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Mahnwache gegen die Ostertagung der Ludendorffer am Karfreitag 14:00

1. April 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Artikelserie "Ludendorffer"

Antifaschistische Kundgebung gegen
die Ostertagung der Ludendorffer

Die Ludendorffer:


Seit etwa 30 Jahren hält der „Bund für Gotterkenntnis (Ludendorffer) e.V.“ in Dorfmark (Fallingbostel)
seine Ostertagung ab. Bei diesen Bund, den so genannten Ludendorffern, handelt es sich um eine extrem
völkische, rassistische und antisemitische Vereinigung, die sich auf die Werke von Mathilde Ludendorff
(geb. von Kemnitz / 1877 – 1966) bezieht. Mathilde Ludendorff – Frau des Hitler-Putschgefährten General
Erich Ludendorff - engagierte sich bereits in den 20er Jahren in diversen extrem völkischen Zirkeln und
Verbänden, immer mit dem Ziel ihre Gedanken zu verbreiten. Ihre Ideologie besteht aus Versatzstücken
eines extremen völkischen Denkens, einem religiösem Nationalismus und Anleihen aus der Ariosophie.
Mathilde Ludendorff teilt die „Völker“ bzw. „Rassen“ in „Lichtvölker“ und „Schachtvölker“ ein. In dieser
hierarchischen Konstruktion weist sie dem „deutschen Volk“ den höchsten Rang zu, es ist für sie das
„gottwachste aller Völker“, das dem Göttlichen am nächsten ist. Die „Schacht-Völker bzw. Rassen“ sind
hiernach „unvollkommen und sündhaft“. Folglich steht für sie die „jüdische Schachtrasse“ dem „deutschen
Volk“ gegenüber. Durch „verjudete christliche Erziehung“ würden Mathilde Ludendorff zu Folge deutsche
Kinder geschädigt.
Diese Ideologie wird bis heute auch noch nach ihrem Tod vertreten. Ihre Gefolgschaft – im Bund für
Gotterkenntnis (Ludendorffer e.V.“ organisiert - trifft sich regelmäßig zu Ostern in dem Örtchen Dorfmark
bei Soltau. Mit Volkstanz und Vorträgen werden Kindern und SeniorInnen die völkischen, antisemitischen
und rassistischen Ideen gelehrt. Folglich sind immer wieder bekannte Nazis mit dabei.

Protest dagegen:

Während sich die Ludendorffer über Jahrzehnte unbehelligt in Dorfmark treffen konnten, gab es in
vergangenen zwei Jahren erstmals wahrnehmbaren Protest gegen die Ostertagung. Antifaschistischem
Engagement ist es zu verdanken, dass sich Gewerkschaften, SPD / Jusos und andere erstmals gegen die
Ludendorffer positionierten, auch die Landeskirche erkannte, dass die Ludendorffer eine „Gefahr für die
Demokratie“ (zit. Pastor Schnare / Landeskirche) sind. Weil überregionale Medien berichteten, beschloss
dann endlich auch der Stadtrat Fallingbostel eine Resolution gegen die Ludendorffer.
Protest fällt in der Region allerdings sehr schwer. Die Ludendorffer sind bei vielen immer noch gern
gesehene Gäste, da sie ein Garant für ausgebuchte Pensionen und Hotels in der Gegend sind – auch für
2009 haben die Ludendorffer wieder alle Hotels in Dorfmark belegt.
Die Proteste 2008 wurden von rassistischen Äußerungen überschattet, die sich gegen afrikanische
KundgebungsteilnehmerInnen aus dem Internationalen Camp in Bergen-Belsen richteten. Ein bierseliger
Dorfmob pöbelte gegen die Mahnwache, auch die autonomen Nationalisten Soltau versuchten die
Protestkundgebung zu stören. Als problematisch gelten nicht die Ludendorffer, sondern diejenigen, die die
Dorfidylle stören. Anheizer im Ort ist Gerhard Tempel, selbst Ludendorffer und ehem. REPPräsidiumsmitglied.
Leider beugen sich dieses Jahr einige dem reaktionären Druck: SPD und Jusos haben sich aus den
diesjährigen Protesten zurückgezogen. Umso wichtiger also, dass die antifaschistischen Kräfte vor Ort
unterstützt werden!
Keine Ludendorffer, kein rassistischer Normalzustand, kein ruhiges Hinterland!

Mahnwache: Freitag 10.4.09 ab 14 Uhr, Dorfmark vor dem "Hotel
Deutsches Haus" (Tagungsort der Ludendorffer)
Mehr Infos: Antifa Initiative Soltau-Fallingbostel -
www.antifa-sfa.tk

Mehr über die Ludendorffer
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