Overblog Alle Blogs
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU
Werbung

Experte im Einsatz: Mit Rat und Tat gegen die Aktivitäten von Neonazis

11. Juni 2008 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - Norddeutschland

Experte im Einsatz: Mit Rat und Tat gegen die Aktivitäten von Neonazis
vom 09.06.2008

Das Amt für Jugend, Familie und Frauen macht gegen Neonazis mobil: Ein Szene-Experte wird künftig Jugendgruppen, Schulen und Familien mit Rat und Tat bei der Bekämpfung rechtsradikaler Umtriebe unterstützen. Der erfahrene Diplom-Sozialpädagoge und Streetworker Dirk Heine gehört zu einem landesweiten Beratungsnetzwerk, das mit Mitteln des Bundes aufgebaut wurde.

Bis 2010 stellt das Bundesministerium für Familie und Jugend jährlich fünf Millionen Euro für sein Programm „kompetent. für Demokratie“ bereit. Das Ziel: Wer rechtsextremistische, fremdenfeindliche oder antisemitische Vorfälle beobachtet oder selbst Opfer rechter Gewalt wird, soll sich bei dem Netzwerk Rat und Hilfe holen. Als Beispiele nennt Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen Hakenkreuzschmierereien in einer Jugendeinrichtung, rassistische Übergriffe im Fußballverein oder die Verbreitung einschlägiger Propaganda.

Für das Amt für Jugend, Familie und Frauen in der Seestadt kommt die Initiative gegen Rechts wie gerufen. Schon im März 2007, so Jugenddezernent Melf Grantz, habe sein Amt bei der senatorischen Behörde in Bremen nach der Förderung solcher Aktionen gefragt, da es in Bremerhaven „Bedarf an kompetenter Beratung für Träger der Jugendarbeit, Schulen und Familien“ gebe.

In diesem Jahr hatten die Bemühungen Erfolg: Das Land machte Fördergelder aus dem Bundesprogramm locker, mit denen das Netzwerk für Bremen und Bremerhaven starten konnte. Angesiedelt wurde es im Ressort der Sozial- und Jugendsenatorin, wo Sozialpädagoge Heine gemeinsam mit einem Bremer Kollege Anfang Juni seinen Job angetreten hat. Zunächst ist er in der senatorischen Beratungsstelle unter Tel. 0421/361-10194, E-Mail: dirk.heine@soziales.bremen.de, zu erreichen, vom Oktober an dann an mehreren Wochentagen in der Seestadt bei den Streetworkern im Freigebiet 1, Tel. 4191919.

Dass sich gerade Heine um mögliche Umtriebe aus der rechtsradikalen Ecke kümmern soll, ist für Jugendstadtrat Grantz eine „hervorragende personelle Lösung“: Das Mitglied des Vereins für Freizeitgestaltung e. V. war bereits vor einigen Jahren als Streetworker in der Seestadt aktiv und machte sich damals einen Namen als Experte für die Neonazi-Szene.
Werbung
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post