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Nachrichten von VIEH e.V.

1. April 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Gentechnik - Landwirtschaft - Ernährung

Nachrichten von VIEH

Liebe Freunde alter Nutztierrassen und alter Obst- und Gemüsesorten, liebe Kleinlandwirte,
 
trotz des letzten Aufbäumens des Winters mit kalten Tagen und Schneefall greift der Frühling um sich. Neben den Schneeglöckchen erscheinen die Osterglocken und Krokusse und verleihen der Landschaft , pünktlich zu Ostern, die ersten Farbtupfer. Die Honigbienen haben bereits die ersten Ausflüge hinter sich und der Bauer ist schon mit der Kartoffelaussaat beschäftigt. Die Schaf- und Ziegenhalter freuen sich über die herumtollenden Lämmer beim ersten Ausflug auf der Weide und planen die bevorstehende Schafschur. Geflügel aller Art nimmt die Legetätigkeit mit voller Kraft auf und erste Küken haben bereits das Licht der Welt erblickt. Wie schrieb kürzlich jemand in unserem Forum: Frühling ist die schönste Zeit auf dem Bauernhof!
Ich wünsche Ihnen allen frohe Ostern und erbauliche Erlebnisse mit Tieren und Pflanzen!


VIEHlen Dank fürs Lesen
und nicht vergessen, erhalten Sie bitte weiterhin die Vielfalt in der Landwirtschaft.

www.vieh-ev.de  mit Sitz in Schwarmstedt

Tipp 1: Jetzt Kalender für 2009 kostenlos downloaden.
Tipp 2: Zitat des Tages jetzt auf der Google-Startseite.
http://nl.xeu.de/jump.cfm?id=620&pid=3

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1. In eigener Sache
2. Aus den Nutztier-Archen
3. Baupläne für Nisthilfen
4. Bald ist wieder Schafschur
5. Handspindel selbst herstellen
6. Die krumme Gurke ist wieder da
7. Käfighaltung bei Legehennen weiter rückläufig
8. Nutztier-Arche erhält Förderpreis Ökologischer Landbau.
9. Milchdumping - Exportsubventionen schaffen Hunger
10. Patent auf Leben-Demo
11. Es gibt sie noch, die Schnitzbank.
12. Frühlingsfeste
13. Saatgut für vergessene Kulturpflanzen
14. 40 Milchkühe
15. TV Tips
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1. In eigener Sache
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In Sachen Schweinepest in NRW gibt es leider keine neuen Nachrichten. Unser Anliegen wurde von vielen Medien, besonders dem WDR, der Öffentlichkeit nahe gebracht. Viele, unbelegte, Nachrichten kursieren jedoch im Netz, nachdem angedacht werden soll den Züchtern von gefährdeten Nutztierrassen die Möglichkeit zur Impfung einzuräumen. Jedoch gibt es dazu keine öffentlichen Stellungnahmen des Landwirtschaftsministers. Weder die Absichtserklärung zur Auflösung der kleinen Schweinebestände ist zurückgenommen worden, noch hat der Minister auf unseren offenen Brief reagiert.
Eine Lösung "nur" für die Züchter gefährdeter Rassen halten wir auch nicht für ausreichend. Alle Nebenerwerbslandwirte, Hobbybauern, Selbstversorger sind von dieser Maßnahme betroffen. Auch Verbraucher, die Wert legen auf eine artgerechte Tierhaltung, sollten durch eine Unterzeichnung ihren Bauern den Rücken stärken. Darum sollte jeder, der es noch nicht getan hat, unsere Unterschriftenliste digital unterzeichnen um ganz klar Stellung zu beziehen.
Schon über 2200 Menschen haben unterzeichnet, es müssen aber noch mehr werden, um den Druck zu erhöhen. Bitte werben auch Sie für unsere Unterschriftenliste geben und senden Sie den Link weiter.
Hier unterzeichnen und informieren:
http://nl.xeu.de/j.cfm?i=371267&k=86196


2. Aus den Nutztier-Archen
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Auch in diesem Monat wurden neue Nutztier-Archen Betreiber nicht von der aktuellen Seuchenlage abgeschreckt, darum freut es uns besonders folgende Orte der Vielfalt neu begrüßen zu können.

Eine weitere Nutztier-Arche aus NRW hat im Monat Februar seine Anerkennung erhalten. Peter Schmidt, mit der Nutztier-Arche Klosterhof Bünghausen  belegt und belebt die erloschene Nr. 14 nun neu. Peter Schmidt züchtet weiße und braune Bergschafe, sowie Rotes Höhenvieh.

