Planung: Pfeiffer-Studie fortsetzen
| Peter Rabe: Kreispräventionsrat setzt bei seinen Projekten auf Nachhaltigkeit |
| Professor Christian Pfeiffer, der vermutlich bundesweit bekannteste Kriminologe, hat Interesse gezeigt, das Forschungsprojekt über den Medienkonsum und die Gewaltbereitschaft Jugendlicher im Landkreis Soltau-Fallingbostel fortzusetzen. Das hat jetzt der Vorsitzende des Kreispräventionsrates, Peter Rabe, bekannt gegeben. |
| Walsrode. Vier Jahre ist es her, als die sogenannte „Pfeiffer-Studie“ vorgestellt wurde und für bundesweites Aufsehen sorgte. Bei dieser Studie war unter anderem herausgekommen, dass Kinder und Jugendliche im Landkreis Soltau-Fallingbostel nicht nur bestens mit Videorecordern und DVD-Spielern umgehen können, sondern auch problemlosen Zugang zu Filmen und Spielen haben, die auf dem Index stehen oder zumindest nicht für Personen unter 18 Jahren freigegeben sind. Bei der Untersuchung wurde ermittelt, dass schon ein Großteil der Viertklässler zu den Konsumenten solcher verbotenen Ware zählen. Schüler und Schülerinnen der 4. und der 9. Klassen wurden befragt. „Wenn wir das Projekt im kommenden Jahr fortsetzen, könnten wir sehen, was sich in den vergangenen fünf Jahren verändert hat. Die Viertklässler von damals sind dann die Neuntklässler“, so Peter Rabe. Christian Pfeiffer habe sein Interesse an der Fortsetzung des Projektes, wenn auch in abgespeckter Version, bekundet, berichtete der Vorsitzende des Kreispräventionsrates. Rückblickend stellte Rabe fest, dass durch den Kreispräventionsrat erhebliche Mittel in die vorbeugende Kriminalitätsbekämpfung und Projekte gegen Gewalt geflossen sind. „Wir setzen dabei auf das Prinzip der Nachhaltigkeit und wollen nichts überstürzen. Blinder Aktionismus hilft niemandem“, so Rabe.
Quelle: Walsroder Zeitung 29.12.2008 |
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