des Kir­chen­kreis­vor­stands Stol­zenau.” Des­sen Vor­sit­zende ist Su­per­in­ten­den­tin Dr. In­grid Gold­hahn-Mül­ler. Von ihr war am Frei­tag keine Stel­lung­nahme zu be­kom­men. Der Harke sagte sie al­ler­dings ver­gan­gene Wo­che nach Jila­nis Äuße­rung: Ein mög­li­cher Ver­stoß ge­gen das Schwei­ge­ge­bot und das „ei­gen­mäch­tige Han­deln ohne Ein­be­zug der Dienst­vor­ge­setz­ten” müsse ge­prüft wer­den.
Jila­nis Kün­di­gung sorgte am Frei­tag bei Mi­gran­ten für Bestür­zung. „Wir sind tief trau­rig. Pe­ter Jilani wurde kurz vor Weih­nach­ten von der Kir­che ohne Geld auf die Straße ge­setz­t”, mailte Ra­sit Kahraman aus Reh­burg-Loc­cum der Har­ke. „Er hat sich im­mer und ohne Un­ter­schied für die Sor­gen der Men­schen ein­ge­setzt. Nun wird es ein trau­ri­ges Weih­nach­ten, für viele Men­schen aus al­ler Welt in der Re­gion von Stol­zenau und für die Fa­mi­lie von Pe­ter Jila­ni. Er hat einen Feh­ler ge­macht und sich bei der Kir­che ent­schul­digt. Wir ap­pel­lie­ren – auch als Chris­ten, als Mus­lime und An­ders­gläu­bige – an die Kir­che, ihn wie­der auf­zu­neh­men. Wir brau­chen Pe­ter Jilani und seine Hilfe als Kir­chen­kreis-Mit­ar­bei­ter beim Dia­ko­ni­schen Werk.”
Ra­sit Kahraman kün­digte an, Un­ter­schrif­ten ge­gen die Kün­di­gung zu sam­meln.
­Der Kurde Ha­sit Ak­bas (37) aus Ni­en­burg sagte am Frei­tag der Har­ke: „Als ich vor fast 18 Jah­ren aus der Tür­kei nach Ni­en­burg kam, war Pe­ter Jilani der erste Men­sch, der mir ge­hol­fen hat. Die Hil­fe, die er mir ge­ge­ben hat, ist un­be­schreib­lich. Jetzt in der Weih­nachts­zeit sei­nen Job zu ver­lie­ren, tut weh. Ich weiß nicht, um was es geht und was er ge­sagt hat, aber je­der Mensch kann einen Feh­ler ma­chen. Er hat so vie­len Men­schen ge­hol­fen, egal aus wel­chem Land sie ka­men, wel­chen Glau­ben sie ha­ben, er hat eben al­len ge­hol­fen.”
vom 18.12.2011 | Ausgabe-Nr. 51
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NDR.de 19.5.11 -- Kirchensegen für Nazi

19. Mai 2011 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kirche

Streit um Kirchensegen für NPD-Politiker

Eine Kerze wird zur Andacht angezündet. © dapd Fotograf: Danny Gohlke Detailansicht des Bildes Gemeindepastor Beneke verteidigt die geplante Feier. "Die Kirche muss zwischen Person und Sache trennen", sagt er. In der Gemeinde Ahlerstedt im Landkreis Stade hat am Donnerstag eine kirchliche Andacht für die Goldene Hochzeit des NPD-Politikers Peter Brinkmann und dessen Frau stattgefunden. Die Veranstaltung ist über den Ort hinaus heftig umstritten: Darf ein Pastor einen als rechtsextrem geltenden Politiker segnen? Kritiker lehnen die Segnung ab, da die als rechtsextrem geltende Einstellung des Kommunalpolitikers für sie Zweifel an der redlichen Einstellung zu Kirche und Demokratie aufkommen lasse. Die Hannoversche Landeskirche hingegen unterstützt die umstrittene Feier.

 

Bürgermeister hat keine Bedenken

Zustimmung kommt auch von Ahlerstedts Bürgermeister Uwe Arndt (Freie Wählergemeinschaft). "Ich werde an der Andacht teilnehmen", erklärte er am Mittwoch gegenüber NDR.de. Er habe lange überlegt und sich schließlich dafür entschieden, "weil ich dem Ehepaar zur Goldenen Hochzeit gratulieren will." Würde er wegbleiben, würde das für Diskussionen sorgen, die der NPD eine Plattform böten, glaubt der Bürgermeister.

Arndt ist der Ansicht, dass man im Fall Brinkmann differenzieren müsse: "Der Mann ist Mitglied bei der NPD, aber auch in der Gemeinde Ahlerstedt." Bei der zurückliegenden Kommunalwahl habe die NPD einen Sitz im Samtgemeinderat bekommen. Aus Brinkmanns Ausführungen habe man in den vergangenen fünf Jahren nie erkennen können, dass er NPD-Mann ist, sagt Arndt. Die Gemeinde habe sich immer ganz klar von der NPD distanziert.

