Übergriffe bei NPD-Infostand in Celle
Übergriffe bei NPD-Infostand in Celle
Am Samstag den 12.01.2007 führten die NPD-Kandidaten für den Raum Celle und die Kammeratschaft 73 in der Innenstadt einen Infostand durch. Hierbei kam es zu gewaltsamen Übergriffen auf Antifaschist_Innen.
Pressemitteilung der Antifaschistischen Aktion Celle:
Messerattacke auf vermeintlichen Antifa
Am 12.01.08 führte die NPD zum wiederholten Male (09.01.08) ein „Info“-Tisch in der Celler Innenstadt durch. Die NDP tritt in Celle mit den bekannten Nazis Klaus Hellmund und Dennis Bührig der Kameradschaft 73 zur Wahl an.
10 weitere Nazis aus dem Umfeld der Kameradschaft 73 halfen ihnen bei dem Versuch ihr rechtes Gedankengut zu verbreiten. Eine Gruppe von 30 Antifas hatte sich ebenfalls eingefunden, um ihrem Protest Ausdruck zu verleihen und wurde gleich am Anfang von den ca. 10 Neonazis angegriffen, welche auf die Gruppe zu stürmten. Dabei kam es zu einen Gerangel und mehreren versuchten Faustschlägen gegen die Antifaschist_Innen, daraufhin schritt die Polizei ein, welche die Neonazis zu ihrem Infotisch zurückdrängte.
Nachdem der Infotisch abgebaut wurde, begleitete die Polizei die Nazis zu ihren Fahrzeugen. Auf Höhe des Großen Plans stürmten die Neonazis auf eine Gruppe Jugendlicher zu. Ein Nazi zog im Zuge des Angriffs ein Messer und fügte einem 30 Jährigen Mann eine 3cm lange Schnittverletzung im Gesicht zu. Der Schnitt, welcher sich vom Mund bis zu Nase zog, musste sofort im Krankenhaus genäht werden. Die Polizei, welche die Situation absolut falsch eingeschätzt hatte, bekam die Lage nur mit einiger Mühe unter Kontrolle. Daraufhin wurden die Nazis zu ihren Autos geleitet, um ihnen eine gesicherte Abreise zu ermöglichen.
Auch während des Infostands spielte die Polizei Personenschutz für die Fahrzeuge der Nazis. Folglich tat die Polizei an diesem Samstag wirklich alles um es den Nazis recht zu machen. Sie schützen sie auf der An- und Abreise, sie hinderten die Antifaschist_Innen daran ihren Protest zu äußern und stehen tatenlos daneben wenn Menschen von Nazis angegriffen werden.
Dies fügt sich sehr gut in das Konzept der Stadt und der etablierten Parteien ein. Die Politik der Stadt die Infotische der NPD zu verschweigen, zeichnet das gleiche Bild wie das an diesem Samstag. Keine der etablierten Parteien hat auch nur daran gedacht die Stimme gegen die Neonazis zu erheben. Das Motto „Den Nazis den Rücken zu zudrehen“, also zu akzeptieren dass Gewalttäter ihre menschenverachtende Propaganda verkünden können, kommt einer Zustimmung gleich. Die Behinderung des antifaschistischen Protests ist folglich klar gewollt.
Wieder einmal hat es sich gezeigt, dass die Stadt den Nazis in die Hände spielt. Dennoch hat die Informationssperre in Bezug auf Naziaktivitäten von Seiten der Stadt wenig Relevanz: so ist es 30 Antifaschist_Innen selbst unter großem Polizeischutz gelungen das Treiben der Nazis massiv zu stören. Naziaktivitäten werden unterstützt und antifaschistischer Protest wird hingegen kriminalisiert und verhindert.
Eines widerlegt dieser Tag auf jeden Fall: die Einschätzung des Celler Staatschutzes, dass in Celle und Umland keine gewaltbereiten Neonazistrukturen vorhanden sind. Die Situation von entglasten migrantischen Geschäften, der Hetzjagd auf Immigrant_Innen in der Innenstadt („Bayrische Botschaft“) und jetzt auch die gewalttätigen Übergriffe einer öffentlichen Wahlkampfveranstaltung der NPD/K73 sprechen für sich. Die NPD steht nicht der gewaltbereiten Neonaziszene nahe, sie sind die gewaltbereite Neonaziszene!
