Gegen Nazi-Bands in Hannover
Liebe Freundinnen und Freunde, liebe MitstreiterInnen und GenossInnen,
Für den kommmenden Freitag wird auf Flyern für eine Party in der
Innenstadt Disko "Scumclub" (Georgsstr. 50b) geworben. Soweit nichts
ungewöhnliches, doch sind auf dem Flyer die Logos verschiedener
eindeutig neonazistischer Bands abgebildet. Ganz offen wird mit den
Logos von Bands wie Skrewdriver (politisch und musikalisch
einflussreichste Band der Rechtsrockgeschichte), Endstufe (dienstälteste
Rechtsrockband aus Deutschland), Nordfront (Rechtsrockband aus Hannover)
und Kategorie C/Hungrige Wölfe (benannt nach der polizeilichen
Bezeichnung für "gewaltsuchende" Fussballfans) geworben.
Für uns, die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] steht fest, wer auf
diese Art der Werbung reagieren wird: Neonazis. Ist also davon
auszugehen, dass sich am kommenden Freitag zahlreiche Neonazis in der
Innenstadt versammeln werden und eine No Go Zone für diejenigen
geschaffen wird, die nicht in das menschenverachtende Weltbild der
Neonazis passen.
Dies gilt es zu verhindern!
Am besten wäre die Absage der Party im Vorfeld zu erreichen. Wir haben
bereits eine Pressemitteilung geschrieben. Wir würden euch bitten euren
Einfluss zu nutzen, um andere Stellen auf das Thema aufmerksam zu machen.
Im Anhang findet ihr die besagte Pressemitteilung. Den Flyer haben wir
zu Informationszwecken und für die Presse ins Internet gestellt (s.
http://web.resist.ca/~aah/extra/). Unter dieser Adresse findet ihr auch
Informationen zu den Bands, deren Logos abgebildet wurden.
Mit antifaschistischen Grüßen!
--
Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]
c/o Infoladen, Kornstr. 28-30, 30167 Hannover
aahannover@gmx.de | www.antifa-hannover.tk
Sehr geehrte Damen und Herren,
im folgenden finden sie eine Pressemitteilung der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH]. Das Thema ist eine Partyankündigung für den kommenden Freitag in der Diskothek „Scumclub“ in der Innenstadt von Hannover. Der Ankündigungsflyer zur Party wirbt mit den Logos bekannter neonazistischer Bands. Es ist zu befürchten, dass sich Neonazis in der Innenstadt treffen und faktisch eine No Go Area für diejenigen entsteht, die nicht in das menschenverachtende Weltbild der Neonazis passen.
Um Veröffentlichung der Mitteilung wird gebeten.
Mit antifaschistischen Grüßen,
Sonja Brünzels, Pressesprecherin der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH]
Zu den abgebildeten Bandlogos:
Endstufe: Die 1981 gegründete Band aus Bremen gilt als dienstälteste Rechtsrockband Deutschlands. Sie hat einen starken Bezug auf die Skinheadbewegung mit einer Nähe zu den neonazistischen Hammerskins. Die Tonträger „Der Clou“ (1987) und „Skinhead Rock'n'Roll“ (1990) wurden am 28.11.1992 bzw. 06.07.1992 indiziert.
Skrewdriver: Die Vorgängerband wurde 1975 von Ian Stuart Donaldson in Großbritannien gegründet. 1977 benannte sich die Band in Skrewdriver um. Donaldson war Mitglied der faschistischen „National Front“ und später Gründer des weltweiten „Blood & Honour“ (deutsch: Blut und Ehre, Gravur auf den Fahrtenmessern der Hitlerjugend) Netzwerkes. Die deutsche Sektion wurde im September 2000 verboten.
Bis zu seinem Tod 1993 nutzt Donaldson die Band um NS-Ideologie durch Musik zu vermitteln, damit war sie die politisch und musikalisch einflussreichste Band der Rechtsrockgeschichte.
Kategorie C/Hungrige Wölfe: Die Band nennt sich nach der polizeilichen Bezeichnung für „gewaltsuchende“ Fussbalfans. Frontmann Hannes Ostendorf ist der Bruder des NPD- und früheren Blood & Honour Aktivisten Henrik Ostendorf aus Bremen. Es verwundert nicht, dass immer wieder Verbindungen zur organisierten Neonaziszene nachgewiesen werden. 1999 ist die Band auf dem Sampler „Die Deutschen kommen II“ zusammen mit Rechtsrock-Bands wie Landser, Stahlgewitter, Kraftschlag und HKL vertreten. Am 30.12.2000 wurde die CD indiziert.
