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Demonstration gegen Rechts

17. Januar 2008 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis

 

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Die Polizei begleitete den Zug nach der Auftaktkundgebung in der Nähe des Bahnhofs zum Rathausplatz, wo die Abschlusskundgebung geplant war.

Polizei nahm 21jährigen auf dem Rückweg fest

SCHNEVERDINGEN.

Zu einerspontanen antifaschistischen Demonstration

versammelten sich am

vergangenen Samstag in Schneverdingen

rund 100 meist junge Teilnehmer.

Nach Angaben der Veranstalter

kamen die Demonstranten

zumeist aus dem Landkreis Soltau-

Fallingbostel, nach Angaben der Polizei

aus dem Großraum Bremen,

Stade, Osterholz, Hannover, Lüneburg

und Dresden. Grund war ein erwarteter

Infostand der NPD in

Schneverdingen und „die Tatsache,

daß hier eine der bekanntesten Nazi-

Kameradschaften zuhause ist und

dass die ‚Snevern Jungs‘ gleich drei

NPD-Landtagskandidaten stellt“,

wie es in einer Pressemitteilung von

DGB- und ver.di-Funktionär Heinz-

Dieter (Charly) Braun heißt.

Die Polizei zog kurzfristig mehrere

Einsatzkräfte in der Heideblütenstadt

zusammen und begleitete den

Zug. Nach einer kurzen Auftaktkundgebung

in der Nähe des Bahnhofs

ging es gegen 11.15 Uhr in

Richtung Rathaus - die Abschlusskundgebung

war auf dem Vorplatz

an der Schulstraße geplant. In mehreren

Reden ging es dort um den

„Nazi-Charakter der NPD“ und die

„Snevern Jungs“. Als Gastredner

berichtete Heinz-Dieter Braun von

Erfolgen der Aufklärungsarbeit über

die „außerhalb auch brutal agierende

Kameradschaft“. Die „Antifa-Aktion-

SFA“ verteilte Flugblätter und

der DGB Exemplare der antifaschistische

Zeitung „get up“.

Bis zum Ende der Demo gegen

12.30 Uhr gab es keine Zwischenfälle,

was danach geschah wird von

den Beteiligten unterschiedlich dargestellt:

Während Braun davon berichtet,

dass die Polizisten einen Demonstranten

festnahmen, weil er einen

Aufkleber an einer Straßenlampe

anbrachte und diese „Provokation“

zu einer weiteren „regelrecht brutalen

Festnahme“ führte, heißt es im

Polizeibericht, ein 21jähriger Walsroder

habe an der Ecke Verdener

Straße/Bahnhofstraße „völlig grundlos“

Polizeikräfte angegriffen „und

drei Beamte leicht verletzt“. Der Täter

sei umgehend festgenommen

worden. Gegen den 21jährigen ermittelt

die Polizei wegen Körperverletzung.

Auch gegen einen 49 Jahre

alten Walsroder leiteten die Beamten

ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung

ein.

Nicht im Polizeibericht erwähnt ist

ein späterer Zwischenfall, von dem

Heinz-Dieter (Charly) Braun berichtet:

Nach Angaben Brauns war die

Sackgasse Wilhelm-Busch-Straße,

in der NPD-Landtagskandidat Matthias

Behrens wohnt, zunächst polizeilich

abgesperrt. „Dass die Kameraden

der ‚Snevern Jungs‘ und

NPD Wölfe im Schafspelz sind, bewiesen

sie später. Nach Öffnung der

Wilhelm-Busch-Straße forderten die

Nazis in der Stadt junge Antifaschisten

zur Schlägerei auf“. Die jungen

Leute seien in einen Supermarkt geflohen.

Die couragierte Filialleiterin

habe die rechten Verfolger aus dem

Supermarkt verwiesen.



Aus dem  Heidekurier  vom 16.1.2008
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