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Bergen-Belsen Gedenktag 19. April

1. April 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Bergen Belsen





Orte des Gedenkens und Mahnens
Sa., 18.4.: 19.30h Lichter auf den Schienen (Rampe),
AG Bergen-Belsen e.V.
So., 19.4.:
10.30h Kranzniederlegung auf dem
Sowjet. Kriegsgefangenenfriedhof
11.30h Ansprache H. Dinkla am Obelisken, anschl.
Kranzniederlegung an der Inschriftenwand
11.50h Kaddisch und Kranzniederlegung am
Jüdischen Mahnmal
(es laden ein: Land Nds., Stiftung nieders.
Gedenkstätten und Landesverband jüdische
Gemeinden Nds.)
12.30h Kaffee/ Tee in der Cafeteria
13.30h
Gedenkfeier auf dem
Sowjetischen Kriegsgefangenenfriedhof
Es laden ein:
VVN/BdA e.V. und DGB N-O-Nds.
(siehe Kasten rechts)
14.30h Gedenkveranstaltung auf der Rampe mit
Dr. Yvonne Koch, Überlebende von
Bergen-Belsen
(es lädt ein: AG Bergen-Belsen e.V.)
NEU!
Um 13.00h wird ein Bus eingesetzt, der von der
Gedenkstätte aus zum Sowjet. Kriegsgefangenenfriedhof
, von dort zur Rampe und zurück zur
Gedenkstätte fahren wird.
19.4. 13.30 h: Hörsten,
Sowjet. Kriegsgefangenenfriedhof
Wir gedenken der über 20 000 sowjetischen
Kriegsgefangenen, die hier unter
menschenunwürdigen Bedingungen ihr
Leben lassen mussten. Zum Schutz vor der
Eiseskälte konnten sie sich nur in Erdhöhlen
eingraben. Sie wurden ermordet oder starben
elend an Hunger, Kälte und Seuchen.
Es werden sprechen:
- Mechthild Hartung, VVN/BdA Nds.e.V.
(Begrüßung und Moderation)
- Illia Riaboi, Veteranenratvorsitzender/
Rote Armee, Hannover
- Alexander Levanovic, Botschaft
Belarus, Berlin
- Lennard Aldag, DGB Nord – Ost –
Niedersachsen
Es singt der IGMetallchor „Gegenwind“,
Wolfsburg
Den Abschluss der Gedenkfeier bildet die
Niederlegung von Kränzen und Blumen am
Mahnmal und bei den Namensziegeln.

19. April 2009: Gedenkveranstaltung
zum 64. Jahrestag der Befreiung des
Konzentrationslagers Bergen-Belsen
„NICHTS IST VERGESSEN
UND NIEMAND!“

“Die Vernichtung des Nazismus mit
seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der
Aufbau einer neuen Welt des Friedens
und der Freiheit ist unser Ziel.“
(aus dem Schwur der Häftlinge von Buchenwald)

Vor 64 Jahren, am 15. April 1945, wurden das KZ
Bergen - Belsen und das Sowjetische
Kriegsgefangenenlager befreit. Am 8.Mai endeten
Naziherrschaft und Zweiter Weltkrieg für ganz
Deutschland, ein demokratischer und friedlicher
Neubeginn wurde möglich. Alle demokratischen
Kräfte stimmten in der Einsicht überein:
„Nie wieder Krieg – nie wieder Faschismus“.
Die VVN gründete sich 2 Jahre nach dem Ende der
Nazibarbarei. Erste Mitglieder waren überlebende
Widerstandskämpfer aus Konzentrationslagern und
aus der Emigration. Sie wollten das Vermächtnis der
Buchenwaldhäftlinge in einem befreiten Deutschland
wahr machen. Doch schon bald zeigte sich, dass in der
BRD nach kurzer Anstandspause die alten Nazis im
Westen auf allen Ebenen der Justiz, sogar in
Regierungsämtern, wieder Machtpositionen
einnahmen.
64 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus ist die
geschichtliche Mahnung „NIE WIEDER KRIEG –
NIE WIEDER FASCHISMUS!“ aktueller denn je.
Vieles von dem, was nach 1945 überwunden schien,
hat sich ohne Maske zurückgemeldet:
- Drohungen mit militärischer Gewalt und
völkerrechtswidrige Angriffskriege sind wieder zu
Mitteln der imperialistischen Großmächte geworden.

- Obwohl unser Land nicht angegriffen wird,
kämpfen und sterben deutsche Soldaten. In dieser
Beziehung heißt Obamas
„change“ leider: Ruf nach
noch mehr Soldaten in
Afghanistan. Entgegen dem
deutschen Grundgesetz
bejaht die geltende
Militärdoktrin
Kampfeinsätze in allerWelt.
Fritz Cremer, O Deutschland,
bleiche Mutter, 1961
- Neonazistische
Organisationen haben in
Deutschland verstärkt
Zulauf. Die NPD verbreitet
in der Öffentlichkeit ihren braunen Ungeist, lässt
sich ihre Tätigkeit aus Steuermitteln finanzieren und
von der Polizei schützen. Sie ist Schutzschirm,
Ideengeber und Motor für gewaltbereite Neonazis.
Sie gehört verboten! Über 175 000 Unterschriften
wurden für die Wiederaufnahme des
Verbotsverfahrens gesammelt. Informieren Sie sich
bitte über die neue VVN – Kampagne und werden
Sie aktiv:
www.npd-verbot-jetzt.de
Wir AntifaschistInnen fordern:
- Verbot und Auflösung aller neonazistischen,
rassistischen und ausländerfeindlichen Parteien,
Organisationen und Publikationen gemäß dem
Grundgesetz.
- Ablehnung einer Militarisierung der Europäischen
Union: Nicht nur von deutschem Boden, auch von
europäischem Boden darf kein Krieg mehr
ausgehen.
- Aufarbeitung und Information über die Geschichte
des deutschen antifaschistischen Widerstandes.

Projekt „Wir schreiben eure Namen“
Die Behandlung der sowjetischen
Kriegsgefangenen war – entgegen allen
internationalen Abkommen – unmenschlich. Unter
den verheerenden Bedingungen starben im Lager
Hörsten, dem „Stalag XI B“, allein im Winter
1941/42 ca. 14 000 Soldaten. Sie wurden auf einem
in der Nähe des Lagers eingerichteten Friedhof in
Massengräbern verscharrt und noch im Tode jeder
Menschenwürde beraubt, ohne Kennzeichnung der
Grablage, ohne Nennung ihrer Namen.
Bis man nach 1990 in der Nähe von Moskau in
einem Archiv die Karteikarten von allen
sowjetischen Kriegsgefangenen fand, galten sie als
„unbekannte Tote“.
Durch das Zukunft weisende Projekt der AG
Bergen-Belsen (www.ag-bergen-belsen.de) und den
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
beschäftigen sich SchülerInnen
mit diesem dunklen Kapitel
der deutschen Geschichte,
auch durch das Kennenlernen
von Einzelschicksalen anhand
der Karteikarten. Sie
schreiben die Namen sowie die
Lebensdaten der sowjet.
Kriegsgefangenen sukzessive
in Tontafeln. Diese werden am
Rand des Friedhofes montiert.
Im Oktober 2008 fand die
Einweihung der ersten
Tontafel-Installierung statt
(siehe Fotos).
Wir werden in diesem Jahr
auch dort Blumen niederlegen.
(Das „Lied der Moorsoldaten“
verteilen wir einzeln.)
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