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Sommersonnenwende an den Externsteinen

23. Juni 2008 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - Bundesweit

Blub 06.06.2008 18:15 Themen: Antifa
Auch in diesem Jahr in der Nacht vom 20. auf den 21. Juni werden sich wieder jede Menge Neonazis und Anhänger der neuheidnischen Nazi-Sekten an den Externsteinen im Teuteburger Wald bei Horn/Bad Meinberg (Nähe Detmold) treffen um das angeblich altgermanische Fest der Sommersonnenwende zu feiern.
Die Externsteine gelten den Faschisten als altgermanische Kultstätte des Stammes der Sachsen.
Die Externsteine - Mittelpunkt ``heidnischer Metaphysik'' An den Externsteinen bei Horn treffen sich zur alljährlichen Sommersonnenwende am 20/21. Juni um die 1000 Personen, die verschiedenen esoterischen und germanischen Kulten frönen oder auch nur feiern wollen. Dazu gehören auch Neonazis, die in jedem Jahr dort vertreten sind.

Hintergrund ist die den Steinen angedichtete Funktion als altgermanisches Heiligtum. Verantwortlich dafür sind vor allem die NS-Forschungsgemeinschaft ``Das Ahnenerbe'' und deren Präsident, der Reichsführer SS Heinrich Himmler, die versuchten die Höhlen und Bildhauereien in diesem Sinne zu interpretieren. 1934 wurden umfangreiche Ausgrabungsarbeiten vorgenommen. Vor allem die Veröffentlichungen von Wilhelm Teudt haben zu zahlreichen Legenden geführt, von denen sich allerdings keine einzige wissenschaftlich bestätigen ließ. Dennoch haben sie auch nach 1945 Eingang in Prospekte und Beschreibungen gefunden und sind teilweise bis heute verbreitet. Tatsächlich sind alle Bildhauereien an den Externsteinen christlichen Ursprungs und nichts weist darauf hin, dass sie einmal als germanisches Heiligtum dienten.9 Für die Nationalsozialisten hatte die Germanisierung der Steine denn auch vor allem eine politische Funktion, die sie hinter religiös-emotionalem Ahnenglauben verbargen. Die mystische Funktion beschreibt eine Massenbroschüre der ``Ahnenerbe-Stiftung'' von 1939: ``Wir aber spüren, daß wir an einer Stätte stehen, die unseren Ahnen heilig war. (...) Sie erkannten im Werden, Vergehen und Neuerstehen das ewig deutsche Schicksal, dem der göttliche Wille bis in ferne Zeiten immer wieder ein neues Werden und Auferstehen zuteil werden läßt.''10

Germanenkult und Neoheidentum An derlei Deutungen knüpft heute die u. a. von Burckhart Weecke aus Horn geleitete Zeitschrift ``Metapo'' an. Hans-Jürgen Hagel aus Detmold schrieb dort, ``unzweifelhaft'' seien die Externsteine ``Das Heiligtum der Germanen'' gewesen: ``Sie bildeten den Mittelpunkt des alles umfassenden Kultus einer existenziell-ganzheitlich heidnischen Metaphysik.''11 Unter das bunte Volk, das sich zur Sommersonnenwende an den Externsteinen tummelt, mischen sich daher zahlreiche Neonazis und heidnischgermanische Sekten. Der germanisch/heidnische Mythos dient ihnen als Religionsersatz und Legitimation des Nationalsozialismus gleichermaßen. Blutsglaube, Rassismus, biologistisches Menschenbild, soldatisches Heldentum oder ein Ganzheits- und Naturglaube werden hier in religiös verklärter Form zelebriert und propagiert. Der Verbreitung dieses sogenannten Neoheidentums dienen mehrere Sekten, die fest in das neonazistische Netz- , werk eingebunden sind. Eine davon ist die ``Artgemeinschaft - Germanische Glaubensgemeinschaft'', (siehe Kasten `Die Artgemeinschaft')
In der Vergangenheit gehörten vor allem Gruppen und Mitglieder der später verbotenen ``Wiking-Jugend'', ``Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei'' und ``Nationalistischen Front'' zu denjenigen, die in wallenden Gewändern und mit gehörnten Kopfbedeckungen germanischen Kulten huldigten. Heute sind es Neonazis aus dem Spektrum der ``Freien Kameradschaften''. Im Jahr 2001 trat der Bielefelder Bernd Stehmann mit mehr als 30 seiner KameradInnen auf. Sie versuchten die anwesenden AntifaschistInnen, die dort aufklärende Flugblätter verteilten, zu behindern und zu provozieren. Auch außerhalb der Sonnenwendfeiern sind gelegentlich Neonazis an den Steinen anzutreffen. Ende September 2001 trafen sich dort freie Kameraden aus Ostwestfalen, Niedersachen und Berlin zu einem paramilitärischen Orientierungsmarsch.

