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Cine: 70º aniversario del fin de la Guerra Civil Española

15. Mai 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis


Im März dieses Jahres jährte sich zum siebzigsten Mal das
Ende des Spanischen Bürgerkriegs und damit die Niederlage
der Spanischen Republik und der Beginn der langwährenden
Diktatur Francos. Das von Thomas Tode für das
Instituto Cervantes zusammengestellte Filmprogrammversammelt fast ausnahmslos
Filme, die während des Bürgerkrieges (1936–1939) entstanden sind. Es sind
Dokumente des filmischen Umgangs mit diesem Krieg, nicht nur von Seiten der
Verteidiger der Republik, sondern auch aus der Sicht der faschistischenAngreifer,
zu denen Deutschland zählte. Die erstmals hier zu sehenden Kurzfilme der
spanischen anarchistischen Gewerkschaften C.N.T.-F.A.I., der treibenden revolutionären
Kräfte im Kampf gegen den Faschismus, sind als die besonderen Schätze
dieses Filmprogramms über drei Termine (15./21. Mai und 4. Juni) verteilt.
Eine Filmreihe des Instituto Cervantes Bremen/Hamburg.
Mit freundlicher Unterstützung des Spanischen Generalkonsulats Hannover.

BERICHT VON DER REVOLUTIONÄREN BEWEGUNG
IN BARCELONA / Reportaje del Movimiento Revolucionario en Barcelona
von Mateo Santos (CNT), Spanien 1936, 21 min., DVD,
OF, deutsch eingesprochen
Die erste Reportage aus dem Bürgerkrieg, gedreht in Barcelona vom 19. bis 23. Juli
1936, zeigt Spuren der vorausgegangenen Kämpfe, Barrikaden und Zerstörungen.Vor
der Kirche des Salesianerklosters betrachtet die Menge die auf den Kirchenstufen
ausgestellten Mumien von Mönchen und Nonnen, die angeblich von den eigenen
Ordensleuten zu Tode gefoltert wurden. Dann das Irrenhaus Santa Eulalia, aus dem
heraus Faschisten geschossen haben sollen. Milizionäre holen religiöse Gegenstände
aus dem Gebäude und stecken sie in Brand. Schließlich der Aufbuch der Kolonne
Durruti zur aragonesischen Front.nternationale Solidarität
HEART OF SPAIN von Herbert Kline, USA 1937, 30 min., 35mm, engl.OF
unter Mitwirkung von Paul Strand und Leo Hurwitz
Aus zahlreichen Ländern kamen Freiwillige der bedrohten Spanischen Republik zu
Hilfe. Der amerikanische Radioredakteur Herbert Kline und sein ungarischer Kameramann
Geza Karpathi reisten Ende 1936 nach Spanien, um einen gegen den Faschismus
mobilisierenden Film zu machen. Darin zeigen sie vor allem die Arbeit eines
Bluttransfusionsdienstes. In den USA wurden mit Hilfe des Films Spenden für die Krankenhäuser
der Republik gesammelt.
RETURN TO LIFE von Herbert Kline, USA 1937, 44 min.,
16mm, engl.OF, Kamera: Henri Cartier-Bresson
Im Herbst 1937 geht Kline noch einmal nach Spanien und dreht mit dem französischen
Fotografen Henri Cartier-Bresson einen weiteren Fundraising-Film. Sie besuchen
amerikanisch betreute Lazarette in Madrid und Barcelona, beobachten den Alltag der
Spanier im Krieg und treffen schließlich auf ein amerikanisches Freiwilligen-Bataillon.
Ambulanzen fahren an die Front, Züge transportieren Verwundete ab, Ärzte kämpfen
um jedes Leben.
Einführung in die Filmreihe von Thomas Tode (Filmwissenschaftler, Hamburg)Kurzfilme der C.N.T. (1)


IM ZEICHEN VON FREIHEIT UND ANARCHIE

Bajo el signo libertario

 

 

von Les (CNT)

Spanien 1936, 16 min., DVD, OF, deutsch eingesprochen

In dem teilweise inszenierten Dokumentarfilm wechseln Aufnahmen aus den ersten

Tagen des Bürgerkriegs in Barcelona mit Szenen aus dem Dorf Pina del Ebro in der

Provinz Zaragoza. Laienschauspieler der Grup Art Lliure zeigen den Alltag im Dorf, in

dem die Anarchisten mit der Kollektivierung der Landwirtschaft begonnen haben.