In Thüringen ist die Nutztier-Arche Kohlungshof in Knau von Frank Heidler mit der Nr. 21 neu gegründet. In dem Slow-Farming Betrieb werden Rotes Höhenvieh, Bentheimer Schweine, Pommerngänse und Pommernenten gezüchtet.

Conny Kellinghusen-Schröder aus NRW bekommt für ihre Nutztier-Arche Ommerhof die Nr. 131, der Ommerhof in Lindlar züchtet Sattelscheine, Coburger Fuchsschafe, Lippegänse, Pommernenten und Vorwerkhühner.

Die Nutztier-Arche Herzogenriedpark mit der Nr. 132 wird von der Stadtpark GmbH Mannheim betrieben. Im Stadtpark von Mannheim werden rote Mangalitza, Schwarzhalsziegen im HB, Zackelschafe, Braune Bergschafe, Lippegänse und Cröllwitzer Puten gezüchtet. Ansprechpartner ist Herr Xanthopoulos.

Wenn Sie auch bereits alte Nutztierrassen erhalten oder dieses planen, werden Sie doch auch Nutztier-Arche. Nähere Informationen finden Sie hier:

<Anzeige>
Unser Tipp: Schulferien-Kalender kostenlos mit Ihrem Namen
online personalisieren und als PDF-Datei gratis downloaden.
http://nl.xeu.de/jump.cfm?id=618&pid=1
</Anzeige>

3. Baupläne für Nisthilfen
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Die Faszination der Tierwelt auf den Menschen ist unverkennbar:
Tiere zu beobachten und zu schützen ist eine sehr schöne und erfüllende Beschäftigung. Der Bau und die Aufstellung von Nistkästen und Nisthilfen bietet uns die Möglichkeit, konkret und direkt vor Ort etwas für den Schutz und die Arterhaltung der einheimischen Tierwelt zu tun. Außerdem ist ein besetzter Nistkasten im Garten eine Attraktion und beschert einem viele
interessante Stunden.
Mit geringem Material- und Kostenaufwand und etwas handwerklichem Geschick kann anhand der Anleitungen in dieser Broschüre schnell ein Nistkasten in der eigenen Werkstatt oder Garage entstehen. Beginnt man am Anfang vielleicht noch mit einem einfachen Meisenkasten, so können später schon solch komplizierte Gebilde wie z.B. eine Steinkauzniströhre entstehen, die dann auch ausgefallene Gäste anlockt. Gerade für Eltern, Großeltern, Lehrer und LeiterInnen von Kinder- und Jugendgruppen bieten sich beim Bau von Nistkästen schöne und vielfältige
Möglichkeiten für die Freizeitgestaltung mit Kindern und für
Gruppenstunden. Neben der handwerklichen Beschäftigung wird den Kindern gleichzeitig die Bedeutung des Schutzes von Umwelt und Natur verdeutlicht, sie können selber etwas tun und welch schönes Erlebnis ist es, wenn dann der eigene Nistkasten angenommen und mit einem Nest und einer Brut von Jungvögeln besetzt ist. Lassen Sie sich von den vielen Möglichkeiten und Arten des direkten Umwelt- und Naturschutzes begeistern und entdecken Sie, wie viel Spaß es macht, Nisthilfen selber zu bauen und zu betreuen. Im Folgenden werden verschiedene Arten und Modelle von Nisthilfen anhand von Bauanleitungen erläutert. Außerdem werden Tipps und Regeln für die Aufstellung der selbstgebauten Kästen gegeben.
Hier direkt zu den Bauplänen:
http://nl.xeu.de/j.cfm?i=371268&k=86196


4. Bald ist wieder Schafschur
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Schafe müssen mindestens ein mal pro Jahr geschoren werden, dieses geschieht vornehmlich im Frühjahr. Mit dem Rückgang der Schafherden werden auch die Schafscherer in Deutschland rar, oft wird ein Schaf geschoren und dafür ein höherer Preis verlangt als es sein müsste. Besonders durch den Preisverfall der Wolle sollten sich Schafhalter vielleicht überlegen es selbst zu machen. Mit ein wenig Geschick kann das Scheren jeder Schafhalter selber bewerkstelligen. Übung macht den Meister und schließlich hat jeder Schafscherer ja einmal angefangen! Für Schafhalter mit nur wenigen und zahmen Schafen und einem gesunden Rücken, kann die Schafschur anhand einer detailierten Beschreibung der Milchschafhalter selbst vorgenommen werden. Vorausgesetzt, bei der Schafschur wird sorgfältig gearbeitet, die Tiere dürfen nicht geschnitten werden. Der Umgang mit den Schafen sollte freundlich und ruhig sein. Für eine Schermaschine muss in Online-Auktionen nicht viel ausgegeben werden.
Hier eine sehr anschauliche Erklärung der Schafschur:


