Vogelpark: Zukunft ist gesichert
Vogelpark: Zukunft ist gesichert
Auch die Gehälter seien von den belgischen Konten überwiesen worden. "Die Zukunft des Parks ist gesichert", hieß es. Am Vortag hatten Manager von Floralux die entscheidenden Gespräche geführt. Dabei beeindruckten die Vertreter der belgischen Unternehmensgruppe auch an der Unterredung teilnehmende Mitarbeiter: "Das Gespräch verlief ausgesprochen positiv", sagte ein Betriebsratsmitglied der VAZ. Damit war die "abgestimmte Lösung für den Erhalt des Parks", die Gewerkschaftssprecher Henning Tech von ver.di zuvor
gefordert hatte, offenbar deutlich näher gerückt.
Man habe aber mit den potenziellen neuen Investoren absolute Vertraulichkeit vereinbart, so dass Einzelheiten des neuen Konzepts noch nicht genannt werden könnten. Da bis gestern Abend nicht sicher war, dass die noch ausstehenden Löhne und Gehälter (die VAZ berichtete) bezahlt würden, wollte man die geplante Demo nicht absagen. Hätten sie vorher die Nachricht von der Rettung des Parks bekommen, dann hätten sie die Protestaktion in eine Sympathiekundgebung umfunktioniert, hieß es von Seiten der Mitarbeiter-Vertreter.
"Mach's nicht wie der Vogel Strauß, steck den Kopf nicht in den Sand. Vogelpark steht vor dem Aus. Nehmen wir's selber in die Hand." So hieß das Motto im Aufruf zur Demo, die am späten Nachmittag auf dem Parkplatz gegenüber der Post begann. Eine Stunde vor dem geplanten Start war immer noch völlig unklar, wie positiv die neuen Nachrichten über den Vogelpark zu bewerten waren. "Eher verhalten positiv", meinte zu dem Zeitpunkt noch ver.di-Sprecher Henning Tech, der gerade im Auto unterwegs nach Walsrode war.
In der Tat, so Tech, habe es im Gespräch mit den Belgiern positive Anzeichen gegeben. Lediglich die Unterschriften unter den Verträgen fehlten noch, sei den teilnehmenden Betriebsratsmitgliedern bedeutet worden.
Doch am Mittwoch wartete man lange auf den erlösenden Anruf. Daher gab es für Gewerkschafter Tech auch keinen Grund, die Demo abzusagen: "Es ist verständlich, dass die Mitarbeiter nach dem monatelangen Kampf um die Löhne ihre Skepsis erst dann überwunden haben, wenn die Lohnzahlungen wirklich auf ihren Konten eingetroffen sind."
Quelle: www.kreiszeitung.de 27.03.09
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