Arbeit bewegt - "Nicht alle starben, aber alle waren gezeichnet" Mo. 2.6.08 20:00

Spielort: Hochhaus Lichtspiele (Goseriede 9)
Mo., 02.06., um 20.00 Uhr: Film und Filmgespräch
Nicht alle starben, aber alle waren gezeichnet - Ils ne mouraient pas tous mais tous ètaient frappès
B/F 2005; 80 Min; Regie: Sophie Bruneau u. Marc-Antoine Roudil, Dokumentarfilm; franz. OmdtU
Zu Gast: Prof. Dr. Christine Morgenroth
(Universität Hannover, Institut für Soziologie und Sozialpsychologie)
„Souffrance et Travail“, Leid und Arbeit, ist eine Pariser Einrichtung, in der Psychologen sich der Probleme von Berufstätigen annehmen. Der Film dokumentiert die erste Sprechstunde einer Fließbandarbeiterin, eines Außendienstleiters, einer Pflegehelferin und einer Geschäftsführerin. „Haben Sie schon immer so hastig gesprochen?“ fragt die Psychologin die Bandarbeiterin, deren Produktionssoll vor Kurzem um die doppelte Stückzahl pro Tag erhöht worden ist. Die professionellen Helfer versuchen den Zusammenhang von psychosomatischen Störungen wie Schlafproblemen, Bandscheibenvorfall, Nervenzusammenbruch, Depression, Phobie oder nervösen Störungen und den für die Patienten immer unerträglicher gewordenen Arbeitsbedingungen zu analysieren. Der Film schließt mit einer Reflexion über die Mechanismen von aktuellen Arbeitssituationen, die Menschen in die Isolation führen und ihnen keine Gelegenheit geben, gemeinsam Strategien zu entwickeln um Situationen zu verändern.
„Ein meisterhafter Dokumentarfilm, eine erdrückende Anklage der durch Arbeit verursachten Leiden.“ Telerama
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