http://nl.xeu.de/j.cfm?i=371269&k=86196


5. Handspindel selbst herstellen
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Um Schafen mit Wolle wieder eine neue Daseinsberechtigung zu geben, muß unsere heimische Wolle auch verarbeitet und nachgefragt werden.
Die Menschen, die Spinnen zu ihrem Hobby erkoren haben, sind oft schon in Spinnclubs und-treffs organisiert, klagen aber über fehlenden "Nachwuchs".

Vielleicht haben sie ja die Muße und Lust einmal ein paar Knäul Wolle selber zu spinnen, es muß nicht immer gleich ein Spinnrad sein. Basteln Sie sich eine einfache aber gute Handspindel:
http://nl.xeu.de/j.cfm?i=371270&k=86196


6. Die krumme Gurke ist wieder da
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SAVE teilt mit:
EU-Kommission erlaubt Verkauf von 'unförmigem' Obst und Gemüse.
Regeln über die Größe und Form von Obst und Gemüse werden der Vergangenheit angehören, nachdem die EU-Mitgliedstaaten über die Vorschläge der Kommission abgestimmt hatten, spezifische Vermarktungsnormen für 26 Arten Obst und Gemüse aufzuheben.
Die Initiative der Kommission, diese Normen abzuschaffen, ist ein wichtiges Element der laufenden Bemühungen, die EU-Regeln zu straffen und zu vereinfachen sowie die Bürokratie abzubauen. Für 10 Obst- und Gemüsearten, worunter Äpfel, Erdbeeren und Tomaten, werden die Vermarktungsnormen erhalten bleiben. Doch auch für diese 10 Obst- und Gemüsearten könnten die Mitgliedstaaten zum ersten Mal den Verkauf von Erzeugnissen erlauben, die nicht den Normen entsprechen, solange diese entsprechend gekennzeichnet sind, um sie von den Erzeugnissen der Güteklassen Extra, I und II zu unterscheiden. Die neuen Regeln werden es den einzelstaatlichen Behörden mit anderen Worten ermöglichen, den Verkauf von allem Obst und Gemüse unabhängig von Größe und Form zu gestatten. Die Kommission wird diese Änderungen nun formell verabschieden und per 1. Juli 2009 in Kraft setzen.
Quelle:
http://nl.xeu.de/j.cfm?i=371271&k=86196


7. Käfighaltung bei Legehennen weiter rückläufig
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Angesichts der Entwicklung zur Seuchenbekämpfung kleiner Schweinebestände könnte man den Eindruck bekommen, es gäbe keine guten Nachrichten mehr. Doch ein wenig schon:

Am 1. Dezember 2008 wurden in Deutschland in Betrieben mit mindestens 3 000 Hennenhaltungsplätzen 31,7 Millionen Legehennen gehalten. Insgesamt verfügten die Betriebe über eine Kapazität von rund 40,0 Millionen Haltungsplätzen. Nach Angaben des Statis­tischen Bundesamtes (Destatis) entfielen 24,8 Millionen Hennenhaltungsplätze (62,1%) auf die Käfighaltung (einschließlich Kleingruppenhaltung), 8,6 Millionen (21,7%) auf die Bodenhaltung, 4,5 Millionen (11,1%) auf die Freilandhaltung und 2,0 Millionen (5,1%) auf die ökologische Erzeugung.

Der bereits seit einigen Jahren zu beobachtende Strukturwandel in der Hennenhaltung hin zu alternativen Haltungsformen und zu größeren Betrieben setzte sich auch im Jahr 2008 weiter fort. Anlass für diese Entwicklung dürfte das ab 1. Januar 2009 geltende Verbot der Hennenhaltung in konventionellen Käfigen sein. Nur Betrieben, die über ein verbindliches Umbaukonzept ihrer Ställe verfügen, konnte eine Übergangsfrist bis Ende 2009 gewährt werden.

