Antifa-Demo am 24.Mai “Das ist unsere Stadt! Keine Stimme den Nazis” in Kiel
Antifa-Demo am 24.Mai “Das ist unsere Stadt! Keine Stimme den Nazis” in Kiel | |
Schleswig-Holstein steht kurz vor den Komunalwahlen und in Kiel betreibt die Naziszene den Wahlkampf mit einem ihrer liebsten Mittel: Terror und Gewalt gegen Linke! Verantwortlich für eine aggressive Kampagne gegen linke Strukturen ist nicht zuletzt der frisch aus der Haft entlassene Tankstellenräuber, Waffenhändler und ehemalige NPD-Landesvorsitzende Peter Borchert. Am 24.Mai gehen Antifas gemeinsam mit verschiedenen Initiativen gegen Rassismus und Faschismus auf die Straße. Auch wir aus Hamburg werden sie bei ihrer Demonstration unterstützen!
Alle Infos zur Situation in Kiel und zur Demo >>>
Infos zur gemeinsamen Anreise aus Hamburg folgen in den nächsten Tagen!
Aufruf aus Kiel:
Runder Tisch gegen Rassismus und Faschismus Kiel ruft auf zur DEMONSTRATION am 24. Mai 2008 um 11.30 Uhr
Zu der Kommunalwahl in Schleswig-Holstein tritt die faschistische NPD in 4 Kreisen an, in Kiel mit einer Kreisliste, sowie mit DirektkandidatInnen in allen 27 Wahlkreisen, darunter bekannte Gewalttäter.
Mit der Teilnahme an der Wahl unternimmt die NPD einen erneuten Versuch sich als Teil eines akzeptierten politischen Spektrums zu etablieren.
Mit dumpfen Parolen will die NPD die tatsächliche Unzufriedenheit der Bevölkerung in Wahlstimmen umsetzen und ihre menschenverachtende Ideologie gesellschaftsfähig machen.
1933 haben die Nationalsozialisten nicht die Lösung sozialer und
gesellschaftlicher Probleme gebracht - Diktatur, die Zerschlagung von Parteien und Gewerkschaften, Zwangsarbeit, Krieg und Völkermord waren Ziel und Folge ihrer Politik.
Auch heute schrecken Nazis vor Brandanschlägen auf Synagogen und Asylbewerberunterkünfte, vor Terror und brutaler Gewalt nicht zurück. Es gibt ungezählte Verletzte und Verfolgte, seit 1990 wurden über 130 Menschen in der Bundesrepublik aus faschistischen und rassistischen Motiven ermordet.
Auch in Kiel häufen sich in letzter Zeit wiederholt gewalttätige
Übergriffe durch Faschisten. Ende April gab es eine Woche jeden Tag einen neuen Anschlag, z.B. auf Kindereinrichtungen, Wohnungen und einen Buchladen.
Dem müssen wir Einhalt gebieten.
Gleichzeitig versucht die NPD mit populistischen Aussagen z.B. gegen den Sozialabbau Anschluss an die bestehenden Proteste in der Bevölkerung zu bekommen. Sie knüpft dabei an chauvinistisches Gedankengut und rassistische Argumentationen, die teilweise quer durch Parteien und Medien in der Gesellschaft verankert sind, an. Dazu werden scheinbar einfache Lösungen angeboten.
Die Geschichte mahnt uns, den Nazis heute rechtzeitig und konsequent entgegenzutreten.
Wir treten ein für eine sozial gerechte und offene Gesellschaft.
Und wir fühlen uns verbunden mit den Menschen, die in vielen Teilen dieser Welt um ihre Rechte kämpfen.
Deshalb sagen wir:
Im Kieler Rathaus ist kein Platz für die NPD!
Auf unseren Straßen ist kein Platz für Faschisten!
Solidarisches Verhalten und Zivilcourage bis hin zum zivilen Ungehorsam tun not.
Viele positive Beispiele, wie auch unser Kieler Widerstand gegen einen NPD-Aufmarsch am 29.1.2005 mit zehntausend TeilnehmerInnen, zeigen, dass es möglich ist sich gegen die Auftritte von Nazis im öffentlichen Raum zu wehren.
Der Widerstand gegen die Kandidatur und die Stimmabgabe für die NPD, ist uns ebenso wichtig, wie der Widerstand gegen Kundgebungen, Aufmärsche, gegen den Kauf von Häusern für faschistische Schulungszentren oder die massive Verteilung von faschistischer Propaganda in unseren Städten, vor Schulen und Kinder- und Jugendeinrichtungen.
Wir rufen alle antifaschistischen und demokratischen Verbände, Organisationen, MigrantInnenorganisationen, Gewerkschaften, Institutionen, Parteien und Einzelpersonen auf, sich an unserem Protest gegen die Kandidatur der NPD und ihre Aktivitäten zu beteiligen.
Wir fordern alle PolitikerInnen, besonders die Kandidatinnen und Kandidaten zur Kommunalwahl 2008, auf, sich unmissverständlich gegen jegliche Auftritte der NPD und anderer faschistischer Kräfte auszusprechen und nach ihren Möglichkeiten zu Gegenöffentlichkeit und Gegenwehr beizutragen.
Es muss Schluss gemacht werden mit der schleichenden Gewöhnung an Naziaktivitäten und dem Auftreten der Nazis in Parlamenten.
Ein Beitrag ist es, den Einzug der faschistischen NPD ins Kieler Rathaus zu verhindern!
Setzen wir gemeinsam ein deutliches Zeichen gegen Faschismus!
Keine Stimme den Nazis!!
Sorgen wir gemeinsam dafür, dass unsere Stadt ein schlechtes Pflaster für Faschisten bleibt!
Antifaschistische Demonstration: 24. Mai 2008
Auftaktkundgebung: 11.30 Uhr, Bahnhofsplatz
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