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Ratsresolution gegen Ludendorffer

2. April 2008 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Artikelserie "Ludendorffer"

NDR-TV 2.4.08,  18 Uhr und 19.30 Uhr über diese Ratsresolution
    Wiederholung 3.4.08 um 11 h

   NDR-TV wiederholte heute den Info-Fehler einiger Zeitungen: am 21.3.08 Karfreitag hätten die Ludendorffer in Dorfmark einen Info-Stand gemacht, wogegen 130 Menschen, darunter 70 vom Internat. Jugendworkcamp B-Belsen, demonstrierten. Öffentliche Infostände und ähnliches machen die Ludendorffer grundsätzlich nicht. Ihre Arbeit findet im Stillen statt. Bei ihnen laufen jene durch, die bei HDJ und in anderen Naziorganisationen ihren rassistischen "Glauben" praktizieren.

Bis der Stadtrat sich jetzt damit beschäftigt, brauchte es offensichtlich erst den rassistischen Bürgerpöbel gegen eine Internationale renommierte Jugendgruppe (AG Jugendarbeit Bergen-Belsen) am Karfreitag 21.3.08 und entsprechende überregionale Medienberichte.

1977 hob das bayrische Verwaltungsgericht wegen Verfahrensfehlern das Verbot der Ludendorffer auf. Seit Anfang der 1980er Jahre sind uns die Ostertagungen des "Bund für Gotterkenntnis (Ludendorffer) eV" in Dorfmark bekannt. Als die Antifaschistische Initiative Soltau-Fallingbostel (SFA) 1984 in der Alternativzeitung "Provinz-Bote" (sh. Internet) darüber berichtete, konnten diese Rassisten die Dorfmarker Schule benutzen - und das noch sehr viele Jahre weiterhin. In Dorfmark und der Umgebung haben die Ludendorffer etliche Mitglieder.
In die Lokalpresse damit zu kommen war für VVN/BdA, Grüne, DGB, Antifa-Ini bis 2006 unmöglich. Offenbar waren die wirtschaftlichen Interessen zu groß und zu viele Honoratioren an Ruhe, manche noch an anderem interessiert. Der Grüne Ratsherr versuchte seit Jahren, dass sich der Stadtrat Bad Fallingbostel (Dorfmark ist Ortsteil) gegen die Ludendorffer erklärt. Immer wurde abgewährt: Das sei Privatsache des Gastgewerbes.
Als Bündnis von Parteien-Gewerkschaften-Initiativen machten wir im März 07 eine Info-Veranstaltung mit dem Weltanschauungsbeauftragten der Ev.Landeskirche, Pastor Jürgen Schnare. Das Ev. Gemeindehaus verweigerte uns der Ortspastor. Und am Karfreitag hielten wir mit 100 Menschen gegenüber dem Haupt-Tagungslokal der Ludendorffer in Dorfmark Infostand und Mahnwache ab. Jugendliche bewegten sich vor Ort mit Transparenten. Die Berichterstattung der Lokalpresse fiel sehr unterschiedlich aus. Große Medien nahmen sich des Themas sachlich und gegen Rassismus gerichtet des Themas an. Für die vorausgehenden Infoveranstaltung am 11.3.08 gab es keinerlei Raum in Dorfmark. Vorm Veranstaltungslokal in Bad Fallingbostel schlugen Autonome Nationalisten auf Antifa-Jugendliche ein.

In Dorfmark und Fallingbostel herrscht jetzt Aufregung, wollen doch viele Gastgeber der Ludendorffer nicht auf das, seit ca. 30 Jahren sichere Geschäft verzichten. An SPD, Grüne, Gewerkschaften, Antifa-Initiative gerichtet, hieß es,  wir würden Dorfmark in den Schmutz ziehen und das Tourismusgeschäft kaputt machen. Diese Leute übersehen dabei gern, welchen Beitrag sie den Menschenfeinden aller faschistischer Strömungen leisten.
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