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Hannover Naziübergriff im Rockhouse

10. Mai 2008 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - Norddeutschland

Hannover Naziübergriff im Rockhouse
Bündniss gegen Nazis Hannover 10.05.2008 14:55 Themen: Antifa
Gestern Abend den 09. Mai kam es gegen 23.30 Uhr im Rockhouse (Kurt-Schumacher-Str. 23) in Hannovers Innenstadt erneut zu einem gewalttätigen Naziübergriff auf eine Gruppe von 10 alternativen Jugendlichen.
Als die alternativen Jugendlichen das Rockhouse betraten, wurden ca. 25 Neonazis auf sie und eines ihrer T-Shirts mit der Aufschrift “No Nazis“ aufmerksam. Daraufhin zogen sich die Nazis Schlagschutzhandschuhe an und begannen die Gruppe zu fotografieren und zu bedrängen. Unter den Neonazis befanden sich die polizeilich bekannten Gewalttäter Patrick Heise und Kai Bergemann. Die Nazis trugen T-Shirts mit eindeutigen Aufschriften wie “Nationaler Sozialismus - Bundesweite Aktion“ oder “Rache für Rudolf Hess“. Offensichtlich pflegten sie gute Kontakte zum Sicherheitspersonal des Rockhouses, da 2 der Alternativen auf Bitten der Nazis ohne Begründung von einem Türsteher des Hauses verwiesen wurden. 

Nachdem der Türsteher die beiden Personen nach draußen führte folgte ihnen der Rest der alternativen Jugendlichen unter Tritten und Schlägen der Nazis. 

Statt einzuschreiten, sagte der Türsteher, dass die Beteiligten den Konflikt vor der Tür austragen sollen. Dort eskalierte die Situation. Die Nazis sammelten sich und griffen bewaffnet mit Pfefferspray und Flaschen die Alternativen an. Bei dem Versuch zu fliehen brachten die Nazis eine Person der Alternativen zu Fall, die daraufhin mit Tritten ins Gesicht verletzt wurde und ärztlich behandelt werden musste. Die restlichen Personen konnten nach einer Hetzjagd durch die Innenstadt entkommen. 

Der Pressesprecher Felix Müller des Bündnis gegen Rechts äußerte sich dazu wie folgt: „Wir finden es erschreckend, dass die Neonazis in der Innenstadt mit Toleranz des Rockhouses eine national befreite Zone zu schaffen versuchen. Das Rockhouse wurde u.a. von DGB und SPD schon mehrfach auf die Problematik mit Neonazis hingewiesen. Das Rockhouse hat die Hinweise ignoriert und so den Neonazis einen ungestörten Handlungsspielraum geschaffen. Wir fordern, dass sich das Rockhouse angesichts der neuen Qualität der Übergriffe eindeutig positioniert.“
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Jusos fordern klare Positionierung des Rockhouse<br />  <br /> Die Ereignisse des letzten Wochenendes im<br /> Rockhouse (Kurt-Schumacher-Str. 29, Hannover) werfen erneut Fragen bezüglich<br /> der Positionierung des Musikclubs auf.<br />  <br /> Des Öfteren wurde bereits von Besuchern über<br /> gewalttätige Auseinandersetzungen im oder vor dem Rockhouse berichtet dessen<br /> Ursprung zumeist rechtsradikaler Natur waren. Bislang entzogen sich die<br /> Betreiber des Etablissements jeglicher Stellungnahme.<br />  <br /> Wie bereits diverse Untersuchungen, mitunter auch<br /> viele Verfassungsschutzberichte, zeigen sind Diskotheken, Musikzentren, etc.<br /> immer häufiger die Werbeplattformen für noch nicht ideologiegefestigte Jugendliche.<br /> „Eine direkte Ansprache von Jugendlichen in<br /> Diskotheken oder Clubs fällt Kadern rechtsextremistischer Organisationen<br /> besonders leicht, da Jugendliche glauben sich in neutralen Gefilden zu<br /> befinden. Schnell werden Sympathien ausgetauscht und der Schritt zu<br /> rechtsextremistischen Veranstaltungen oder Weltbildern fällt den jugendlichen einfacher“,<br /> so Regina Karsch Leiterin des Arbeitskreises Jusos gegen Rechts.<br />  <br /> Wir sehen uns nunmehr in der Pflicht Jugendliche<br /> vor dem Besuch des Rockhouses zu warnen, um diese als auch Ihre demokratischen<br /> Grundwerte zu schützen.<br />  <br /> Wir als politische Jugend und als DemokratInnen<br /> wollen Rechtsextremisten den neutralen Raum entziehen bzw. gar nicht bieten und<br /> sind für den konsequenten Boykott von Musikclubs mit rechtsradikalem<br /> Hintergrund.<br />  <br /> Sollten sich die Betreiber des Rockhouses nicht<br /> von dem Vorwurf des rechtsradikalen Sympathisantenpools entziehen so sehen wir<br /> uns gezwungen rechtliche Wege zu gehen die ggf. zu einer Untersuchen des Clubs<br /> führen muss.  <br />  <br />  <br />  <br /> V.i.S.d.P.: Arbeitskreis Jusos gegen Rechts
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