Kampf gegen Rechts - Gewerkschaftliche Strategien und Aktivitäten

Die Gewerkschaften und der DGB setzen sich kompetent und aktiv für die Bekämpfung
des Rechtsextremismus und Rassismus ein. Handlungsfelder und Schwerpunkte sind
vielfältig:
Gewerkschaftliche Bildungsarbeit
Betriebe und Verwaltungen
Verhinderung von Aufmärschen und Demonstrationen der Rechtsextremen und Gegenöffentlichkeit herstellen
Schulen und Berufsschulen
Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene
Demaskierung rechtsextremer Ideologien
Politische Auseinandersetzung mit rechtsextremen Parteien und rechtem Populismus
im Wahljahr
So vielfältig die gewerkschaftlichen Handlungsfelder und Schwerpunkte auch sind, es
gibt gemeinsame Ziele:
Von besonderer Bedeutung für die DGB-Regionen sind Aktionen zur Eingrenzung der
Handlungsfähigkeit rechtsextremer Parteien und Gruppierungen. Der DGB ist in vielen
Regionen Motor für die Schaffung lokaler Bündnisse und handelt verantwortungsbewusst
bei der Verhinderung von Aufmärschen und Demonstrationen und genießt ein großes
Ansehen.
Entsprechend der regionalen politischen Bedingungen wird die Frage, mit welchen
Organisationen in lokalen Bündnissen zusammen gearbeitet wird und welche Strategien
genutzt werden, unterschiedlich beantwortet.
Rassistische, antisemitische und nationalistische Einstellungen sind in allen Teilen der
Bevölkerung, bei Jugendlichen und Erwachsenen, in allen Bundesländern und
unabhängig von der Bewertung der eigenen Zukunftschancen vorhanden.
Es gibt nicht eine, für alle, gültige Ursache für die Entwicklung rechtsextremer
Einstellungen.
Die Aktivitäten der Gewerkschaften reichen von der Bekämpfung von Diskriminierung
und der Förderung der Gleichbehandlung in den Betrieben und Verwaltungen, über die
Aus- und Fortbildung von Aktiven, bis hin zu Erklärungen der Tarifvertragsparteien.
Es stellt sich die Frage der Ziele und der Wirkung der einzelnen Aktivitäten.
Angebote zur Unterstützung der Arbeit gegen Rassismus – inhaltlich und organisatorisch
– bieten gewerkschaftsnahe Organisationen und Vereine an. Die Kooperation zwischen
den gewerkschaftlichen Akteuren und den Organisationen könnten durch ein
verbessertes Informationssystem ausgebaut werden.
Eine erfolgreiche Vernetzung der Akteure auf Bundesebene ist innerhalb von
Gewerkschaften möglich. Im Gegensatz zu anderen Gewerkschaften gibt es bei ver.di
einen zentralen Arbeitskreis zu Rechtsextremismus.
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