So sank die Kapazität in der Käfighaltung zwischen Dezember 2007 und Dezember 2008 um 8,4% (2,3 Millionen Plätze). Im Dezember 2008 waren noch 18,8 Millionen Tiere in Käfigen eingestallt. Dies sind 3,1 Millionen Hennen weniger (? 13,9%) als im Vorjahresmonat. Die anstehenden Veränderungen spiegeln sich auch in der deutlich gesunkenen Kapazitätsauslastung in der Käfighaltung wieder, die nur noch bei 76,1% lag (2007: 81,1%).

Eine besondere Stellung innerhalb der Käfighaltung nimmt die Kleingruppenhaltung ein, da sie als tiergerechte Haltungsform auch künftig zugelassen ist. Ihr Anteil lag im Jahr 2007 bei 2,3% (610 000 Plätze) an allen Käfighaltungsplätzen. Im Berichtsjahr standen dafür bereits 1,1 Millionen Hennenhaltungsplätze (4,4% aller Käfighaltungsplätze) zur Verfügung.

Deutliche Zuwächse erfuhren ? wie schon seit einigen Jahren ? die anderen Haltungs­formen: Im Dezember 2008 gab es 8,7 Millionen Haltungsplätze in Bodenhaltung. Damit standen 27,3% mehr Bodenhaltungsplätze zur Verfügung als im Dezember des Vorjahres. In der Freilandhaltung wurden 4,5 Millionen Plätze gemeldet, das waren 1,7% mehr als im Vorjahr. Die Kapazitäten in der ökologischen Erzeugung beliefen sich im Dezember 2008 auf 2,0 Millionen Haltungsplätze; damit stieg deren Zahl im letzten Jahr um 260 000 oder um 14,6%.
Die Strukturerhebung zum 1. Dezember zeigt außerdem, dass sich die Haltungs­kapazitäten je Betrieb für die verschiedenen Haltungsformen deutlich unterscheiden. Die verfügbare Zahl an Stallplätzen ist in der Käfighaltung mit durchschnittlich 42 200 Plätzen je Betrieb am größten. Dagegen sind in Freilandhaltung nur durchschnittlich 18 000 Plätze, in ökologischer Erzeugung 17 200 und in Bodenhaltung 14 400 Plätze je Betrieb verfügbar.

Entsprechend befinden sich in Betrieben mit Käfighaltung lediglich 13 % aller Haltungsplätze in Einheiten bis zu 30 000 Stallplätzen, während der Anteil der Haltungsplätze in der ökologischen Erzeugung in dieser Größenklasse 51% beträgt.

Quelle und weitere Statistiken:
http://nl.xeu.de/j.cfm?i=371272&k=86196


8. Nutztier-Arche erhält Förderpreis Ökologischer Landbau.
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Die Nutztier-Arche Buschberghof erhielt den diesjährigen Förderpreis Ökologischer Landbau.
Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz verleiht den Förderpreis in jedem Jahr. Die Bundesministerin Ilse Aigner überreichte den Preis auf der Grünen Woche in Berlin im Rahmen des Tages des ökologischen Landbaus.

Der Buschberghof wird seit 1955 nach Demeter Richtlinien geführt. Seit 1981 wird er von der Arbeitsgemeinschaft geführt. Seit 2008 ist der Betrieb anerkannte Nutztier-Arche. Es werden 100 Hektar bewirtschaftet. Neben Mastschweinen, Hühnern, Milchschafen und Pferden, spielen die 35 Milchkühe eine wichtige Rolle.

Anfang der neunziger Jahre wurde die damalige Schwarzbuntherde auf Drängen der Käserin komplett durch Angler Färsen von der Süderbraruper Auktion ausgetauscht. Seitdem werden dort Angler Kühe gehalten, die heute der alten Zuchtrichtung angehören und einer der wenigen kompletten Herden des alten Typs sind. Es werden eigene gekörte Deckbullen eingesetzt. Zur Zeit ist jedoch ein Hebron Sohn aus der alten Angler Dauerleistungskuh Regina (Lebensleistung 112.000 kg Milch / 10.000 kg Fett und Eiweiß) im Einsatz.

Die Geminschaft der Nutztier-Archen gratuliert zu dem Preis und wünschen weiterhin viel Erfolg.
Website des Buschberghofes:


http://nl.xeu.de/j.cfm?i=371273&k=86196


9. Milchdumping - Exportsubventionen schaffen Hunger
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Ende Januar hat die Bundesregierung dem Plan der EU-Kommission zugestimmt, Milchexporte in Entwicklungsländer zu subventionieren. Hunderttausende Kleinbauern können mit Dumping-Preisen nicht mithalten, die unterhalb ihrer realen Produktionskosten liegen. Ihre Existenz steht auf dem Spiel. Die Zerstörung lokaler Wirtschaftsstrukturen führt zu Hunger und Armut.

