radio radio flora zieht um: ins Internet
Ab 1. April wird radio flora ein Web-Radio sein. Die Aussendung erfolgt dann ausschließlich über das Internet. Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren. Das normale Tagesprogram bleibt bestehen. Zusätzlich sind einige Neuerungen und Ergänzungen geplant.
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Im Internet werden nach Möglichkeit zusammenfassende Einführungstexte bereitgestellt. Begleitmaterialien, beispielsweise auch Bilder und faksimilisierte Quelldokumente, sollen angeboten werden. Verweislisten zu weiterführenden Materialien von z.B. in den Sendungen genannten Adressen, Orten, Institutionen bzw. Interviewpartnern werden zusammengestellt.
Alle gesendeten Beiträge werden mit einer Datenbank verfügbar werden. Das betrifft auch die Sendungen aus den vergangenen Jahren. Eine Suchhilfe, ein Indexkatalog und eine Themenkategorisierung sollen beim Finden von bestimmten Audiodokumenten helfen. Die Aufzeichnungen selbst werden in Form von MP3-komprimierten Dateien abrufbar sein.
Abgesehen von diesem Service rund um das Radioprogram selbst, sind noch andere Mediendienste geplant. Es soll ein Web-Log zu wechselnden aktuellen Themen angeboten werden. Es sollen zu eventuellen Schwerpunktthemen eine Materialsammlung bereitgestellt oder dazu entsprechende Dossiers anlegt werden. Vielleicht wird es Foren zu einzelnen Sendereihen geben, in denen Dialoge mit den ModeratorInnen und RedakteurInnen möglich sind. Internet-Chat-Termine, die direkt im Anschluß an eine Sendung stattfinden, ermöglichen bei kontroversen Themen eine Diskussion der HörerInnen untereinander und natürlich auch mit den ProgrammacherInnen.
Experimentiert wird später mit interaktiven Sendungen, bei denen die Hörerinnen und Hörer während der Ausstrahlung Einfluß nehmen können auf den weiteren Verlauf, ähnlich dem Improvisationstheater (Theatersport). Insgesammt soll die Möglichkeit zur Beteiligung der Zielgruppen erhöht werden. Das Ideal einer bidirektionalen Kommunikation ist damit zwar noch nicht ganz erreicht, es wird aber daran gearbeitet. Im Vergleich zu bisher soll dies noch mehr Hörerbeteiligung von 'unten' gewährleisten. Nicht zuletzt wird radio flora durch den Wegfall einer vertraglichen Bindung an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk von bisherigen Verpflichtungen und Einschränkungen befreit.
Um das alles zu realisieren benötigt der Sender dringend eure Hilfe. radio flora ist zugangsoffen für alle. Wie und wo die zukünftige Radioarbeit gemacht werden wird, ist in einem Unterabschnitt beschrieben.
Die Radiosendungen lassen sich per Internet genauso verfolgen, wie bisher die UKW-Ausstrahlungen. Benötigt wird dafür ein moderner "Web-Radioempfänger", oder ein Computerprogramm (Medienabspieler). Erste Schritte dazu werden erklärt.
Die Zeit der 'Rundfunkorgane' als staatlich gehütete Verkündungsinstitutionen, ist lange schon vorbei. Auch die Phase der privatwirtschaftlichen Radiosender auf niveaufreiem Mittelmaß wird dem folgen müssen. Interessen jüngerer Generationen werden davon nämlich kaum noch berührt. Neues universelles Medium ist das weltweite Netz.
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