SPD und Terror - 13.11.08 19:00
SPD und Terror
Die unheilige Allianz der deutschen Sozialdemokratie mit der
Gegenrevolution 1918/19 am Beispiel von Gustav Noske und Waldemar Pabst
Vortrag von Klaus Gietinger
Die revolutionäre Antwort der Unterklassen auf die Massenschlächtereien des Ersten Weltkriegs ist derzeit kein Thema. Vor allem die Geschichte der Gegenrevolution stagniert trotz ihrer Bedeutung für die Genese des Faschismus und ist durch mächtige geschichtspolitische Tabus blockiert. Eines dieser Tabus ist die Rolle der SPD und ihr Bündnis mit der Gegenrevolution. Am Beispiel der Zusammenarbeit zwischen dem Hauptmann Waldemar Pabst und dem zivilen Oberkommandierenden Gustav Noske (SPD)
soll dies exemplarisch aufgezeigt werden. Pabst war eine der zentralen Figuren der Gegenrevolution. Er hat die Morde an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht befohlen, er gab verbrecherische Befehle die Tausenden von Arbeitern das Leben kosteten und er fand Billigung und Schutz durch die Führung der SPD. Wie diese Zusammenarbeit im Einzelnen aussah, schildert der Vortrag.
Klaus Gietinger ist Sozialwissenschaftler, Autor und Regisseur von Kino- und Fernsehfilmen. In seinem 1995 erschienenen Buch „Eine Leiche im Landwehrkanal – die Ermordung der Rosa L.“ thematisierte er die Verantwortung der SPD-Führung um Gustav Noske und Friedrich Ebert für die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Im Januar 2009 erscheint seine Biografie über Waldemar Pabst mit dem Titel „Der Drahtzieher“.
Donnerstag, 13.11.2008, 19 Uhr
Ver.di Höfe, Veranstaltungsbereich Rotation,
Hannover, Goseriede 10
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Rosa Luxemburg, ermordet von rechtsradikalen, antisemitischen Militärs mit Billigung der SPD-Führung um Gustav Noske und Friedrich Ebert
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