"Zwischen Personen und Sache trennen"

Auch der evangelische Gemeindepastor Detlef Beneke verteidigte die geplante Feier: "Die Kirche muss zwischen Person und Sache trennen." Im Gespräch mit NDR.de erklärte er, diese Entscheidung sei mit der Kirchenleitung und dem Bürgermeister abgesprochen gewesen. Beneke verwies darauf, dass zum Beispiel auch Straffällige im Gefängnis seelsorgerisch von der Kirche betreut würden. Der Sprecher der Hannoverschen Landeskirche, Johannes Neukirch, steht auf der Seite des Gemeindepastors. Der verantwortliche Pastor müsse aber abwägen, ob die Andacht für eine parteipolitische Propaganda missbraucht werden könne, ergänzte Neukirch.

Kirche distanziert sich von der Politik der NPD

Beneke sieht diese Gefahr nicht. Zudem könne er schon aus kirchenrechtlichen Gründen den Wunsch nach einer Andacht nicht ablehnen. "Das heißt nie und nimmer, dass ich die Politik der NPD gutheiße", betonte Beneke. Auch Neukirch distanziert sich von der rechten Partei. Die Landeskirche verurteile alle rassistischen, revisionistischen und antisemitischen Aussagen der NPD. "Wir freuen uns jedoch über jeden Menschen, der dem Wort Gottes zuhört."

NDR.de Nutzer "küstenkuddl" kommentiert:

"Wenn die Kirche den Christen Peter Brinkmann segnet, segnet sie nicht Peter Brinkmann in seiner NPD-Funktion und seine unchristlichen, rassistischen und allgemein menschenfeindlichen Überzeugungen. Wie Brinkmann mit seinen Widersprüchen in sich selbst fertig wird, soll seine Sache bleiben." mehr

Kritische Stimmen aus der Lüneburger Heide

Der Theologe Wilfried Manneke aus Unterlüß (Landkreis Celle) sieht die Angelegenheit kritisch. Er engagiert sich seit Jahren gegen rechtsextremistische Strömungen in der Lüneburger Heide. Rechtsextremismus sei mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar, meint er. Manneke ist auch der Auffassung, dass sich Person und Überzeugung nicht trennen lassen. Er würde das Hochzeitspaar bitten, sich an einen anderen Pastor zu wenden.

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Lohndumping durch Auslagerung hat beim Diakonischen Werk System. Gewerkschaft beklagt ­knallharte Ausrichtung als Wirtschaftsunternehmen

14. Januar 2011 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kirche

Christliche Ausbeutung

Lohndumping durch Auslagerung hat beim Diakonischen Werk System. Gewerkschaft beklagt ­knallharte Ausrichtung als Wirtschaftsunternehmen

Von Ralf Wurzbacher
Jobben in der Diakonie: Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und N
Jobben in der Diakonie: Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und Nächstenliebe
Das Diakonische Werk (DW) stellt mit seinen aktuell bekanntgewordenen Ausbeutermethoden andere Wohlfahrtorganisationen offenbar in den Schatten. Nach Auskunft der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ist die »Tendenz, sich als marktwirtschaftliches, gewinnorientiertes Unternehmen zu gerieren, bei keinem anderen sozialen Arbeitgeber so ausgeprägt wie bei der Diakonie«. Nach einem Bericht des Wochenmagazins Stern vom Mittwoch werden in den Pflegeeinrichtungen des Verbands der evangelischen Kirche Zehntausende Mitarbeiter mit deutlich niedrigeren als den üblichen Löhnen abgespeist.

Das Vorgehen erinnert stark an die Praktiken des Drogeriediscounters Schlecker, der wegen der massenhaften Auslagerung von Angestellten vor einem Jahr für Schlagzeilen sorgte. Demnach werden die Löhne der Beschäftigten in vielen DW-Einrichtungen unter anderem über eigens geschaffene Zeitarbeitsfirmen gedrückt. Nach Stern-Recherchen erhält so etwa eine vom Diakonie-Ableger Dia Logistik eingestellte examinierte Altenpflegerin nur 10,16 Euro pro Stunde, während für qualifizierte Pflegekräfte in einem regulären Arbeitsverhältnis 14,28 Euro fällig werden. Monatlich ergibt sich so ein Minus von 640 Euro. Zudem sollen Geschäftsführer von DW-Betrieben GmbHs gegründet haben, um gekündigte Beschäftigte zu schlechteren Konditionen wieder neu einzustellen.

Über das Ausmaß der Machenschaften gibt es derweil abweichende Angaben. Laut Ratsvorsitzendem der evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, sind 35000 der insgesamt 435000 Festangestellten betroffen. Der Sprecher der diakonischen Mitarbeitervertretung, Michael Heinrich, spricht im Stern-Bericht von 75000 Ausgelagerten. Der DW-Bundesverband hat die Methoden gerechtfertigt. Alle seine Heime müßten den »Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und Nächstenliebe aushalten«. Sollte eine Einrichtung allerdings ausschließlich finanzielle Gesichtspunkte in den Vordergrund stellen, »handelt sie nicht mehr diakonisch«, ließ ein Sprecher ausrichten.