Die Exportsubventionen nutzen vor allem exportorientierten Großmolkereien und Lebensmittelkonzernen. Sie unterhalten beste Kontakte in die EU-Kommission und kämpfen mit Erfolg für eine Ausweitung der Milchproduktion. Durch höhere Milchquoten haben sie in Europa die Milchpreise ruiniert. Anstatt die Milchproduktion dem Bedarf anzupassen, werden jetzt die Überschüsse hochsubventioniert auf den Weltmarkt gepresst - auf Kosten der Ärmsten.

Dies ist eine Politik auf dem Rücken der Bauern überall auf der Welt. Sie treibt den Milchbauern auch in Europa die Zornesröte ins Gesicht. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft lehnt die beschlossenen Exportsubventionen genauso ab wie der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) und der Europäische Zusammenschluss "European Milkboard" (EMB).

In gut zehn Tagen, am 23. März, treffen sich in Brüssel die EU-Agrarminister. Die Initativ-Plattform Campact fordert Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner und Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul mit einer Unterschriften-Aktion zum Kurswechsel auf. Die Bundesregierung soll in Brüssel klipp und klar sagen: Deutschland ist gegen diese skrupellose Politik.

Die gesammelten Unterschriften sollen jeden Abend in die Büros der beiden Ministerinnen gesendet werden. Man versucht zur Zeit einen öffentlichen Pressetermin zur Übergabe und zur Diskussion mit den beiden Ministerinnen vor dem EU-Agrarministerrat zu organisieren.

Die Kampagne wird gemeinsam mit Oxfam, Brot für die Welt und Misereor organisiert. Dabei sind auch die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, der WWF und viele weitere Entwicklungs-, Bauern- und Umweltorganisationen.

Zur Unterschriften-Aktion:
http://nl.xeu.de/j.cfm?i=371274&k=86196


10. Patent auf Leben-Demo
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Aufruf zur Demonstration am 15. April 09 in München, 12 Uhr, Marienplatz
14 Uhr Europäisches Patentamt, Erhardtstr. 27

Bei der letzten Demonstration am Patentamt kamen leider nur ein paar hundert Teilnehmer zusammen. Jetzt soll mit wesentlich mehr Personen und Aufwand gegen die Patentierung von Pflanzen, Saatgut und Tieren demonstriert werden. Die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall wird Zuchtschweine vor das Patentamt treiben.

Am 15. April endet die Einspruchsfrist gegen ein Patent der Firma Monsanto, das sich auf die Zucht von ganz normalen, konventionell gezüchtete Schweine bezieht. Das Patent EP 165 1777 wurde 2008 erteilt. Die im Patent beschriebenen Merkmale finden sich bei allen Schweinerassen wieder-das Patent dient nicht dem Schutz einer Erfindung sondern soll dazu beitragen, dass internationale Konzerne umfassende Kontrolle über die Landwirtschaft und Lebenmittelerzeugung erlangen und bei Bauern und Verbrauchern kräftig Kasse machen können.
Es sind in dieser Richtung schon viele Patente angemeldet, gehehn diese durch, haben Konzerne wie Monsanto nicht nur Kontrolle über genmanipulierte Pflanzen, sondern auch über die normale Züchtung. Sie kontrollieren dann, was zu welchem Preisen auf den Markt kommt-Verbraucher, Bauern und Lebensmittelhersteller geraten in völlig neue Abhängigkeiten. Bereits erteilt wurden Patente auf:
Brokkoli
Tomaten
Verfahren zur Zucht von Schweinen und Milchkühen.

Das Patentrecht wird von den Konzernen dazu missbraucht, um die Kontrolle über die Züchtung, die Landwirtschaft, Tierzucht bis hin zur Erzeugung von Lebensmitteln übernehmen.

Helfen Sie mit, beteiligen Sie sich an der Demonstration!!
Es geht uns alle an, verlassen Sie sich nicht auf andere!!
Viele Tausend Menschen sitzen zu hause und denken: Was kann ich allein schon tun!

