Zerschlagung der Gesamtschulen
Pressemitteilungen GEW Niedersachsen
6. Mai 2009
Zerschlagung der Gesamtschulen
Koalition weiter auf Konfliktkurs
Moderate Kräfte unterliegen bei Suche nach Kompromiss
Die Regierungskoalition hält an ihrem Versuch fest, die Integrierten Gesamtschulen und die integriert arbeitenden Kooperativen Gesamtschulen in ihrem Kern zu zerschlagen.
Die integrierte Sekundarstufe I mit dem gemeinsamen Unterricht von Klasse 5 bis 10 wird zerstört. Die Regierung will dieses Ziel durch die verpflichtende Einführung von Gymnasialkursen und das Streichen des bisherigen 10. Schuljahrgangs für die Teilnehmer dieser Kurse erreichen. Auch das bewährte und bei Eltern und Kommunen beliebte Modell der Vollen Halbtagsgrundschule will die Koalition abschaffen.
Für Eltern, Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte der bedrohten Schulformen stehen die Zeichen auf Sturm. Proteste sind angesagt: Am 9. Mai in Hannover und am 17. Juni beim „Bildungsstreik“ im ganzen Land.
„Wulff scheint nicht zu bemerken, dass er gesellschaftliche Mehrheiten für seine verfehlte Schulpolitik verliert“, erklärt der GEW-Landesvorsitzende Eberhard Brandt. Es müsse ihm doch zu denken geben, dass Landeselternrat, Landesschülerrat, Landkreis- und Städtetag mit der GEW und anderen Bildungsorganisationen am gleichen Ende des Taues ziehen. Die moderaten Kräfte in den Koalitionsfraktionen hielten sich derzeit noch bedeckt. Brandt fordert Wulff auf: „Beenden Sie den Konfrontationskurs! Nehmen Sie das Angebot an, durch Beratung mit den Vertretungen der Landkreise, Städte und Kommunen, mit den Vertretungen der Eltern, Schüler und der GEW zu akzeptablen und tragfähigen Lösungen in der Schulpolitik zu kommen!“
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