Im Oktober 2006 trat Ostendorf auf einem von der NPD angemeldeten Aufmarsch mit Konzert für den inhaftierten Sänger der Neonaziband Landser in Berlin auf.
Nordfront: 1997 gründete sich die Band in Hannover. Unter den diversen Konzerten waren zwei Auftritte bei Blood & Honour - Konzerten in Dänemark 1998 und 1999. Ihre erste CD „Werft sie raus“ (2000) wurde am 30.10.2004 indiziert.
Für zusätzliche Informationen empfehlen wir folgende Internetseiten:
Zu Thor Steinar: www.stop-thorsteinar.de.vu und http://investigatethorsteinar.blogsport.de
Zum Überfall vor dem Rockhouse: http://de.indymedia.org/2008/05/217023.shtml
Zur kleinen Anfrage: http://www.mi.niedersachsen.de/master/C47573286_L20_D0_I522_h1.html
Zu Rechtsrock und Bands: www.turnitdown.de
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Pressemitteilung: Hannover: Innenstadt Disko wirbt mit Nazibands – AntifaschistInnen fordern: „Keine Räume für Nazis!“
Für den kommenden Freitag, 4. Juli 2008 ist mit einer Neonaziparty im „Scumclub“ (Georgsstr. 50b) in der Innenstadt von Hannover zu rechnen. Der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH] liegt ein Flyer einer Party vor, auf dem Logos verschiedener neonazistischer Bands abgebildet sind. Es kann davon ausgegangen werden, dass sich zahlreiche Neonazis in der Innenstadt versammeln.
Für den kommenden Freitag ist im „Scumclub“ (Georgsstr. 50b) eine Veranstaltung mit dem Titel „Die letzte Party“ angekündigt. Auf dem Flyer zur Party werben die Veranstalter mit den Logos bekannter Rechtsrockbands wie Endstufe, Skrewdriver und Nordfront. Bei fast jeder Band finden sich indizierte Stücke. Ob auf der Party auch Rechtsrock gespielt wird, kann nicht ausgeschlossen werden.
Sonja Brünzels, Sprecherin der [AAH], führt dazu aus: „Bisher war der Scumclub dafür bekannt, dass ähnlich wie im Rockhouse Modemarken der extremen Rechten wie Thor Steinar, geduldet wurden. Das Werben mit den Logos eindeutig neonazistischer Musikgruppen stellt aber eine neue ,Qualität' dar.“
Im Innenstadtbereich werden in letzter Zeit häufiger Aktivitäten von Neonazis beobachtet. Erst Mitte Mai wurde eine Gruppe alternativer Jugendliche vor dem Rockhouse in der Kurt-Schumacher-Straße, ebenfalls Innenstadt, von Neonazis angegriffen und mindestens einer durch Tritte ins Gesicht schwer verletzt. Der Vorfall war Anlass einer kleinen Anfrage im niedersächsischen Landtag.
Gegen das immer dreistere Auftreten von Neonazis hat sich eine Kampagne für ein antifaschistisches Hannover zusammengefunden, mit dem Ziel „den Nazis die Räume zu nehmen“. Auf der Homepage www.kein-raum.de.vu informiert die Kampagne über ihre Arbeit.
Am kommenden Freitag werden sich zahlreiche Neonazis, angelockt durch die Flyer, in der Innenstadt von Hannover treffen. Gewalttaten können nicht ausgeschlossen werden.
Brünzels abschliessend: „Die Veranstalter schaffen damit eine No-Go Zone für alle, die nicht in das menschenverachtende Weltbild der Neonazis passen.
Ob im Scumclub oder im Rockhouse – Veranstaltungen, die offensiv mit neonazistischen Symbolen beworben werden oder bei denen Neonazis gern gesehene Gäste sind, dürfen keine Räume zur Verfügung gestellt werden. Wir fordern die Absage der Party!“
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im folgenden finden sie eine Pressemitteilung der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH]. Das Thema ist eine Partyankündigung für den kommenden Freitag in der Diskothek „Scumclub“ in der Innenstadt von Hannover. Der Ankündigungsflyer zur Party wirbt mit den Logos bekannter neonazistischer Bands. Es ist zu befürchten, dass sich Neonazis in der Innenstadt treffen und faktisch eine No Go Area für diejenigen entsteht, die nicht in das menschenverachtende Weltbild der Neonazis passen.