Schicke Sie hier Frau Aigner einen Protestbrief:

http://nl.xeu.de/j..cfm?i=371275&k=86196


11. Es gibt sie noch, die Schnitzbank.
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Ein fast vergessenes Relikt ist die Schnitzbank.
Stand sie noch früher auf fast jedem Bauernhof in der Werkstatt findet man heute nur sehr wenig Bastler und Hobbyhandwerker, die mit dem Gerät noch umzugehen wissen.
Dabei ist die Schnitzbsank eine tolle Erfindung. Sie sorgt für entspanntes Arbeiten im Sitzen und ermöglicht es dem Benutzer, mit beiden Händen, an einem eingespannten Werkstück zu arbeiten.
Vornehmlich wurde mit dem Ziehmesser an der Bank gearbeitet, besonders Schindeln wurden so nachgearbeitet. Auch zum Herstellen der Holzschuhe war die Bank von Vorteil, unschlagbar aber war sie als Hilfsmittel für die Rundholzherstellung für Leitern, Geländer, Zinken für Heurechen oder Besen- und Peitschenstiele. Viele Teile von Ochsenjochen, Zugschwengel und Deuchseln entstanden auch an dieser bzw. ähnlichen Bänken. Im Mittelalter wurde die Schnitzbank benutzt um Pfeile für Bögen herzustellen, Hobbybogenschützen  schwören noch heute auf Pfeile von der Schnitzbank und stellen diese darum selber her.
Weil es so ein stabiles und gutes Gerät ist, gibt es auch heute noch Hersteller die diese Böcke herstellen(natürlich ist auch ebay für Schnitzbänke eine Fundgrube):
http://nl.xeu.de/j.cfm?i=371276&k=86196


12. Frühlingsfeste
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Machen Sie doch einmal ein Frühlingsfest auf dem Bauernhof!
Frühlingsfeste gibt es in vielen Kulturen.
Bekannt sind das kurdische Newroz-Fest, das iranische Nouruz-Fest und das chinesische Neujahrsfest.
In vielen Kulturen ist das Frühlingsfest zugleich der Jahresbeginn - beispielsweise in allen Ländern Zentralasiens und im indischen Subkontinent.
Das neue Jahr fällt laut chinesischem Kalender in den Frühling. Dieser Termin wird ausgiebig im Chinesischem Neujahrsfest gefeiert.
Auch im westlichen Kalender lag der Jahresbeginn ursprünglich im März, was man an den auf die lateinischen Zahlen zurückgehenden Monatsnamen September (septem = sieben), Oktober (octo = acht), November (novem = neun) Dezember (decem = zehn) noch heute ableiten kann.
Neben den christlichen Festen, wie Ostern und Pfingsten, stehen bei den meisten Frühlingsfesten vor allem die Vertreibung des Winters im Vordergrund.
Dabei spielen das Entzünden von Feuern, bspw. am Maitag, dem Folgetag der Walpurgisnacht oder bei den Osterfeuern, die Vernichtung einer den Winter versinnbildlichenden Gestalt aber auch besondere Fruchtbarkeitsbräuche, wie der Maibaum und "der Tanz in den Mai" eine große Rolle.
Auch in den christlichen Osterbräuchen findet man viele Elemente, die wie bei anderen Frühlingsfesten das Wiedererwachen der Natur und die Fruchtbarkeit symbolisieren, etwa blühende Zweige, Ostereier und Osterhasen.
Im Frühling beginnt auch die Zeit der traditionellen Volksfeste. Beispielsweise findet in der Mainmetropole alljährlich die Frühjahrsdippemess', deren Ursprung bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht, statt.
Quelle:
http://nl.xeu.de/j.cfm?i=371277&k=86196


13. Saatgut für vergessene Kulturpflanzen
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Ich möchte an dieser Stelle einmal die Saatgutvermehrer alter Kulturpflanzen ansprechen und darum bitten, von unserem kostenlosen Kleinanzeiger Gebrauch zu machen. Die Pflanzen sind dort sehr in den Hintergrund geraten, viele Nutztierrassen und Tierzuchtartikel werden dort angeboten, leider ist das Angebot von Saatgut sehr gering. Ich bekomme immer häufiger Anfragen und Nachfragen von Menschen, die auf der Suche sind nach Saatgut für alte Tomatensorten, Kartoffeln oder Gemüse.
Es wäre schön, wenn auch in diesem Bereich die Vernetzung voranschreiten würde. Ich bin sicher, das sich ein Saatguttausch oder Verkauf lohnen würde, zumal unsere Leser ja schon bereits in dieser Richtung sensibilisiert sind..
Wer also Saatgut, Pflanzen oder Stecklinge  sucht oder bieten möchte, darf gerne kostenlos und weltweit inserieren bei uns:
(natürlich freuen wir uns auch weiterhin über die Insereate der Tierzüchter!)
http://nl.xeu.de/j.cfm?i=371278&k=86196


