Eine Menschenverachtende Studie aus Chemnitz - über Hartz IV
Präambel
Die folgende Studie hat Wirbel ausgelöst. Sie ist in Presse und Rundfunk teilweise sinnentstellt
dargestellt worden. Auslöser der Studie war Unbehagen über das als intransparent empfundene
Verfahren der Berechnung der Leistungen der sozialen Mindestsicherung (Hartz IV,
Sozialhilfe).
Dies hat den Bedarf nach einer Neuberechnung ausgelöst. Die Studie kommt bei allen Unsicherheiten,
die derartigen Studien immer zugrunde liegen, zu dem Ergebnis, dass die tatsächlich
gewährten geldlichen Sozialleistungen leicht oberhalb des Rahmens liegen, der durch die
festgelegten Ziele der sozialen Mindestsicherung abgedeckt wird.
In der Studie werden daraus
keine Konsequenzen abgeleitet.
Gleichwohl hat die Berichterstattung über die Studie viele Menschen verletzt. Wir bedauern,
wenn sich jemand durch die Veröffentlichung der Ergebnisse der Studie in seiner persönlichen
Lebenssituation angesprochen, betroffen und gekränkt fühlt. Dies war in keiner Weise
Absicht der Studie.
Es war vielmehr Absicht, einen Beitrag zur Verbesserung der Situation vieler Menschen zu
leisten. Die Studie hat offen gelegt, dass die Bedürfnisse vieler Menschen nach Arbeit und
Anerkennung, deren notwendige Befriedigung man auch aus den Zielen der sozialen Mindestsicherung
herauslesen kann, nicht ausreichend erfüllt werden. Viele wollen sich einbringen
und etwas leisten, was heute sehr schwierig geworden ist. Die Studie zeigt, dass man hier ansetzen
muss, unser Sozialsystem positiv nach vorne zu entwickeln.
Wenn Sie die vielen einseitigen und spektakulären Pressemeldungen auch im Internet lesen,
dann denken Sie bitte daran, dass diese nicht ohne Absicht zugespitzt, einseitig und/oder verfälschend
formuliert sind. Sie als Person werden von den Medien benutzt, damit diese mehr
und teurer Werbung verkaufen können. Die Klick-Zahl soll gesteigert werden, und dazu liefert
man Ihnen Stichworte, von denen man weiß, dass Sie darauf reagieren. Mit den Ergebnissen
der Forschung hat das nichts zu tun.
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