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Rechtsextremer Angriff in Ganderkesee (Nds.)

4. Februar 2008 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - Norddeutschland

AutorIn 04.02.2008 12:14 Themen: Antifa
 
Am Donnerstag den 24.01.08 fand in der Mensa des Gymnasium Ganderkesee ein Vortrag mit dem Landespräventionsbeauftragtem Gerhard Bücker zum Thema „Prävention gegen Rechtsextremismus im Alltag“ statt. Die Veranstaltung wurde von ca. sieben Autonomen Nationalisten angegriffen.
Am Donnerstag den 24.01.08 fand in der Mensa des Gymnasium Ganderkesee ein Vortrag mit dem Landespräventionsbeauftragtem Gerhard Bücker zum Thema „Prävention gegen Rechtsextremismus im Alltag“ statt. Vor ca. 15-20 Personen (darunter auch fünf AntifaschistInnen) konnte Herr Bücker seinen Vortrag beginnen. Nach ca. 20 Minuten betraten zwei Faschisten die Mensa und setzten sich ins Publikum. Einer der beiden war Kevin Böck aus Bookholzberg, der Andere hatte eine Kamera dabei und versuchte Fotos zu machen, dieses wurde durch die AntifaschistInnen verhindert. Nach kurzer Aufregung beruhigte sich die Situation wieder und der Vortrag wurde fortgesetzt, bis der Faschist mit der Kamera eine SMS tippte und ca. zehn Minuten später Autonome Nationalisten (sog. Autonome Nationalisten Nord-West) die Veranstaltung angriffen.Die ca. sieben Autonomen Nationalisten waren vermummt und trugen teilweise Lederhandschuhe, AntifaschistInnen wurden fotografiert und bedroht. Die Autonomen Nationalisten riefen die Parole „Nationaler Sozialismus – Jetzt“ unter zu Hilfenahme eines von ihnen mitgebrachten Megaphons. Es kam zu verbalen Auseinandersetzungen zwischen den Autonomen Nationalisten und den AntifaschistInnen. Herr Bücker bemühte sich, die Autonomen Nationalisten in eine Diskussion zu verwickeln und ihre „Argumente“ auszuhebeln. Auch andere Zuschauer mischten sich ein, zeigten vorbildliches Verhalten und stellten sich gegen die Autonomen Nationalisten. Eine weniger ruhmreiche Rolle spielte leider die Schulleiterin des Gymnasium Ganderkesee, Frau Dr. Richter, anstatt Hausverbote an die Autonomen Nationalisten zu erteilen, schaute sie sich das Geschehen lieber aus der Ferne an. Wir betrachten dieses Verhalten als dilettantisch. In der Mensa der eigenen Schule, muss eine Schulleiterin den Mund aufmachen und Stellung beziehen und darf die Auseinandersetzung mit den Faschisten nicht alleine den Gästen der Veranstaltung überlassen. Wir fragen uns ernsthaft, ob Frau Dr.Richter sich im Vorfeld keine Gedanken über den Abend gemacht hat. Sicherlich hat niemand mit einer derartig massiven Aktion seitens der Faschisten gerechnet, aber ein Restrisiko gibt es immer und es muss Absprachen unter den Veranstaltern geben, um angemessen auf solche Aktionen zu reagieren.
Als nach einiger Zeit die Polizei eintraf, waren die AntifaschistInnen, zum Schutz vor den Kameras der Autonomen Nationalisten, vermummt und für die Polizei wurde es schwer, die Lager auseinander zu halten, zudem die Autonomen Nationalisten die AntifaschistInnen als Nazis bezeichneten. Nach erfolgreicher Trennung der Gruppen nahm die Polizei die Personalien der Faschisten auf und forderte, auf Bitten der Veranstaltungsteilnehmer, die Löschung der durch die Autonomen Nationalisten gemachten Fotos. Leider durften die Autonomen Nationalisten die gemachten Gruppenfotos der Veranstaltungsteilnehmer behalten. Dies versetzt sie in die Lage, Hetzlisten im Internet zu erstellen, um ihre politischen Gegner zu verfolgen.
Als die AntifaschistInnen die Veranstaltung verlassen wollten, wurden auch deren Personalien aufgenommen, obwohl diese keinerlei Aggressionen in die Veranstaltung getragen hatten. Die Autonomen Nationalisten dagegen bekamen einen Platzverweis und mussten die Veranstaltung verlassen. Wir wollen anmerken, dass die Autonomen Nationalisten angekündigt haben, auch zukünftig Veranstaltungen zu stören.

Fotos der ANs werden demnächst als Kommentar gepostet.
 
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E
Es ist zwar jetzt schon etwas her, aber nichtsdestotrotz würde ich gerne die Darstellung der Rolle von Frau Dr. Richter hier etwas berichtigen, denn die Frau hat sich das ganze nicht aus der Ferne angesehen, sondern sich den Nazi an der Tür in den Weg gestellt, damit diese den Saal nicht verlassen konnten bevor die Polizei eingetroffen ist. Das finde ich, um ehrlich zu sein, nicht nur vorbildlich, sondern auch sehr mutig!So etwas sollte auf jeden Fall Erwähnung und Würdigung - und hoffentlich auch Nachahmer finden!
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P
Das wichtigste sind die Nachahmer. Gesicht zeigen ist angesagt.