14. 40 Milchkühe
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Überall auf der Welt vollzieht sich ein Strukturwandel in den Milchviehställen: Bauern geben die Kuhhaltung auf, andere vergrößern ihre Herden. In Deutschland ist diese Entwicklung nach Angaben des Landvolks Niedersachsen im weltweiten Vergleich jedoch recht moderat verlaufen. Die strukturellen Nachteile gegenüber wichtigen Mitbewerbern auf dem Weltmarkt wurden damit eher noch größer. Sowohl bei der Durchschnittsgröße der Herden als auch bei der Herdenaufstockung innerhalb des Zehnjahreszeitraums von 1996 bis 2006 belegen die deutschen Milchviehhalter gegenüber wichtigen Erzeugerländern einen der hinteren Plätze. Im Mittel standen 2006 nach einer Auflistung der Arbeitsgemeinschaft deutscher Rinderzüchter (ADR) 40 Milchkühe in deutschen Ställen, das waren elf Kühe oder 36 Prozent mehr als 1996. Die kleinsten Bestände wurden mit drei Kühen in Litauen erfasst, das war eine Kuh mehr als zehn Jahre zuvor.. Die größten Herden werden mit durch-schnittlich 334 Kühen in Neuseeland gehalten. Zugleich wuchsen dort die Herden zahlen-mäßig am stärksten; sie wurden seit 1996 um 138 Tiere oder 69 Prozent aufgestockt. In der Rangfolge der größten Herden folgt Australien mit 224 Kühen auf Platz zwei. Deutlich klei-ner, aber immer noch fast viermal so groß wie in Deutschland, waren die Herden in den USA mit durchschnittlich 155 Kühen, 111 Prozent mehr als 1996. Besonders stark aufge-stockt haben die Milchviehhalter in Spanien mit einem Plus von 250 Prozent, sie vergrößer-ten ihre Herden von 1996 bis 2006 um 26 Tiere auf jetzt 36 im Mittel. Auch Nordirland zeichnete sich durch eine große Zuwachsrate von 139 Prozent aus, die Herden wuchsen hier um 69 auf 118 Kühe.

Auch bei der Entwicklung der Milchleistung belegt Deutschland einen der hinteren Plätze. Durchschnittlich steigerten die deutschen Kühe ihre Milchleistung von 1986 bis 2006 nur um 2.172 kg auf 7.747 kg. In vielen anderen Ländern lag nicht nur die Durchschnittsleis-tung höher, sondern auch die Steigerung innerhalb des Vergleichszeitraums. Die höchste Milchleistung weltweit wurde in Israel mit 12.471 kg pro Kuh und Jahr erzielt, das waren 3.246 kg mehr als 20 Jahre zuvor. Die höchste Steigerung verbuchen die Briten für ihre Kü-he. Mit 9.010 kg jährlich gaben die Kühe 3.459 kg mehr Milch als 1986. An zweiter Stelle liegt Spanien mit einem Leistungszuwachs von 3.357 kg auf 10.116 kg. Viele dieser Länder haben allerdings ihre Milchviehbestände erst aufgebaut und dazu bestes Zuchtmaterial leis-tungsstarker Holstein-Kühe importiert. Dagegen werden in Deutschland in größerem Um-fang auch Zweinutzungsrassen gehalten, deren Milchleistungsniveau zugunsten der Fleisch-leistung etwas geringer ist. Bei den Holstein-Kühen können sich die Züchter hier zu Lande gleichwohl sehen lassen und sind auch erfolgreich auf den Exportmärkten.
Quelle:
http://nl.xeu.de/j.cfm?i=371279&k=86196


15. TV Tips
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HR, Sonntag, 12..04.,  18:45 - 19:30 Uhr  
Landleben damals in Hessen
Bei Treckerfreunden und Ackerpferden    