Die ``Artgemeinschaft'' Die ``Artgemeinschaft - Germanische Glaubensgemeinschaft'' gibt die ``Nordische Zeitung'' heraus, die von dem bekannten extrem rechten Anwalt Jürgen Rieger verantwortet wird. Zu den Grundlagen gehört das sog. ``Artbekenntnis'' zu den Idealen und Merkmalen der ``Rasse''. Wie die Nationalsozialisten verbreitet der Verein eine völkische Blutsmystik und kämpft um ``volkliche Einheiten wie Gau und Stamm, Reich und Volk. Lebendige geistige Wirklichkeit ist die Gemeinschaft des Blutes.''12 Die Artgemeinschaft gliedert sich in regionale Gefährtenschaften und Freundeskreise. In Ostwestfalen existiert der ``Freundeskreis Wittekindsland'' der Artgemeinschaft. Zur ``Pflege und Stärkung des Artglaubens'' lud Gerd Rothe aus Bad Oeynhausen die Kameraden zum ``22.Julmond 3799 n.St.'' (22.7.1999) nach Langenholzhausen im Kalletal zu einer Sommersonnenwendfeier ein. Diese fand an einem der zahlreichen Findlinge statt, die den Sekten neben den Externsteinen als Ort für Kultfeiern dienen. Zum Kreis der Artgemeinschaft gehört auch Gerd Ulrich aus Detmold. In der ``Nordischen Zeitung'' zeigten er und Anna-Maria Ulrich die Geburt ihrer Tochter Gerlind an.12 Nach Angaben des Magazins ``Die Waage'', war Ulrich zuvor ``Gauleiter'' der mittlerweile verbotenen ``Wiking Jugend''. Weitere Familiennachrichten fanden sich in der Nordischen Zeitung von Markus und Heike Spilker (Herford), Günter und Irina Bremermann (Stemwede) sowie Hartmut und Dagmar von der Heide (Detmold).
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R
<br /> das is doch alles blödsinn ich war dort die letzten Jahre und ich empfinde es als eins der schönsten spirituellen ereignisse die ich je erlebt habe.<br /> Ich habe mich mal vollkommen auf die menschen eingelassen und gemerkt wie nett eigentlich alle dort sind .neonazis hab ich ehrlich gesagt keine gesehen nur hilfsbereite menschen die sogar stöckchen<br /> für uns gesucht haben,dort wachs draufgeträufelt haben und uns geschenkt haben nur damit wir unser feuer anbekommen.<br /> Der Müll wurde auch sehr sorgfältig eingesammelt und friedlich war es auch...so ein schwachsinn ich find das total bescheuert die verbieten das diese Jahr doch nur weil die da so ein<br /> Musicaltheather hin haben wollen und dieser "abschaum" wie sie die menschen bezeichnen die dort zur sommersonnenwende hingehen da nicht haben wollen weil die den ruf ja zerstören könnten wenn ein<br /> fest einmal im Jahr dort stattfindet an dem nicht unendlich viele gelder ausgegeben werden für polizei usw.<br /> <br /> <br />
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T
Ich schließe mich vollkommen Herrn Rüdiger von Gizycki an:Meines Erachtens hat politisches Gehabe, egal aus welcher Ecke, nichts, aber auch rein gar nichts auf einem Treffen wie der Sommersonnenwende bei den Externsteinen zu suchen! Und wer meint, wie auch immer geartetete politische Interessen dieser Feier durch Schreiben wie Ihres herauszuinterpretieren, liegt mindestens genauso falsch wie die Leute, die im Beitrag so reichlich zitiert werden.Zweiffellos habt Ihr eine sehr eingeschränkte Sichtweise, und nehmt die anderen Menschen, die dort frei von jeglichen politischen Gedanken an diesem Ort feiern nicht mehr wahr, denkt nur in Schwarz oder Weiß, Freund oder Feind. Ich fühle mich durch diesen Beitrag in die Schublade der rechten Szene gesteckt und als Gast vor Ort diffamiert. Sicherlich gibt es den einen oder anderen Heckenpenner dort, aber ob der schwarz oder weiß ist, ist mir scheißegal, solange er mir nicht versucht, seine Meinung aufzudrücken und sich sonst friedlich verhält. Ich war dieses besagte Wochenende wieder mit ein paar Freunden von Freitag bis Sonntag bei den Externsteinen, und mal abgesehen davon, dass wegen des Wetters weniger Leute kamen, habe ich bei all den Hunderten Menschen nur einen EINZIGEN (!) Heckenpenner der rechten Szene ausgemacht. Dieser Mann im gelben Pulli gab sich als vermeintlicher Tourist aus und suchte explizit das Gespräch mit denen, die dort zelteten. Durch sein aufgezwungenes Gespräch über Runen und seine vorgeschobene Sorge, dies könnte eine Veranstaltung mit vielen Nazis sein, ist er sehr schnell aufgeflogen. Und ich habe noch nie einen "Tourist" gesehen, der ohne Rucksack oder mindestens Fotoapparat in bester Sonntagskleidung einschließlich edler Schuhe freiwillig über eine vollkommen verschlammte Wiese latscht.  