Gegen Neuauflage des Schulungszentrums Hetendorf
„Gegen Neuauflage des Schulungszentrums Hetendorf
150 Bürger versammeln sich auf dem Faßberger Rathausplatz und zeigen Flagge gegen Rechtsradikalen Jürgen Rieger
FASSBERG (gen). „Keiner will Rieger hier in der Heide" - für diese Aussage erhielt Faßbergs Bürgermeister Hans-Werner Schütte starken Beifall. Schütte sprach gestern Vormittag bei einer Versammlung auf dem Faßberger Rathausplatz. Dort hatten, sich rund 150 Bürger versammelt, um Flagge zu zeigen gegen den Rechtsradikalen Jürgen Rieger.
Zur Versammlung hatte der Faßberger SPD-Ortsverein aufgerufen und es kamen Kommunalpolitiker und Anhänger aller demokratischer Parteien und Gruppierungen sowie Bürger aus Faßberg, Hermannsburg, Unterlüß, Bergen und Gelle. Sie alle einte der Wunsch, dass „Jürgen Rieger hier nicht Fuß fassen darf, wie es Dieter Kreuziger ausdrückte. „Ich bin gegen eine Neuauflage des Schulungszentrums Hetendorf, sagte Günter Hengstenberg und drückte die Sorge aus, dass Kinder durch rechtsradikale Aktivitäten negativ beeinflusst werden könnten. Michael Jäger, der lange Jahre dem Faßberger Rat angehörte, meinte hingegen, dass die Verkaufsabsichten des Hotels Gerhus schon vor vier Jahren bekannt wurden. Er unterstellte Rat und Verwaltung, sich bisher zu wenig darum gekümmert zu haben.
. Eine Antwort darauf gab Hans-Werner Schütte in einer Ansprache, in der er nochmals die Chronologie der Ereignisse aus seiner Sicht schilderte. Vor vier Jahren sei ein eventueller Kauf des maroden Hotels in Gerdehaus an überhöhten Geldforderungen der Eigentümer gescheitert. Der geforderte Kaufpreis von 2,6 Millionen Büro war weit überhöht. Deshalb konnte keine Einigung erzielt werden. Nunmehr wurde die Gemeinde einen Tag vor der Zwangsversteigerung von der Nachricht, Rieger habe einen Kaufvertrag unterschrieben, überrascht. „Das ist eine schwierige Sachlage", räumte der Bürgermeister ein. Die Gemeinde stehe in Beratungen mit dem Landkreis und dem Land Niedersachsen. Alle Gremien sind sich einig, dass Rieger nicht zum Zuge kommen darf. Mehrere Möglichkeiten werden nun geprüft. „Wir wollen jedoch das Problem gewaltfrei lösen", mahnte Schütte.
„Ich wollte hören, was unser Bürgermeister sagt", nannte Christina Mann als Grund für ihre Teilname und bekräftigte: „Wir alle sind gegen braune Soße hier bei uns."
Annette von Pogrell aus Sülze zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Versammlungsteilnehmer. „Ich unterstütze alle im Kampf gegen Rechts", versprach die SPD-Kreistagsabgeordnete.
Quelle: Cellesche Zeitung 25.10.2008
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