Das 'gute alte Landleben' - was war so Schönes dran? War es nicht vor allen Dingen Plackerei für die Menschen auf dem Land? Trotzdem gibt es viele begeisterte Nostalgiker, die historische Landmaschinen pflegen und erhalten. Es ist ein teures Hobby, die alten Schätzchen instand zu setzen. Auf 45 Schlepper und Maschinen aus verschiedenen Baujahren hat es der 'Rohoelzünderclub' in Kaufungen gebracht. Stefan Gundlach und Michael Martin gehören dazu, bei ihnen stehen in Schuppen und Garagen nur Raritäten aus der Landwirtschaft - während die Autos im Freien parken müssen. Die 'Rohoelzünder' laden nach Kaufungen zum großen Treckertreffen, und die 'Fans' müssen dafür langwierige Anreisen in Kauf nehmen - ein Deutz von 1961 bringt es eben nur auf 15 PS. Aber es geht nicht nur um Motoren; es geht auch darum, die alten landwirtschaftlichen Techniken nicht in Vergessenheit geraten zu lassen: Wie wird Holz mit Pferden gerückt, wie werden Kühe vor einen Kartoffelernter gespannt? Wie wurde Getreide mithilfe einer Dampfmaschine gedroschen, oder wie perfekt lässt sich eine Wiese mit der Sense mähen? Echte Fans des alten Landlebens probieren das aus und führen es vor. Natürlich kann niemand mehr von so betriebener Landwirtschaft leben - es ist eher ein sportliches Ereignis, wenn etwa der Sensenclub Bodenfelde für den jährlichen Mähwettbewerb übt.    
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arte, Freitag, 10.04.09, Magazin/Tier/Natur/Umwelt 16:00 - 16:55 Uhr (VPS 16:00)
Amish People
Leben in einer anderen Welt Frankreich 2005

In einem kleinen Dorf in Pennsylvania glaubt der Durchreisende, in die Vergangenheit katapultiert worden zu sein: Pferdekutschen, Männer mit Vollbärten, Frauen mit weißen Häubchen und nirgendwo Radio oder Fernsehen. Hier leben 'Amish People', Mitglieder einer Glaubensgemeinschaft, die ihre Wurzeln in der Täuferbewegung des 16. Jahrhunderts hat. Nach eigener Einschätzung sind sie 'in dieser Welt, aber nicht von dieser Welt'.

Sie arbeiten in der Landwirtschaft, lehnen den technischen Fortschritt großteils ab und akzeptieren Neuerungen nur nach sorgfältiger Überlegung. In der schnelllebigen modernen Welt sind die Amish nicht bereit, ihre Traditionen aufzugeben. Sie legen viel Wert auf Familie und Gemeinschaft und bevorzugen ein einfaches Leben auf dem Land ohne Fernsehen, Radio und Internet, ohne Elektrizität und Modezwänge.

Heute zählen die Amish etwa 200.000 Mitglieder - beinahe doppelt so viele wie noch vor 20 Jahren. Der Großteil lebt in den US-Bundesstaaten Ohio und Pennsylvania. Sie beherrschen zumeist die englische Sprache, sprechen untereinander jedoch einen altdeutschen Dialekt, auch Pennsylvaniadeutsch genannt, denn sie stammen überwiegend von Südwestdeutschen oder Einwanderern aus der deutschsprachigen Schweiz und dem Elsass ab.

Wie viel von der modernen Welt sie in ihre Gemeinschaft hineinlassen, ist von Gruppe zu Gruppe unterschiedlich. Manche lehnen Tourismus aus Prinzip ab, wollen sich nicht fotografieren oder filmen lassen. Andere hingegen gewährten der Kamera für diese Dokumentation einen Einblick in ihren Alltag.


Vielen Dank für das Lesen unserer Nutztier- Nachrichten! VIEH Nachrichten sind Informationen über gefährdete Nutztierrassen, deren Produktvermarktung und naturnahe  "kleinbäuerliche Landwirtschaft". Kennen Sie jemanden, der unsere Nachricht auch erhalten sollte?? Kein Problem,leiten Sie diese Nachricht doch einfach weiter!
Wer eine eigene Homepage betreibt darf uns gerne Verlinken. Hier unsere Werbemittel: http://www.vieh-ev.de/werbemittel.php
Sollten Ihnen unsere Nachrichten gut gefallen, können aber unsere Verweise nicht öffnen, schauen Sie in unser Archiv, dort geht das ganz einfach:  http://www.webmart.de/nlhistory.cfm?id=86196
Gerne dürfen Sie auch die VIEH eigene Toolbar herunterladen um sicherer und direkter auf unsere Angebote zugreifen zu können: http://viehevde.OurToolbar.com

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