Freiheit für Binali Yildirim
| Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen | |
| Sektion Nord / Koordinationskreis Hamburg | Tel: 0049-(0)40-43 18 90 37 |
| c/o Brigittenstraße 5 | Fax: 0049-(0)40-43 18 90 38 |
| 20359 Hamburg | Mail: free2move@nadir.org /www.thecaravan.org |
Unsere Hamburger Gruppe des bundesweiten Netzwerkes der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
ist Teil des Komittees "Freiheit für Binali Yildirim". Bitte beteiligt Euch an der Kamapgne und verbreitet sie weiter.
- Binali Yildirim über 8 Monate in Haft
- Gesundheitszustand sehr ernst
· Delegation fährt nach Spanien
Wir brauchen dringend Eure Unterstützung!
Liebe Freundinnen und Freunde,
Binali Yildirim wird seit Mai in Spanien in Auslieferungshaft gehalten. Sein Gesundheitszustand verschlechert von Tag zu Tag. Sein spanischer Rechtsanwalt sagt, dass die fortdauernde Inhaftierung mittlerweile jeglicher rechtlichen Grundlage entbehrt. Die spanischen Behörden reagieren nicht und verschleppen den Fall. Nur öffentlicher politischer Druck kann dafür sorgen, dass Binali Yildirim endlich frei kommt.
Deshalb hat das Komitee „Freiheit für Binali Yildirim“ beschlossen eine Delegation nach Spanien zu schicken, um dort dirket das Justizministerium mit unserer Forderung zu konforntieren. An der Delgation wird die Frau Binalis, ein Bundestagsabgeordneter, ein Rechtsanwalt und jemand vom Komittee teilnehmen. Als Vorstufe wir bereits in den nächsten Tagen eine Delegation mit dem spanischen Botschafter in Berlin zusammen treffen. Der Rechtsanwalt Björn Stehn und der außenpolitische Sprecher der Partei DIE LINKE, Dr. Norman Paech, werden dabei sein.
Für die Durchführung diese Vorhabens brauchen wir Geld. Wir bitten Euch sammelt Geld und spendet egal ob kleine oder größere Beträge auf untenstehendes Spendenkonto:
Rote Hilfe e.V. OG Hamburg Kto-Nr.: 84610203; BLZ: 20010020; Postbank Hamburg; Stichwort: Binali
Wir bitten Euch auch, schickt die im Anhang befindlichen Briefe an die zuständigen Stellen. Die deutsche Version geht an das spanische Konsulat und die spanische Version (gleicher Inhalt) per Post oder email an das spanische Justizministerium. Es ist sehr wichtig, daß wir im Vorfeld der Delegationsreise viele Briefe an das Jusizministerium schicken.
Macht den Fall überall bekannt und bittet andere den Protest mitzutragen. Organisiert Spenden- und Protestbriefsammlungen. Wer andere Möglichkeiten der öffentlichen Einflußnahme hat, möchte sie bitte unbedingt nutzen.
Wir danken für eure Solidarität
mit besten Grüßen Hamburg, 10.01.2008
Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen Hamburg
im Auftrag des
Komitees „Freiheit für Binali Yildirim“
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Freiheit für Binali Yildirim
Am 29. Mai 2007 wurde unser Freund Binali Yildirim auf Mallorca verhaftet, wo er sich mit seiner Fußballmannschaft im Urlaub befand. Obwohl er bereits seit einigen Jahren legal in Deutschland lebt, fordert die Türkei über Interpol seine Auslieferung. Mit dem Vorwurf der Mitgliedschaft in der kommunistischen TIKKO-Guerilla wurde Binali Yildirim zu lebenslanger Haft von einem türkischen Staatssicherheitsgericht verurteilt. Binali Yildirim wurde schwer gefoltert, beim Prozeß wurde wiederholt sein Anwalt ausgeschlossen und Zeugen der Verteidigung wurden nicht gehört. 2001 beteiligte Binali Yildirim sich an den Hungerstreiks gegen die Einführung der Isolationshaft. Nach mehr als 70 Tagen Hungerstreik wurde seine Haft aufgrund akuter Lebensgefahr für sechs Monate ausgesetzt. In dieser Zeit gelang ihm die Flucht nach Deutschland, wo er in kurzer Zeit als politischer Flüchtling anerkannt wurde. Der Interpol Haftbefehl, den die Türkei beantragte, wurde von den deutschen Behörden zurückgewiesen. Es gibt keinen Zweifel an der Folter und an einem unfairen Gerichtsverfahren an dem neben Zivilrichtern auch Militärrichter beteiligt waren. Allerdings informierten die deutschen Behörden Binali Yildirim nicht über das Haftgesuch, was bei seinem Spanienaufenthalt zur Festnahme führte.
Trotz seines Status in der BRD und entgegen den geltenden internationalen Richtlinien wie den Genfer Konventionen halten die spanischen Behörden Binali Yildirim in Haft.
Seine schwere Erkrankung, die von der Haftzeit in der Türkei herrührt, verschlimmert sich unter der erneuten Gefangenschaft. Gleichzeitig wird Binali Yildirim und seiner Familie die soziale und wirtschaftliche Grundlage in Deutschland zerstört.
Seit seiner Festnahme kämpfen FreundInnen und Angehörige für seine Freilassung. Sollte Binali Yildirm ausgeliefert werden, droht ihm außer lebenslanger Haft erneute Folter.
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