Nach ver.di-Informationen ist Lohndumping bei der Diakonie längst »Teil der Unternehmensphilosophie«. In ihren Reihen werde im Umgang mit den Mitarbeitern sehr viel »systematischer und flächendeckender und bisweilen brutal gegen die eigenen christlichen Gebote verstoßen« als etwa bei ihrem katholischen Gegenstück, dem Caritas-Verband, befand Gewerkschaftssprecher Jan Jurczyk am Donnerstag gegenüber junge Welt. »Es gibt hier eine strategische Ausrichtung, die ausdrücklich auf Gewinnorientierung setzt.« Das zeige sich auch daran, daß die Diakonie mit dem Verband Diakonischer Dienstgeber in Deutschland (VdDD) über einen eigenen Unternehmerverband verfüge, der seit zehn Jahren in der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgebeberverbände (BDA) organisiert ist.

Tatsächlich könnte die Selbstdarstellung des VdDD auch aus der Feder von McKinsey stammen: Demnach sollen sich die diakonischen Einrichtungen »als Anbieter innovativer Dienstleistungen und mit einem klaren evangelischen Profil erfolgreich am Markt behaupten«. Allerdings richtet sich die gepriesene »lebensdienliche Diakonie, deren Grundanliegen es ist, Menschen ein selbstbestimmtes Leben (...) zu ermöglichen«, wohl nicht an die eigenen Mitarbeiter. Ins Bild paßt auch ein aktueller Rechtsstreit, der gestern am Landesarbeitsgericht im nordrhein-westfälischen Hamm in die nächste Runde ging. Dabei geht es um die Frage, ob Einrichtungen der evangelischen Kirche bestreikt werden können. Hintergrund sind ver.di-Warnstreiks während einer Tarifauseinandersetzung im Jahr 2008, gegen die die Diakonie Klage eingereicht hatte.
Quelle: junge welt 14.01.2011
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Nienburg 15.12.10: Friedenskonzert in Kreuzkirche - Militärmusik in Martinskirche

9. Dezember 2010 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kirche

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Friedenskonzert in der Kreuzkirche

Nichts ist gut in Afghanistan
 

Am Mittwoch, den 15.12.2010, um 19.00 Uhr veranstaltet die Kreuzkirchen­gemeinde ein Konzert für den Frieden. Der Eintritt ist frei. Spenden werden an den Verein „Schulen in Afghanistan“ e.V. Hamburg weitergeleitet.

Das Konzert bietet eine Alternative zu der gleichzeitigen Veranstaltung in St. Martin, wo auf Einladung des Kirchenkreises Heeresmusiker konzertieren. Der kurzfristigen Einladung in die Kreuzkirche sind spontan viele mit­wirkende Musiker gefolgt.  Ergänzt wird das Programm durch Lesungen zur Friedensthematik.

Die Mitwirkenden fühlen sich mit vielen Mitgliedern von Kirchengemeinden verbunden, die sich mit einem adventlichen Militärkonzert nicht identifizieren können und einen engen Schulterschluss zwischen Kirche und Militär für bedenklich halten.

Nichts ist gut in Afghanistan!“ Dieser Satz Margot Käßmanns ist heute mehr noch als vor einem Jahr als Warnung zu verstehen vor einer weiteren Eskalation des Konfliktes, der sich zurzeit gerade verschärft. Denn die amerikanische Doktrin, ‚Frieden durch einen verstärkten Einsatz von Kampftruppen zu erreichen’, wird umgesetzt.
Im Januar 2011 muss der Bundestag darüber entscheiden, ob das Mandat der Bundeswehr für Afghanistan verlängert wird. In dieser Situation muss die Forderung nach einem Abzug nachdrücklich zu Gehör gebracht werden.
Den Frieden durch Waffengewalt erringen zu wollen, ist der falsche Weg.

In der letzten Zeit verstärkt sich die Tendenz, den Krieg in Afghanistan zu verharmlosen und um Sympathie für den Einsatz der Soldaten zu werben. Dem einzelnen Soldaten wird das Wohlwollen der öffentlichen Meinung wenig helfen, wenn er sich im Kampfeinsatz gezwungen sieht zu töten. Für die Zivilbevölkerung, nicht nur für die afghanische, werden die Folgen noch verheerender sein, wenn das öffentliche Bewusstsein wieder in den Irrtum zurückfiele, Kriege seien letztlich unvermeidbar, oder Krieg ließe sich rechtfertigen, wenn man den Raster zur Überprüfung der Anwendung rechtswahrender Gewalt nur eng genug knüpfte.

„Deutschland wird am Hindukusch verteidigt“. Diesem Widersinn kann die breite Mehrheit der Bevölkerung schon seit langem nicht mehr folgen.
Aber auch jedes andere Argument für den Einsatz der deutschen Bundeswehr über den Verteidigungsauftrag hinaus ist nicht haltbar. Solchen Argumenten muss die Kirche zusammen mit allen Friedliebenden widersprechen – in gemeinsamer Mitverantwortung für den Frieden in der Welt.

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