Rote Rosen und mutige Frauen
HÄUSLINGEN (fra) • Blumen am Arbeitsplatz: Zum heutigen Frauentag verteilten Gewerkschafter im Heidekreis wieder 2 000 rote Rosen — auch in Häuslingen.
Dort freuten sich die Mitarbeiterinnen der sozialpädagogischen Wohngemeinschaft „Vier Linden“ über
die Blumengrüße, die ihnen von Hans-Dieter („Charly“) Braun und Christel Dietrich überbracht wurden. Braun:
„Wir verteilen die Rosen im gesamten Kreisgebiet nicht nur an Frauen am Arbeitsplatz, sondern auch an erwerbslose Kolleginnen und an Frauen, die solidärisch und mit Zivilcourage andere
unterstützen.“ In Häuslingen wurden die Gewerkschafter freundlich begrüßt.,, Hier gibt es keine Probleme. Leiter Bernd Oetzmann ist stets offen für das Gespräch mit der Gewerkschaft“, lobten Dietrich und Braun. Und auch die Mitarbeiterinnen wissen nur Positives über ihren Chef zu berichten.
Doch nicht überall wurde Braun mit offenen Armen empfangen. An zwei Orten musste er die Rosen wieder einpacken: Zutritt verweigert „Wir dürfen nichts annehmen“, wurde ihm noch zugeflüstert, dann schlossen sich die Türen. Braun: „Die Menschen haben immer häufiger nackte Angst um ih
ren Arbeitsplatz.“ Um so mehr müssten Zivilcourage und der Mut von Frauen, die sich für ihre Rechte einsetzen, gewürdigt werden, meinte Christel Dietrich.
Das Verteilen der Rosen geht eigentlich auf ein Ereigis des Jahres 1913 zurück:
„Brot und Rosen“ heißt das Lied, das beim Streik von
14000 amerikanischen Textilarbeiterinnen gegen Hungerlöhne und Kinderarbeit entstand. Gewerkschafter Braunn. „Seit diesem Datum sind rote Rosen das Symbol des Weltfrauentages.“ Die Aktion wertete er als Erfolg. Nur eines ärgerte Braun: Die Rosen sind mal wieder teurer geworden.
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