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Flyer der Antifa SFA : Landtagswahl in Niedersachsen

14. Januar 2008 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - lokal

Landtagswahl in Niedersachsen

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, um Sie im Vorfeld der Landtagswahl auf ein ernsthaftes Thema aufmerksam zu machen und würden uns daher freuen, wenn Sie diesem Flugblatt Ihre Aufmerksamkeit schenken.

Wer bei der Landtagswahl die NPD wählt ist u.a. einverstanden mit:

Rassismus

Blinder Gewalt

Einer untergeordneten Frauenrolle

Antisemitismus

Militarismus

Hass auf MigrantInnen

Völkischen Gesellschaftsstrukturen

Holocaustleugnung

…und anderen populistischen und demokratiefeindlichen Argumentationsmustern mit denen die NPD bestimmte Themenbereiche besetzt, damit solche „Meinungen“ immer weiter in die gesellschaftliche Mitte hineingetragen werden!

 

 

Zu dieser Wahl tritt auch die neofaschistische NPD an. Unterstützung erhält sie dabei durch die gewalttätigen und offen neonazistisch auftretenden „Freien Kameradschaften“.

 

Hier in Schneverdingen gibt es eine solche „Freie Kameradschaft“, die „Snevern Jungs“. Drei der „Kameraden“ treten als Direktkandidaten für die NPD an: Stephan Klingbeil, der mehrfach vorbestrafte Roman Greifenstein und hier in Schneverdingen Matthias Behrens.

 

Der Name „Snevern Jungs“ soll vor allem Bodenständigkeit vermitteln und harmlos klingen.
Ihre Mitglieder verfolgen ein gemeinsames Ziel: Die Integration der Gruppe in die Mitten der Gesellschaft, um von dort aus problemlos und unerkannt ihre menschenfeindlichen Ideologien verbreiten und ihre neonazistischen Ziele verfolgen zu  können.

So nahmen diese zum Beispiel an Aktionen wie „Sauberes Schneverdingen“, einem

Skat-Turnier der „katholischen Männergemeinschaft“ und den Heideläufen der vergangenen Jahre teil.

 

Auf der anderen Seite gilt der um Seriosität bemühte Matthias Behrens, der Anführer der „Snevern Jungs“, als einer der wichtigsten Kameradschaftsführer in Niedersachsen. So ist er regelmäßig beim sog. „Stammtisch Nordmark“, einem Treffen von rechtsextremistischen Kameradschaften. Die Ziele des „Stammtisch Nordmarks“ sind klar strukturiert. Durch die Kommunikation unter den Kameradschaften wird ein dicht gestricktes Netz gesponnen, dem es an Militanz nicht fehlt. Durch diese Vernetzung soll das rassistische Wunschdenken und der politische Kampf, der nach wie vor auf die Ausgrenzung von Minderheiten und Andersdenkenden abzielt, schneller in die Tat umgesetzt werden.

Bereits seit 2005 beobachtet der Verfassungsschutz die „Snevern Jungs“ und berichtet über sie (und zwei weitere Kameradschaften) im niedersächsischen Verfassungsschutzbericht 2006.

 

Die Mitglieder der „Snevern Jungs“ sind Anhänger des NS-Regimes und glauben an die Rassenlehre. Unter anderem würdigen sie den Hitler-Stellvertreter Rudolf Hess, welches sie durch ihre Teilnahme an den Rudolf-Hess-Märschen kundtun.

Sehr aufschlussreich sind auch die Tattoos der „Snevern Jungs“: So haben sich Matthias Behrens und Marcel Schindler  einen Reiter, ein Symbol des Ku Klux Klans, tätowieren lassen. Marcel Schindler hat auch noch den Schriftzug „Blood & Honour“, welcher sich auf die 2000 verbotene terroristische Blood & Honour-Vereinigung bezieht. Die Worte Blood & Honour bedeuten auf deutsch Blut und Ehre und standen auf den Messern der Hitlerjugend. Ein Ziel der Blood & Honour-Vereinigung ist es, zumeist geheime, Konzerte von rechtsradikalen Bands zu organisieren und deren CDs herzustellen und zu vertreiben, um durch rechtsradikale Musik vor allem junge Menschen in die rechte Szene zu locken. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die „Snevern Jungs“ selbst Rechtsrockkonzerte organisieren bzw. an ihnen teilnehmen. 
Auch sind auf fast allen Neonazi-Aufmärschen in Norddeutschland Mitglieder der „Snevern Jungs“ anzutreffen, die dann teilweise als Ordner fungieren und handgreiflich gegenüber Andersdenkenden vorgehen.


Gerade in der nun heißen Phase für die Landtagswahlen, im Januar 2008, werden die NPD und die freien Kameradschaften versuchen sich bei Ihnen anzubiedern. Lediglich 1% der Stimmen bringt die NPD in den vollen Genuss der Wahlkampfkostenrückerstattung. Mit diesen Steuergeldern könnten die NPD und die Freien Kameradschaften ihren Kampf gegen die Menschlichkeit weiterführen, darum:

 

Ihre Stimme gegen Nazis!

Wählen sie Toleranz und Freiheit und unternehmen Sie auch nach der Landtagswahl etwas gegen diese menschenfeindlichen Ideologien!

 


        
 

 Antifa-small-black.JPG

                                                          Autonome.Antifa.SFA.

 

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