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Für den Wiederaufbau des Afro-Shops als Treffpunkt für die afrikanische Community in Göttingen.

31. Oktober 2008 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Antirassismus | Asyl

Spendenaufruf

 

 

 

Für den Wiederaufbau des Afro-Shops als Treffpunkt für die

afrikanische Community in Göttingen.

 

Am Montag, dem 27. September 2008 ist der Afro-Shop von Joseph M. im

Ritterplan (Göttinger Innenstadt) ausgebrannt. Dem Brand vorausgegangen waren

monatelange rassistische Aktivitäten des Göttinger Stadtmagazinherausgebers von

W. In Zusammenarbeit mit Teilen der örtlichen Neonaziszene schikanierte er

Joseph M. mit Kameraüberwachungen, Beleidigungen und Verleumdungen. Durch

den Brand hat Joseph seine Existenzgrundlage verloren, es ist daher viel Geld

notwendig, um Joseph den Aufbau einer neuen Existenz zu ermöglichen.

 

 

Was ist geschehen?

Zwei Jahre nachdem Joseph M. seinen Afro-Shop eröffnet hatte, wurde von W.

Eigentümer des Hauses in dem sich der Laden befand. Er erhöhte den Mietpreis

von heute auf morgen um 40% und forderte eine im Mietvertrag nicht vereinbarte

Kaution über zwei Monatsmieten. Joseph M. war nicht bereit diese drastische und

unbegründete Mieterhöhung zu akzeptieren, zahlte jedoch weiterhin den alten

Mietpreis. Von da an initiierte der 54jährige Stadtmagazinherausgeber einen

Psychokrieg gegen Joseph M. So denunzierte er ihn bei diversen Behörden, indem

er ihn beschuldigte abgelaufene Lebensmittel zu verkaufen, eine illegale

Gastronomie zu betreiben und illegale Arbeitskräfte zu beschäftigen. Alle Vorwürfe

erwiesen sich als haltlos, dennoch stellte von W. seine rassistischen

Diffamierungen nicht ein. Er belästigte Joseph Ms Kunden, beleidigte und

fotografierte sie – auch mit Hilfe einer installierten Kamera. Es tauchten Neonazis

vor und im Geschäft auf, um Joseph weiter einzuschüchtern. Außerdem wandte

sich von W. in einem Brief an die örtliche NPD, in dem er sich über „die Wilden“

beschwerte und um Hilfe bat. Aus der Sicht von Joseph M. und seiner Kundschaft

nahm das Drohpotential durch seinen Vermieter und die örtliche Neonaziszene bis

zum Tag des Brandes kontinuierlich zu.

 


 

Der Polizei zu Folge ist der Brand nicht auf einen Anschlag zurückzuführen,

sondern auf einen technischen Defekt. Ganz gleich was die Ursache des Brandes

war, der die Existenzgrundlage Joseph Ms zerstört hat, der rassistische Kontext

lässt sich nicht ausblenden. Das zeigt sich auch daran, dass die Angriffe

weitergehen. So wurde in der Nacht nach einer Solidaritäts-Demonstration am

30.09. an die Wand von Joseph Ms Wohnhaus „Mietbetrüger“ gesprüht. Und am

darauf folgenden Tag wurden zwei Neonazis beim Betreten und Verlassen des

Hauses gesehen. Daher ist es jetzt wichtig, Solidarität zu zeigen und dafür zu

sorgen, dass Rassismus in Göttingen nicht widerstandslos hingenommen wird!

Für einen neuen Afro-Shop in Göttingen!

Trotz der andauernden Diskriminierungen wollen Joseph M. und seine Freunde

weitermachen und wieder einen Afro-Shop in der Innenstadt eröffnen. Dafür und

für die Kosten der antirassistischen Unterstützungsarbeit (Anwaltskosten etc.) wird

aber viel Geld benötigt.

 

Deswegen bitten wir Sie Joseph M. mit einer Spende zu unterstützen. Die Spenden

sind steuerlich absetzbar.* Bitte informieren Sie auch ihr Umfeld, damit Göttingen

bald wieder einen Afro-Shop hat und die RassistInnen keinen endgültigen Erfolg

mit ihrer Kampagne haben. Vielen Dank!

Göttingerinnen und Göttinger gegen Rassismus

Sparkasse Göttingen

Inhaber: Ausländer Pfarramt Göttingen, P. Lahmann

BLZ: 260 500 01

Konto: 71696

Stichwort: Joseph M. [Zweckgebundene Spende]

 

* Geben Sie bitte ihre Adresse auf dem Überweisungsträger mit an, wenn Sie eine Spendenbescheinigung benötigen.

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