 

 

In Ergänzung der Filmreihe des Instituto Cervantes

widmen wir eine weitere Veranstaltung (13. Juni) dem

anarchistischen Arbeiterführer Benaventura Durruti,

einer Schlüsselfigur bei der Verteidigung Kataloniens

und seiner revolutionären Umgestaltung. Zu diesem

Abend haben wir den Filmemacher und Kameramannn

Carlos Bustamente eingeladen.

In Ergänzung der Filmreihe des Instituto Cervantes

widmen wir eine weitere Veranstaltung (13. Juni) dem

anarchistischen Arbeiterführer Benaventura Durruti,

einer Schlüsselfigur bei der Verteidigung Kataloniens

und seiner revolutionären Umgestaltung. Zu diesem

Abend haben wir den Filmemacher und Kameramannn

Carlos Bustamente eingeladen.

In Ergänzung der Filmreihe des Instituto Cervantes

widmen wir eine weitere Veranstaltung (13. Juni) dem

anarchistischen Arbeiterführer Benaventura Durruti,

einer Schlüsselfigur bei der Verteidigung Kataloniens

und seiner revolutionären Umgestaltung. Zu diesem

Abend haben wir den Filmemacher und Kameramannn

Carlos Bustamente eingeladen.

BERICHT VON DER REVOLUTIONÄREN BEWEGUNG
IN BARCELONA / Reportaje del Movimiento Revolucionario en Barcelona
von Mateo Santos (CNT), Spanien 1936, 21 min., DVD,
OF, deutsch eingesprochen
Die erste Reportage aus dem Bürgerkrieg, gedreht in Barcelona vom 19. bis 23. Juli
1936, zeigt Spuren der vorausgegangenen Kämpfe, Barrikaden und Zerstörungen.Vor
der Kirche des Salesianerklosters betrachtet die Menge die auf den Kirchenstufen
ausgestellten Mumien von Mönchen und Nonnen, die angeblich von den eigenen
Ordensleuten zu Tode gefoltert wurden. Dann das Irrenhaus Santa Eulalia, aus dem
heraus Faschisten geschossen haben sollen. Milizionäre holen religiöse Gegenstände
aus dem Gebäude und stecken sie in Brand. Schließlich der Aufbuch der Kolonne
Durruti zur aragonesischen Front.

HELDEN IN SPANIEN

 

/ España heróica

von

 

Joaquín Reig Gozalbes, Deutschland/Spanien 1938/39, 73 min., 35mm

Bereits im Oktober 1936 forderte Goebbels einen ausführlichen Film über die Ereignisse

in Spanien. Der Propagandaleiter der nationalspanischen Filmstelle für das Ausland,

Joaquin Reig Gozalbes, leitete diese deutsch-spanische Koproduktion. Ihm

wurde als Regisseur zunächst Carl Junghans, nach dessen Entlassung Linz Moorstadt

zugeteilt. Goebbels hielt die Filmversion von Junghans für zu kommunistenfreundlich

(zu viel Flüchtlingselend) und die Version von Moorstadt für dumm. So wurde Schnittmeister

Reig Gozalbes selbst zum Regisseur. Seine in Spanien gezeigte Version

wurde aber für Deutschland nochmals durch Fritz C. Mauch und Paul Laven bearbeitet,

umgetextet und erst am 3.12.1938 uraufgeführt, in Hannover. Der Verschleiß an

Regisseuren und die mühselige Produktionsgeschichte dieses NS-Films spiegeln die

sich ändernde Strategie der Nazi-Propaganda bezüglich Spanien wieder.

