Das Lokalradio (LRN) empört sich über ein Interview.
Das Lokalradio (LRN) empört sich über ein Interview. Von Beleidigung und unseriösen Berichten ist die Rede. Kritisiert wurde aber, dass beim LRN das Bemühen fehlt, sich journalistisches Handwerk anzueignen, obwohl dies einfach ist. Zwar kann jeder Journalist sein, dennoch ist eine Ausbildung sinnvoll. Immerhin sollen Journalisten Politik, Verwaltung und Wirtschaft kontrollieren. Zudem beeinflussen sie sehr stark unser Wissen und unsere Einstellungen. Selbst wenn ein Mensch nie in China gewesen ist, weiß er etwas vom dortigen Leben. Das LRN sollte eigentlich die Lokalpresse ergänzen. Stattdessen wird wie bei „Nah am Feuer“ häufig munter geplaudert und ungewollt Comedy erzeugt. Um die 50 Prozent Musik, ausschweifende Gespräche und „Mikrophon-Spielereien“ dienen offenbar nur dazu, die Zeit totzuschlagen. Noch bedenklicher: Radioboss Lühr und Finanzchef Schulze dominieren Verein und Redaktion. Programm und Geld sind nicht klar getrennt. Unfassbar auch: 2006 moderierte ein Wunstorfer Ratsherr eine Diskussion zur Bürgermeisterwahl in Wunstorf. Das LRN spricht von ausgewogenen Sendungen. CDU und SPD erhielten zur Landtagswahl 2008 jeweils 60 Minuten, alle anderen Bewerber gemeinsam eine Sendung. Aktuelles? Nicht die Finanzkrise, sondern der „Leinetaler“ beschäftigte Lühr. Zufall oder Absicht?
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