Rocken gegen Rechts in Alfeld, Finow, Isny, Weyhe
Sie heißen Stu!Shit, The Troom, Black Jack, Ichy Poopzkid und 'Das Goldenen Handwerk', junge Bands, die weit über den Weyher Raum bekannt sind und eins gemeinsam haben: Für sie ist klar, dass „es wichtig ist, dass mit diesem Festival eine breite Masse daran erinnert wird, dass Rassismus in unserer Gesellschaft nichts zu suchen hat,“ so die Weyher Musiker von Stu!Shit.
Reaktion auf NPD-Schulhofoffensiven
Gut zu beobachten war diese Strategie auch im Bremer Umland: Mit ihrer sog. „Schulhofoffensive“
wollte die NPD gezielt Schüler mit Hilfe von Propaganda-CDs ansprechen. Sollten Jugendliche
Interesse zeigen, wären sie nach dieser Strategie zunächst durch Freizeitaktivitäten weiter an den rechten Rand herangeführt worden, bevor die eigentliche politische „Schulung“ begonnen hätte.
Das aufMUCKEn stellt eine Gegenstrategie dar: Über das Konzert und die Musik soll das Thema auf die Tagesordnung gesetzt werden. Besuchern bietet das Konzert einen
Treff- und Kristallisationspunkt, um einerseits Gleichgesinnte zu treffen und um andererseits
ungezwungen politisch zu diskutieren oder einfach nur soziale Kontakte zu pflegen.
Über die Homepage www.aufmucken.com fungiert es außerdem als erster „Anlaufpunkt“ für Jugendliche, die Probleme mit Neonazis haben.
Gleichzeitig zeitig bietet das Konzert die Möglichkeit auch nicht betroffene oder unpolitische
Jugendliche ohne „erhobenen Zeigefinger“ für das Thema sensibel zu machen, um so
auch weniger anfällig für rechte Propaganda zu sein. Weiterhin ist es eines der wenigen großen
Freizeitangebote für Jugendliche in Weyhe. Zusätzlich zum Konzert wird versucht, durch Informationsveranstaltungen, Diskussionen o.ä. das Thema auch inhaltlich weiter zu beleuchten. Durch eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde ist es gelungen, das Konzert in weitergehende Aktionen einzubetten.
29.8. Acht Bands für Toleranz in Alfeld an der leine
Veranstalter ist der Stadtjugendring Alfeld e. V. in Zusammenarbeit mit der Jugendpflege der Stadt Alfeld. Der Stadtjugendring Alfeld e. V. (SJR) ist der Dachverband Alfelder Verbände, Institutionen undOrganisationen, die die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu ihren Aufgaben zählen.
Die Veranstalter möchten mit der Veranstaltung „GeTZ – für Gemeinschaft, Toleranz und Zivilcourage“ bei den Bürgerinnen und Bürgern und insbesondere bei Jugendlichen für ein harmonisches Zusammenleben werben, das allen gerecht wird, das von gegenseitigem Respekt und Entgegenkommen geprägt ist und bei man sich füreinander einsetzt – seien die Menschen noch so verschieden. Dabei ist es den Veranstaltern wichtig, vor Gewalt und den Gefahren von unsozialem und extremistischem Gedankengut zu warnen und auch darüber zu informieren, wie insbesondere rechtsextremistische Gruppierungen heutzutage auftreten und junge Menschen versuchen zu „rekrutieren“.
Am 6.9. Rock me Amadeu in Finow bei Eberswalde
Damals wie heute besitzt Eberswalde eine aktive rechtsextreme und neonazistische Szene. Das hat sich unlängst auf beängstigende Weise im benachbarten Bad Freienwalde gezeigt.
Brandanschlag im benachbarten Bad Freienwalde
Dort wurde in der Nacht vom 12. auf den 13. Juni 2008 ein Brandanschlag auf den selbstverwalteten Jugendclub »Maquis« verübt. In dem Gebäude, einer alten Baracke im Industriegebiet, trafen sich seit fast einem Jahr eher linke und alternative Jugendliche und organisierten dort Konzerte und Veranstaltungen. Unverständlich bleibt vor diesem Hintergrund die Informationspolitik der zuständigen Behörden. Obwohl sich am 30.06.08 ein mutmaßlicher Täter aus dem rechtsextremen Spektrum der Polizei stellte, wurde die Öffentlichkeit nicht über die Hintergründe der Tat in Kenntnis gesetzt, beklagt die Opferberatungsstelle Opferperspektive in Brandenburg und listet mehrere Fälle rechtsextremer Bedrohungen auf:
28. Dezember 2007:
Eine Gruppe von sieben Rechten taucht in dem Gebäude auf und versucht durch verhörartiges Ausfragen der Anwesenden, Informationen über Personen des linken Spektrums in Bad Freienwalde zu erhalten. Sie drohen damit, dass das Gebäude sicherlich gut brennen würde und die Anwesenden vorsichtig sein sollten.
02. Februar 2008:
Drei Mitglieder der rechtsextremen Szene versuchen, sich gewaltsam Zugang zu den Räumen zu verschaffen, dabei schlagen sie ein Fenster ein. Zwei Personen im Inneren der Baracke alarmieren die Polizei.
03. Februar 2008:
Eine Gruppe Rechtsextremer verlangt Zutritt zu einem Konzert. Als sie am Betreten der Räume gehindert werden, schlägt einer der Rechten einen Jugendlichen ins Gesicht...
Ebenfalls am 6.9.: Rock am Rain in Isny im Allgäu
WEITERE KONZERTE GEGEN RECHTSEXTREMISMUS im Terminkalender.
UND NEU: Laut gegen Nazis bloggt....
www.mut-gegen-rechte-gewalt.de / hk
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