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NPD und andere Nazis protestieren gegen Menschlichkeit in Wegberg

4. Oktober 2008 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - Bundesweit

Heute morgen sind gut 20 Neonazis in Wegberg aufmarschiert, um Ihren Protest gegen die Wegberger Tafel kundzutun. Diese hatte 1000 Euro an zwei Projekte für hilfsbedürftige Menschen in Afrika gespendet und dies nahmen die örtliche NPD und Neonazis aus der Region zum Anlass vor dem Privathaus der Vorsitzenden Gabriela Jansen ihre Fahnen zu schwenken und eine Unterstützung nur noch für deutsche Hilfsbedürftige zu fordern.

Obwohl die Kundgebung schon am Donnerstag angemeldet wurde, erfuhr die Betroffene Gabriela Jansen von Seiten der Behörden nichts von dem geplanten Protest.

Teilgenommen haben an dem Protest neben Helmut Gudat aus Hückelhoven (Chef des NPD-Kreisverbandes Mönchengladbach/Heinsberg und Mitglied des Kreistags Heinsberg) auch der Schatzmeister des Kreisverbandes Frank Pfennings aus Mönchengladbach, Michael Jansen, Chef des Krefelder NPD-Jugendstützpunktes (JN), einige „Autonome Nationalisten“, sowie ein paar Witzfiguren vom Volkssturm Rheinland und ein Anhänger des bewaffneten Arms des internationalen Neonazi-Netzwerkes „Blood & Honour“, welches in Deutschland verboten ist, aus Krefeld.

Mehr Artikel dazu:

http://klarmann.blogsport.de/2008/10/04/rechts-neonazis-marschieren-gegen-tafel-chefin-auf/

http://www.az-web.de/sixcms/detail.php?template=az_detail&id=675266&_wo=Lokales:Heinsberg



Rechts: Neonazis marschieren gegen Tafel-Chefin auf [update]

Wegberg. Ohne vorherige Information vonseiten der Behörden sind heute Neonazis vor dem Privathaus und Geschäftssitz der Vorsitzenden der Wegberger Tafel aufmarschiert. Rund 20 Rechtsextremisten versammelten sich am Morgen vor dem Haus von Gabriela Jansen. Beobachtern zufolge wollte die NPD so dagegen demonstrieren, dass besagte Tafel auch Spenden an Hilfsprojekte in Afrika leistet [1].

Zur Wochenmitte war über eine solche Spende an ein ausländisches Hilfsprojekt in der Lokalpresse berichtet worden. Nach bisherigen Recherchen meldete daraufhin der NPD-Kreisverband Mönchengladbach/Heinsberg am Donnerstag bei der Kreispolizeibehörde eine Versammlung für Samstag vor dem Privathaus und Geschäftssitz der Kleinunternehmerin an. Zudem sollte offenbar ein Demonstrationszug bis zur Ausgabestelle der Tafel folgen. Die NPD, hieß es, wollte gegen besagte Spenden demonstrieren und forderte demnach, dass die Tafel sich nur um „deutsche Hilfsbedürftige“ kümmern solle.

Trotz der NPD-Anmeldung am Donnerstag erfuhr die Betroffene erst am Freitagnachmittag durch Recherchen von „Klarmanns Welt“ vage davon, dass ihr möglicherweise eine NPD-Kundgebung ins Haus steht. Heute Morgen bauten sich dann die Neonazis mit Fahnen auf dem Fußweg auf. Nachdem Jansen ihnen angeboten hatte, gemeinsam im Laden der Tafel mit Betroffenen und Vereinsmitgliedern über jene Spenden zu diskutieren, folgten die Neonazis der Einladung. Vertreter der Tafel erklärten dabei, dass sie die Verwendung der Spende gut fänden. Zwar sollen NPD-Anhänger betont haben, dass sie dagegen seien, doch letztlich hätten sie inhaltlich nichts entgegensetzen können, so Beobachter. Der braune Spuk soll gegen 12.30 Uhr zu Ende gewesen sein.

Teilnehmer der NPD-Kundgebung waren Helmut Gudat (Hückelhoven), Chef des NPD-Kreisverbandes Mönchengladbach/Heinsberg und Mitglied des Kreistags Heinsberg, sowie der Schatzmeister besagten NPD-Kreisverbandes, Frank Pfennings (Mönchengladbach). Ferner nahmen einzelne „Autonome Nationalisten“ und Mitglieder der Neonazi-Clique „Volkssturm Rheinland“ (VSR) aus Mönchengladbach und Eschweiler teil.

Aus Krefeld war Michael Jansen, örtlichen Antifaschisten zufolge Chef des Krefelder NPD-Jugendstützpunktes (Junge Nationaldemokraten, JN), anwesend. Zudem war ein NPD-Mitglied aus Krefeld in Wegberg, das sich auf seiner privaten Homepage bis vor kurzem noch offen zur Neonazi-Terrorgruppe „Combat 18“ bekannte und Werbung für den bewaffneten Arm des in Deutschland verbotenen, internationalen Neonazi-Netzwerkes „Blood & Honour“ machte. [© Klarmann]

[1] Zur breit gestreuten Hilfe durch die Tafel für Betroffene siehe den Bericht in der Lokalpresse




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