nach erneuter Verdammung des Kondoms nimmt sich nun der Vatikan der Agrogentechnik an.
Liebe Freunde und Kritiker der Agrogentechnik, man kann es kaum glauben – nach erneuter Verdammung des Kondoms nimmt sich nun der Vatikan der Agrogentechnik an.
Die katholischen und evangelischen Hilfswerke Misereor und Brot für die Welt kritisieren die Agrogentechnik und halten sie für ungeeignet zur Bekämpfung der Armut und des Hungers in der 3. Welt. Auch die Agrogentechnik wird die Ursachen von Hunger und Armut nicht aus der Welt schaffen: Kriege, Vertreibung, jahrelanges Flüchtlingsdasein, Korruption und Misswirtschaft (Simbabwe hat früher Getreide exportiert). Agrarmultis verdrängen die Kleinbauern von ihrem Land und bauen darauf Viehfutter für europäische Hochleistungstiere und Energiepflanzen an. Die Handelspolitik der Industrieländer in Europa und Nordamerika tut ein Übriges: Exporte von billigen, weil subventionierten Nahrungsmitteln in die Entwicklungsländer machen die dortige kleinbäuerliche Landwirtschaft kaputt. In der Süddeutschen Zeitung vom 1.4.09 wird noch eine neue Form der Landnutzung in den Entwicklungsländern beschrieben: Länder wie China (270.000 ha in Afrika), Korea, die ölreichen, aber landarmen Golfstaaten und andere pachten in den Ländern der 3. Welt Land für den Anbau von Nahrungsmitteln und Energiepflanzen. (Pachtverträge mit bis zu 90 Jahren Dauer !!). Protestieren Sie gegen das Symposium des Vatikans !
Mit herzlichen Grüßen,
Margret und Uwe Brötz
Musterbrief
Erich Mustermann Musterstadt, 31.3.09
Musterstr. 8
90000 Musterstadt
Herrn Bischof ………………………..
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Protest gegen die Einseitigkeit der geplante Studienwoche der Päpstlichen Akademie der Wissenschaft im Vatikanstaat vom 15. bis 19. Mai 2009 – unter dem Titel
„Transgene Pflanzen für die Lebensmittelsicherheit im Entwicklungszusammenhang“
Sehr geehrter Herr Bischof ……………………,
Wie die große Mehrheit der deutschen Verbraucher lehne ich Gentechnik im Essen und in freier Natur ab. Der Einsatz gentechnisch veränderter Organismen (GVO) in Land- und Forstwirtschaft und in der Lebensmittelproduktion ist sehr umstritten, weil damit unerforschte Risiken für die menschliche Gesundheit, die Umwelt und die bäuerliche Landwirtschaft verbunden sind. Für Menschen in armen Ländern dieser Erde stellt die Agro-Gentechnik nicht die Lösung ihrer Probleme dar, sondern verschlimmert ihre Situation und vergrößert ihre
Abhängigkeit von wenigen internationalen Konzernen.
Der 2008 veröffentlichte Weltagrarbericht „International Assessment of Agricultural Knowledge, Science and Technology for Development“ (IAASTD) wurde von 400 Experten aus der ganzen Welt erstellt und von über 50 Regierungen unterzeichnet. Er stellt fest, dass einfache Bauern, Arbeiter, ländliche Gemeinden und die Umwelt den Preis für industriellen Intensivanbau in Monokulturen und mit gentechnisch veränderten Pflanzen bezahlen müssen. Lokale Anbaupraktiken in Entwicklungsländern, die die Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung und die Wirtschaft sichern, würden durch den Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen und Saatgutes unterwandert, durch Patente der Konzerne stiegen die Kosten für die hungernde Bevölkerung in armen Ländern. Der durch UN und Weltbank unterstützte Weltagrarrat fordert deshalb die Rückbesinnung auf natürliche und nachhaltige Produktionsweisen.
Wir bitten Sie dringend, den Vatikan davon zu überzeugen, die Studienwoche mit den geplanten einseitigen Sprechern abzusagen und stattdessen in aller Ausführlichkeit die regional angepassten Methoden vorzustellen, die im Weltagrarbericht erarbeitet wurden.
Anderenfalls entsteht der Eindruck, dass die Päpstliche Akademie der Wissenschaften sich von interessierten Firmen und Teilen der Wissenschaft einseitig instrumentalisieren lässt,
um den Einsatz der Agro-Gentechnik zu forcieren.
Pflanzen, Tiere und ihr Erbgut sind und bleiben Teile der Schöpfung, die nicht durch riskante künstliche Eingriffe gefährdet werden dürfen, deren Folgen völlig unzureichend erforscht sind und die bei weiterer Ausbreitung nicht mehr rückgängig gemacht werden können.
Mit hochachtungsvollen Grüßen
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