[AAC]
Messerattacke auf vermeintlichen Antifa
Am 12.01.08 führte die NPD zum wiederholten Male (09.01.08) ein „Info“-Tisch in der Celler Innenstadt durch. Die NDP tritt in Celle mit den bekannten Nazis Klaus Hellmund und Dennis Bührig der Kameradschaft 73 zur Wahl an.
10 weitere Nazis aus dem Umfeld der Kameradschaft 73 halfen ihnen bei dem Versuch ihr rechtes Gedankengut zu verbreiten. Eine Gruppe von 30 Antifas hatte sich ebenfalls eingefunden, um ihrem Protest Ausdruck zu verleihen und wurde gleich am Anfang von den ca. 10 Neonazis angegriffen, welche auf die Gruppe zu stürmten. Dabei kam es zu einen Gerangel und mehreren versuchten Faustschlägen gegen die Antifaschist_Innen, daraufhin schritt die Polizei ein, welche die Neonazis zu ihrem Infotisch zurückdrängte.
Nachdem der Infotisch abgebaut wurde, begleitete die Polizei die Nazis zu ihren Fahrzeugen. Auf Höhe des Großen Plans stürmten die Neonazis auf eine Gruppe Jugendlicher zu. Ein Nazi zog im Zuge des Angriffs ein Messer und fügte einem 30 Jährigen Mann eine 3cm lange Schnittverletzung im Gesicht zu. Der Schnitt, welcher sich vom Mund bis zu Nase zog, musste sofort im Krankenhaus genäht werden. Die Polizei, welche die Situation absolut falsch eingeschätzt hatte, bekam die Lage nur mit einiger Mühe unter Kontrolle. Daraufhin wurden die Nazis zu ihren Autos geleitet, um ihnen eine gesicherte Abreise zu ermöglichen.
Auch während des Infostands spielte die Polizei Personenschutz für die Fahrzeuge der Nazis. Folglich tat die Polizei an diesem Samstag wirklich alles um es den Nazis recht zu machen. Sie schützen sie auf der An- und Abreise, sie hinderten die Antifaschist_Innen daran ihren Protest zu äußern und stehen tatenlos daneben wenn Menschen von Nazis angegriffen werden.
Dies fügt sich sehr gut in das Konzept der Stadt und der etablierten Parteien ein. Die Politik der Stadt die Infotische der NPD zu verschweigen, zeichnet das gleiche Bild wie das an diesem Samstag. Keine der etablierten Parteien hat auch nur daran gedacht die Stimme gegen die Neonazis zu erheben. Das Motto „Den Nazis den Rücken zu zudrehen“, also zu akzeptieren dass Gewalttäter ihre menschenverachtende Propaganda verkünden können, kommt einer Zustimmung gleich. Die Behinderung des antifaschistischen Protests ist folglich klar gewollt.
Wieder einmal hat es sich gezeigt, dass die Stadt den Nazis in die Hände spielt. Dennoch hat die Informationssperre in Bezug auf Naziaktivitäten von Seiten der Stadt wenig Relevanz: so ist es 30 Antifaschist_Innen selbst unter großem Polizeischutz gelungen das Treiben der Nazis massiv zu stören. Naziaktivitäten werden unterstützt und antifaschistischer Protest wird hingegen kriminalisiert und verhindert.
Eines widerlegt dieser Tag auf jeden Fall: die Einschätzung des Celler Staatschutzes, dass in Celle und Umland keine gewaltbereiten Neonazistrukturen vorhanden sind. Die Situation von entglasten migrantischen Geschäften, der Hetzjagd auf Immigrant_Innen in der Innenstadt („Bayrische Botschaft“) und jetzt auch die gewalttätigen Übergriffe einer öffentlichen Wahlkampfveranstaltung der NPD/K73 sprechen für sich. Die NPD steht nicht der gewaltbereiten Neonaziszene nahe, sie sind die gewaltbereite Neonaziszene!
[AAC]
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