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Alle Macht den Räten! - 5.11.08 10-16 Uhr

13. Oktober 2008 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Antisemitismus

Alle Macht den Räten!

Vor 90 Jahren:

Die Novemberrevolution und ihre Folgen

Veranstaltungsreihe in Hannover, November 2008

„… die Revolution ist kein Schandfleck. Sie war – besonders nach vier Jahren Hunger und Ausblutung – eine Ruhmestat. Ein Schandfleck ist der Verrat, der an ihr verübt wurde. (…) Deutschland krankt an der verratenen Revolution von 1918 noch heute.“ (Sebastian Haffner)

 

Veranstalter:

Arbeitskreis Regionalgeschichte, Kino im Sprengel, Ver.di, Ver.di Bildungswerk

Wir schicken Ihnen gerne das gedruckte Veranstaltunsprogramm zu.

Vorwort:

Als Deutschland wurde, wie es ist:

Novemberrevolution 1918/1919 und die Folgen

Vor neunzig Jahren beendete die Streikbewegung revolutionärer Soldaten und Arbeiter das Massensterben und die Not im Ersten Weltkrieg. Dieses Ereignis ist heute in der Öffentlichkeit weitgehend ausgeblendet.

In ihrem politischen Kern war die Novemberrevolution antimonarchistisch und antimilitaristisch. Zwar musste der Kaiser am 9. November 1918 gehen, doch die Generäle blieben und schlossen ein Bündnis mit dem rechten Flügel der Sozialdemokratie um Friedrich Ebert und Gustav Noske. So konnte die kaum begonnene Revolution im Laufe des Jahres 1919 von rechtsradikalen Freicorps-Truppen blutig niedergeschlagen werden. Tausende wurden von einer im Ersten Weltkrieg brutalisierten Soldateska ermordet, darunter Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Die politischen Folgen ließen nicht lange auf sich warten: Bereits 1920 marschierten putschende Militärs mit Hakenkreuzen an den Stahlhelmen in Berlin ein. Am 9. November 1923 inszenierte in München ein bis dahin unbekannter Mann namens Adolf Hitler zusammen mit Erich v. Ludendorff, einem der Hauptverantwortlichen für das Massenschlachten im Ersten Weltkrieg, den nächsten Putschversuch. Ehemalige Angehörige der Freicorps beteiligten sich in den folgenden Jahren maßgeblich am Aufbau der SA.

Der deutsche Militarismus konnte 1918/19 nicht beseitigt werden. Nicht nur für Deutschland waren die Auswirkungen katastrophal …

Mit dieser Veranstaltungsreihe wollen wir an dieses bis heute tabuisierte Kapitel der deutschen Geschichte erinnern.

 

Kapp-Putsch am 13.3.1920: Rechtsradikales Militär rückt mit Hakenkreuzen an Stahlhelmen und Lastwagen in Berlin ein.

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Von den Arbeiter- und Soldatenräten 1918 zu den Betriebs- und Personalräten 2008

Betriebs- und Personalratsarbeit zwischen Co-Management, Sozialpartnerschaft und Gegenmacht

Tagesseminar

Die Wurzeln der heutigen Betriebs- und Personalräte waren die revolutionären Obleute der Jahre 1916/17 und die Arbeiterräte seit 1918/19. Zusammen mit den Matrosen und Soldaten opponierten sie gegen die Weiterführung des Ersten Weltkrieges und bildeten Arbeiter- und Soldatenräte. Ihnen gelang es, das Machtvakuum zum Ende des Krieges mit ihren Vorstellungen von direkter Demokratie auszufüllen. Sie bildeten Räte als Vertretungen in Fabriken und Regierungen, bis sie blutig niedergeschlagen wurden.

Im Seminar wollen wir uns mit der Geschichte der Betriebs- und Arbeiterräte, der aktuellen Situation und den Perspektiven der Interessenvertretung beschäftigen. Was können wir aus unserer Geschichte lernen? Wie ist die Gestaltungskraft zwischen Co-Management, Sozialpartnerschaft und Gegenmacht? Welches sind die Erfolgsrezepte von Mobilisierung, Kampagnenfähikeit und Organizing - den neuen Ansätzen aus Amerika, die mit aktiven Beteiligungsformen die Gewerkschaftsarbeit erneuern möchten? Wie könnte eine erfolgreiche Betriebs- und Personalrätearbeit von morgen aussehen?

Programm :

- 10.00 h Wie wir wurden was wir sind - Interessenvertretung in Veränderung,

Wolfgang Denia, Vorsitzender des Bildungswerks ver.di,

- 10.15 – 12.00 h Geschichte der Rätebewegung 1918-2008, Prof. Dr. Michael Buckmiller, Historiker, Uni Hannover

- 12.00 – 12.45 h Mittagsimbiss,

- 12.45 – 14.15 h Talkrunde : Betriebs- und Personalrätearbeit heute zwischen Co-Management, Sozialpartnerschaft und Gegenmacht: Gespräch mit den Betriebs- und Personalräten Rainer Butenschön, Madsack, Stephan Krull, ehemals VW, Simon Brandmaier, MHH, Susanne Zürz, Sparda-Bank,

- 14.30 – 16.00 h Mobilisierung, Kampagnenfähigkeit und Organizing – neue Ansätze für die gewerkschaftliche Interessendurchsetzung mit aktiven Beteiligungsformen, Georg Wissmeier, Hamburg.

Teilnahme nur nach Voranmeldung!

Weitere Infos und Anmeldung beim Bildungwerk ver.di, Michael Dunst, Goseriede 10, 30159 Hannover, Tel. 0511-12 400 412

Mitwoch, 5.11.2008, 10 – 16 Uhr,

ver.di Höfe, Hannover, Goseriede 10



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