Wir haben dem Mann gründlich die Stimmung versaut mit unserem Vortrag darüber, das Politik hier und heute nichts zu suchen habe und dass er aufhören solle, in Schubladen zu denken. Daraufhin ist er erstmal verschwunden, um seinen Frust in einem Kaffee zu ertränken.   Später beobachteten wir den Mann im gelben Pulli oben von den Steinen aus, wie er erneut versuchte, Stimmen für sich und seine Einstellung zu gewinnen. Sicher, ein, zwei Visitenkarten ist er losgeworden, aber zu 99% ist er offen abglehnt worden und hat keinen Erfolg gehabt mit seiner Masche. Viel größer als über mögliche Nazis ist die Sorge vor Ort darüber gewesen, dass es einige Leute nicht schaffen ihren Müll wegzuräumen und unzählige Feuer angezündet werden, zum Teil auch im Wald. Was dazu führt, dass offiziell die Feiern der Walpurgisnacht und der Sommersonnenwende bei den Externsteinen ab 2010 nicht mehr stattfinden dürfen. Die Sorge geht um Naturschutz und ist zumindest bei den Externsteinen viel größer im Moment, als die Sorge darüber ob ein EINZELNER Heckenpenner auf Stimmenfang geht oder nicht. Mein Fazit ist demnach: Es macht keinen Sinn, unendlich viele Zitate einzelner Sätze aneinander zu basteln, die vielleicht vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen  und deren tatsächliche Bedeutung innerhalb der jeweiligen Textquelle für den Leser dieses Blogbeitrags nicht nachvollziehbar ist. Denn wenn Ihr nicht genau die Quellen bekannt gebt, seid Ihr nicht besser und sicherer in der Argumentation als das rechte Spektrum.Ich kann nur empfehlen, Euch vor Ort eine eigene Meinung zu bilden, bevor ihr wegen einem EINZIGEN Heckenpenner (wie dem im gelben Pulli) so eine Welle schiebt und die Leute, die nur zum Feiern da sind, mit den Nazis in eine Schublade steckt. Und bemüht Euch, nicht mehr zu pauschalisieren! Ich bin explizit wählen gegangen, damit die Rechten keine Stimme kriegen, ergo bin ich definitiv alles andere als rechts eingestellt!So, und jetzt bin ich schon weit weniger wütend. *puh* Mein Kommentar ist nicht - und das möchte ich betonen - als Angriff auf Eure politische Gesinnung zu verstehen, jedem die seine. Aber alle Gäste der Sonnenwendfeier in einen Pott zu stecken ist nicht in Ordnung. Hier gibt es übrigens noch eine schöne Beschreibung des Focus der Feiern vor Ort, es werden ganz gut all die Facetten der Gäste beschrieben (unter Punkt 2.): http://bb.focus.de/focus/viewtopic.php? ... ternsteine
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R
Vorweg: Meine E-mailadresse existiert nur noch bis zum 26.6. da ich den Provider wechsele.Nun zum Kommentar.Die Sonnenwende bei den Externsteinen in die faschistische Ecke zu rücken ist absolut unzulässig und nicht der Wahrheit entsprechend. Wie in jeder versammelten Menschenmenge natürlich auch solche menschen verstecken, wird es jene wohl auch dort geben. Grundsätzlich aber treffen sich dort Menschen, die irgendwie auf der spirituellen Suche sind oder aber schon vom Suchen zum, Finden gekommen sind. Auf jeden Fall sind es Menschen, die keine finsteren Gedanken hegen. Zweifellos ist es so, das die Sommersonnenwende nicht nur in Deutschland, sondern überhaupt in niordischen Ländern gerne gefeiert wird. Der unmittelbare Bezug des Menschen zur Natur und dessen erleben und dessen essentielle Abhängigheit davon ist unbestreitbar, Antifa hin oder her. Es ist außerdem eine unorganisierte Veranstaltung und jeder kann da sein Ding machen. Das da für Nenozais, Neuheidentum oder andere Sekten geworben würde, ist auch nicht der Fall. Wer mehr wissen will, der sollte sich meinen Artikel durchlesen und diesem Link folgen: http://www.frankhelbig.de/Externsteine/html/sommersonnenwende_2007_rudiger.htmlMehr ist dazu nicht zu sagen. Ich bin jetzt das zweite Mal dort und habe durchweg offene und freundliche Menschen erlebt. Nächstes Jahr bin ich wieder da.Mit freundlichem GrußRüdiger von Gizycki
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