1.MAI 09 Ulm: Bündnis gegen Neonazis
1.MAI 09 Ulm: Bündnis gegen Neonazis
Nachdem in den Medien zu den heutigen Ereignissen Ulm fast nur die
Krawalle im unmittelbaren Umfeld der NPD-Demonstration gezeigt wurden,
möchte ich euch ein etwas anderes (und deutlich erfreulicheres) Bild
zeigen.
Nachdem bekannt wurde, dass die NPD am 1. Mai in Ulm aufmarschieren
will, hatte sich in den letzten ca. 3 1/2 Monaten ein ungewöhnlich
breites Bündnis gegen die NPD-Kundgebung gebildet. Es reichte von den
üblichen Gruppierungen linksaußen über Grüne und SPD bis hin zu FDP
und CDU und CSU (auf bayerischer Seite).
Insgesamt haben sich über 90 Vereine, Organsiation, Parteien und
Gruppierungen beteiligt.
Ein derart breites Bündnis gegen Rechts findet man ja nur extrem
selten.
Auf allen zentralen Plätzen in Ulm und Neu-Ulm gab es
Gegenveranstaltungen.
An der offiziellen Gegen-Demonstration (gleichzeitig
1.Mai-Demonstration der Gewerkschaften) haben über 6000 Menschen
teigenommen. Abgesehen von einem kurzen Zwischenfall zu Beginn, als
der "Schwarze Block" der Autonomen von der Polizei abgedrängt wurde,
war diese Demonstration absolut friedlich.
Bei der anschließenden Kundgebung auf dem Ulmer Münsterplatz waren
dann über 10.000 Menschen. Wenn man die Veranstaltungen auf den
anderen Plätzen Ulms und Neu-Ulms zusammennimmt, reichen die
Schätzungen, die man heute hören konnte, bis zu 20.000 Menschen
(diese Zahl kommt aus den Nachrichten im SWR-Fernsehen).
Für eine Doppelstadt, die zusammen gerade mal 170.000 Einwohner hat,
ist dies, denke ich, eine absolut beeindruckende Zahl.
(Kleiner Seitenhieb: Die Anti-NPD-Demo in Hannover war da ja (wenn man
die Stadtgrößen berücksichtig) geradezu "klein"...)
Höhepunkte der Hauptveranstaltung auf dem Münsterplatz waren eine sehr
gute Rede von Erhard Eppler und ein Konzert mit Konstantin Wecker.
Am späteren Nachmittag ging es dann noch in Neu-Ulm weiter, die NPD
hatte dort im Anschluss an ihre Ulmer Demonstration eine weitere
Demonstration veranstaltet (die allerdings erst vor 2 Wochen
angemeldet wurde). Auch hier gab es eine (wenn auch im Vergleich zu
Ulm wesentlich kleinere) Gegendemonstration (nach meiner eigenen
Schätzung ca. 600-800 Teilnehmer). Auch bei dieser gab es
Unterstützung von allen demokratischen Kreisen. Eindrucksvollster
Redner war hier übrigens der CSU- (!) Landrat vom Landkreis Neu-Ulm.
Von den Krawallen direkt habe ich selbst gar nichts mitbekommen (von
sehr widersprüchlichen Gerüchten abgesehen). Ich habe die potenziellen
Brennpunkte aber auch bewusst gemieden bzw. mich jeweils rechtzeitig
entfernt, bevor es zu Gewalttätigkeiten gekommen ist.
Einen (nach aktuellem Stand) recht guten Eindruck von der hiesigen
Situation kann man auf http://www.swp.de/nachrichten/lokal/ gewinnen.
Das Bürgerbündnis "Ulm gegen Rechts" findet man unter
http://www.ulm-gegen-rechts.de/
Trotz der stattgefundenen Krawalle sehe ich daher den 1.MAI 09 in
Ulm als Erfolg für die demokratischen Kräfte an.
Nachdem in den Medien zu den heutigen Ereignissen Ulm fast nur die
Krawalle im unmittelbaren Umfeld der NPD-Demonstration gezeigt wurden,
möchte ich euch ein etwas anderes (und deutlich erfreulicheres) Bild
zeigen.
Nachdem bekannt wurde, dass die NPD am 1. Mai in Ulm aufmarschieren
will, hatte sich in den letzten ca. 3 1/2 Monaten ein ungewöhnlich
breites Bündnis gegen die NPD-Kundgebung gebildet. Es reichte von den
üblichen Gruppierungen linksaußen über Grüne und SPD bis hin zu FDP
und CDU und CSU (auf bayerischer Seite).
Insgesamt haben sich über 90 Vereine, Organsiation, Parteien und
Gruppierungen beteiligt.
Ein derart breites Bündnis gegen Rechts findet man ja nur extrem
selten.
Auf allen zentralen Plätzen in Ulm und Neu-Ulm gab es
Gegenveranstaltungen.
An der offiziellen Gegen-Demonstration (gleichzeitig
1.Mai-Demonstration der Gewerkschaften) haben über 6000 Menschen
teigenommen. Abgesehen von einem kurzen Zwischenfall zu Beginn, als
der "Schwarze Block" der Autonomen von der Polizei abgedrängt wurde,
war diese Demonstration absolut friedlich.
Bei der anschließenden Kundgebung auf dem Ulmer Münsterplatz waren
dann über 10.000 Menschen. Wenn man die Veranstaltungen auf den
anderen Plätzen Ulms und Neu-Ulms zusammennimmt, reichen die
Schätzungen, die man heute hören konnte, bis zu 20.000 Menschen
(diese Zahl kommt aus den Nachrichten im SWR-Fernsehen).
Für eine Doppelstadt, die zusammen gerade mal 170.000 Einwohner hat,
ist dies, denke ich, eine absolut beeindruckende Zahl.
(Kleiner Seitenhieb: Die Anti-NPD-Demo in Hannover war da ja (wenn man
die Stadtgrößen berücksichtig) geradezu "klein"...)
Höhepunkte der Hauptveranstaltung auf dem Münsterplatz waren eine sehr
gute Rede von Erhard Eppler und ein Konzert mit Konstantin Wecker.
Am späteren Nachmittag ging es dann noch in Neu-Ulm weiter, die NPD
hatte dort im Anschluss an ihre Ulmer Demonstration eine weitere
Demonstration veranstaltet (die allerdings erst vor 2 Wochen
angemeldet wurde). Auch hier gab es eine (wenn auch im Vergleich zu
Ulm wesentlich kleinere) Gegendemonstration (nach meiner eigenen
Schätzung ca. 600-800 Teilnehmer). Auch bei dieser gab es
Unterstützung von allen demokratischen Kreisen. Eindrucksvollster
Redner war hier übrigens der CSU- (!) Landrat vom Landkreis Neu-Ulm.
Von den Krawallen direkt habe ich selbst gar nichts mitbekommen (von
sehr widersprüchlichen Gerüchten abgesehen). Ich habe die potenziellen
Brennpunkte aber auch bewusst gemieden bzw. mich jeweils rechtzeitig
entfernt, bevor es zu Gewalttätigkeiten gekommen ist.
Einen (nach aktuellem Stand) recht guten Eindruck von der hiesigen
Situation kann man auf http://www.swp.de/nachrichten/lokal/ gewinnen.
Das Bürgerbündnis "Ulm gegen Rechts" findet man unter
http://www.ulm-gegen-rechts.de/
Trotz der stattgefundenen Krawalle sehe ich daher den 1.MAI 09 in
Ulm als Erfolg für die demokratischen Kräfte an.
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