Nazis in der Nachbarschaft - hingucken oder wegducken?
6. Juni 2008
, Geschrieben von Parents
Veröffentlicht in
#Kampf gegen Nazis - Bundesweit
| FAKT ist …! | MDR FERNSEHEN | 02.06.2008 | 22:05 Uhr 2007 ging die Zahl "politisch motivierter Kriminalität – rechts" gegenüber dem Vorjahr leicht auf 17.176 zurück. Aber die Zahl der Neonazis stieg um 200 auf 4.400. Schwappt eine rechte Welle über Deutschland oder wird die Gefahr, die von Neonazis ausgeht, überschätzt? Darüber diskutiert Moderatorin Ines Krüger mit ihren Gästen. | | |
| Vor einem Jahr: Theaterleute in Halberstadt wollen eigentlich nur eine Premiere feiern. Doch aus dem fröhlichen Anlass wird eine "Horror-Show", denn die Ensemblemitglieder werden von Neo-Nazis grundlos angegriffen und zusammengeschlagen. Schwere Vorwürfe gegen die untätige Polizei werden laut. Fehlt das Problembewusstsein? Tun die Behörden wirklich alles, um möglichst schnell aufzuklären? Halberstädter Bürgerinnen und Bürger sind entsetzt, es wird diskutiert, gegen rechte Gewalt demonstriert. Die Täter werden gefasst, der Haupttäter in dieser Woche zu zwei Jahren Haft verurteilt, drei andere Angeklagte wurden freigesprochen, da eine Beteiligung nicht nachgewiesen werden konnte. Hat damit wieder alles seine rechtsstaatliche Ordnung? | | | | | Intendant André Bücker bei einem der Verletzten im Krankenhaus | Nach dem jetzt veröffentlichten Verfassungsschutzbericht sank zwar 2007 die "Politisch motivierte Kriminalität – rechts" gegenüber dem Vorjahr leicht auf 17.176 Straftaten. Allerdings: Die Zahl der als Neonazis eingestuften Bürger stieg um 200 auf 4.400. Und die sind sehr aktiv, versuchen, in Wahlkämpfen Ausländerhass zu schüren, oder bringen CDs heraus, um Kinder und Jugendliche mit ihrem braunen Gedankengut zu infizieren. Schwappt eine rechte Welle über Deutschland oder wird die Gefahr der Neo-Nazis überschätzt? Hingucken oder wegducken, wenn der braune Mob marschiert? Welche Folgen hat die Verharmlosung rechtsradikaler Gewalt? Was tun, wenn das eigene Kind in die rechte Szene gerät? | | | | Darüber diskutiert Ines Krüger mit folgenden Gästen: - Petra Pau, Stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag
- Prof. Dr. Angela Kolb, Ministerin der Justiz des Landes Sachsen-Anhalt, SPD
- Frank Jansen, "Tagesspiegel"-Redakteur
- Heike Kleffner, Mobile Beratung für Opfer rechter Gewalt, Magdeburg
| | | | Ob und wie die überfallenen Theaterleute das Geschehene verarbeitet haben, darüber spricht Bürgermoderatorin Ines Klein mit den Betrof-fenen. Bei ihr zu Gast sind auch der Intendant des Nordharzer Städte-bundtheaters in Halberstadt, André Bücker, und Rainer O. Neugebauer, Mitglied im Bürger-Bündnis für ein gewaltfreies Halberstadt. | |
Quelle: MDR