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„Sprung nach Westen missglückt“

2. Februar 2008 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis

Original veröffentlicht im Blick Nach Rechts (BNR)

„Sprung nach Westen missglückt“ 

Die NPD blieb in Hessen und in Niedersachsen weit hinter ihren selbst gesteckten Zielen.

„Schwarzer Wahlsonntag in Hessen und Niedersachsen“ titelt das neonazistische Internet-Portal „Altermedia“ nach den Landtagswahlen ernüchtert. Die NPD blieb mit 1,5 Prozent der Stimmen in Niedersachsen „weit unter den Erwartungen“, konnte sich nur um rund 0,2 Prozent seit 2005 steigern. In Hessen reicht das Ergebnis von nur 0,9 Prozent nicht mal zur ersehnten Wahlkampfkostenerstattung.

Dennoch bleibt festzuhalten, dass rund 77 000 Wähler/innen am 27. Januar in den beiden westlichen Bundesländern ihr Kreuz bei der NPD machten, rund 53 000 davon in Niedersachsen. Bedenklich viel Zuspruch bekamen unter anderem Friedrich Preuß in Helmstedt mit 1548 Direktstimmen, Rigolf Hennig in Verden mit 1197 Stimmen und Michael Hahn in Bad Lauterberg mit 943 Stimmen. Dem NPD-Spitzenkandidaten Andreas Molau gelang trotz intensiven Wahlkampfes und Zeitungswerbung kein überzeugender Erfolg in seinem eigenen Wahlkreis Wolfenbüttel-Süd/Salzgitter, 868 Stimmen entsprechen 2,4 Prozent. Wenig Bedenken, ihre Stimme den radikaleren Kandidaten aus den Reihen Freier Kameradschaften direkt zu geben, hatten zwischen 600 bis 1000 Wähler/innen jeweils in den Wahlkreisen Soltau/Fallingbostel, Hildesheim, Lüneburg, Celle, Nienburg-Nord und Bergen. In Gebieten mit höherer Arbeitslosigkeit wie Wilhelmshaven, Delmenhorst, Osterode, Goslar und Salzgitter kam die NPD auf über 2 Prozent der Stimmen. In der Kurstadt Bad Pyrmont mit einem überdurchschnittlich hohen Altenanteil waren ohne Direktkandidaten 2,1 Prozent drin.

Die meisten Stimmen in Hessen konnte die NPD in den Wahlkreisen Wetterau, Hersfeld und Lahn-Dill erzielen. Einiges an Stimmen musste die hessische NPD an die konkurrierenden Republikaner abgeben. „Der Sprung nach Westen“ sei missglückt, resümierte Christian Worch bissig. Er forderte die Kameraden jedoch auf, „nicht abschlaffen und in der Versenkung verschwinden“, sondern „aktiv bleiben“ und sich immer wieder „ins Gespräch zu bringen“.

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