LA DEFENSA DE MADRID / Die Verteidigung Madrids, 1.Teil
von Angel Villatoro (CNT), Spanien 1936, 11 min., OF, deutsch eingesprochen
Madrid in den ersten Tagen der Belagerung: Das Ausheben von Schützengräben, der
Aufbau von Barrikaden, die Ausbildung von Männern und Frauen an den Waffen.
Montserrat Blanch, verkleidet als “Maja“, ruft zur Verteidigung Madrids auf.
EL FRENTE Y LA RETAGUARDIA / Die Front und das Hinterland
von Joaquín Giner (CNT), Spanien 1937, 22 min., OF, deutsch eingesprochen
Mit dokumentarischen und inszenierten Aufnahmen wird das spanische Volk zur
Unterstützung der republikanischen Kämpfer aufgerufen.
Guernica – die Legion Condor
Am 26. April 1937 wird Guernika, das politische und kulturelle Zentrum der Basken
durch ein Flächenbombardement der deutschen Legion Condor fast vollständig zerstört.
Die Täter in ihren schweren Bombern kamen auch aus der Region Hannover. Auf
den Fliegerhorsten Wunstorf und Langenhagen waren sie ausgebildet worden. Sie
zerstörten nicht nur Gernika, sondern zahlreiche andere Städte und Dörfer. Reue
zeigten sie nie. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg trafen sich ehemalige Legion-
Condor-Angehörige auf dem Fliegerhorst Wunstorf zur militärischen Traditionspflege.
Hubert Brieden
ESPAÑA LEAL EN ARMAS / Spanien unter Waffen
von Luis Buñuel, Frankreich 1937, 34 min., O.m.engl.U., deutsch eingesprochen
Ohne die deutsche Militärhilfe wäre der Putsch Francos gegen die rechtmäßige
Regierung wohl im Keim erstickt worden. “España leal en armas“ ist einer der ersten
Filme, der den brutalen Einsatz ausländischer Flieger gegen Zivilisten anprangert.
Donnerstag 4.6. 20.30 Uhr

GUERNICA

von

 

Alain Resnais u. Robert

Hessens

 

 

TOBIS-WOCHENSCHAU NR. 23

 

 

D 1939, 9 min.

Die Wochenschau von 1939 zeigt die Rückkehr der Legion Condor nach Deutschland:

Einschiffung in Vigo u.a. auf die “Wilhelm Gustloff“, Einlaufen in den Hamburger

Hafen,Vorbeifahrt an Görings Staatsjacht, Anlanden und Vorbeimarsch der Truppen.

Einführung zum Thema Guernica von Hubert Brieden

 

 

(Historiker, Hannover)

Durruti in der Spanischen Revolution
Buenaventura Durruti stammt aus León,wo er als Dreher arbeitete. Früh tritt er in
die Fußspuren seines gewerkschaftlich aktiven Vaters. In der Metallarbeiter-
Gewerkschaft eckt er durch seine kompromisslose Haltung an. Seine politische
Laufbahn ist von militanten Aktionen geprägt: 1914 führt er während des Generalstreiks
Sabotageaktionen durch. Deswegen und wegen Militärdienstverweigerung
gesucht, flieht er zunächst zu den asturischen Minenarbeitern und von dort
aus nach Frankreich. 1922, wieder in Spanien, gründet er mit Alejandro Ascaso
die Gruppe „Los Solidarios”, Vorläufer der Iberischen Anarchistischen Föderation
(FAI). Sein weiterer Weg führt ihn nach Lateinamerika, wo er sich an Enteignungen
von Großgrundbesitzern beteiligt, dann auch nach Belgien und Deutschland.
Erst mit Ausrufung der Republik 1931 können er sowie Ascaso nach Spanien
zurückkehren. Als 1936 das spanische Militär unter Franco putscht, leitet Durruti
den Widerstand in Katalonien. Unter seiner Leitung wird die erste sog. Kolonne
“Durruti” zusammengestellt, um gegen die in Aragonien vorrückenden faschistischen
Truppen zu kämpfen. Am 20. November 1936 wird Durruti bei der Belagerung
Madrids von einer Kugel tödlich getroffen. Die genauen Umstände seines
Todes sind bis heute ungeklärt.

 

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