Overblog Alle Blogs
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU
Werbung

WABE INFO - Ausgabe 2

30. April 2008 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - lokal

Liebe Leserinnen,                                                              

Liebe Leser!
Das WABE-Netzwerk hat
im vergangenen Jahr viel
auf die Beine gestellt.
Immer wieder ist das
Bedürfnis an uns herangetragen
worden, mehr
über die einzelnen Projekte
zu erfahren und
Hintergrundinformationen
zu bekommen. Wir
wollen diesem Bedürfnis
mit dem WABE-INFO
Rechnung tragen.
Zugleich haben wir aber
auch viele Projektberichte
aus dem Jahr 2007
auf der WABEInternetseite
ins Netz
gestellt.
Bei einigen sehr guten
Projekten mit gefährdeten
Jugendlichen haben
wir von einer Veröffentlichung
abgesehen, um
den Erfolg nicht zu gefährden.
Interessierte
Kollegen können sich
aber bei Bedarf direkt an
uns wenden.
Nach den Sommerferien
werden wir gerne einige
Zwischenberichte aus
den aktuellen Projekten
veröffentlichen. Bis dahin
wünschen wir frohes
Schaffen.
Das WABE Team

Das Weser-Aller-Bündnis:
Engagiert für Demokratie
und Zivilcourage (WABE)
hat
im Jahr 2007 in der Region
zwischen Weserbergland
und Bremen 40 Projekte zur
Demokratieentwicklung finanziell
gefördert und weitere
durch Beratung und
Vermittlung angeschoben.
Durch die Förderung vieler
kleiner Projekte konnten
auch kleine Vereine als Träger
gewonnen werden. Dabei
waren Träger, die das
Beratungsangebot der Koordinierungsstelle
in Anspruch
genommen haben, in der
Regel deutlich im Vorteil.
11 Projekte wurden explizit
als Bildungsangebote gegen
Rechtsextremismus im Sinne
von politischer Bildung
realisiert. Jeweils 7 Projekte
wurden den Bereichen
Konfliktbewältigung
und Jugendkulturarbeit
zugeordnet.
Jeweils weitere 5 Projekte
sind unter den Stichworten
„Interkulturelles Lernen“
und unter „Großveranstaltungen“
zu finden.
Es wurden mehr als 6000
Menschen mit den Projekten
erreicht, darunter mehr
als 3000 Kinder und Jugendliche
und mehr als 300
Multiplikatoren. 39 von den
40 Projekte wurden von den
Akteuren selbst als erfolgreich
bewertet.
2008 bereits
16 Projekte gefördert
Im Jahr 2008 konnte gleich
zu Jahresbeginn durchgestartet
werden. Inzwischen
hat der WABE-Begleitausschuss
16 Projekte mit einem
Volumen von mehr als
56.000 € beschlossen.
Einige Beispiele:
In der Gemeinde Dörverden
´ist ein interkulturelles Beteiligungsprojekt
geplant,
bei dem Kinder und Jugendliche
öffent lichen
Raum in Besitz nehmen sollen
und Verantwortung für
ihr Gemeinwesen übernehmen.
Anlässlich des Tages des
Grundgesetzes wird am
23.5.2008 in Nienburg jeweils
ein Sternmarsch für
Demokratie stattfinden,
nachdem in Verden bereits
im vergangenen Jahr eine
solche Veranstaltung erfolgreich
durchgeführt worden
ist.
Der Verein Dokumentationsstelle
Pulverfabrik Liebenau
erstellt eine Informations-
und Bildungsbroschüre
zum Internationalen Jugendaustausch
und den damit
verbundenen Begegnungen
mit Zeitzeugen in
den Jahren 2004 bis 2007.
Projektförderung möglich
Bis zum 15.6.2008 können
noch Anträge zur Förderung
von Projekten im Jahr 2008
bei der WABE-Koordinierungsstelle
eingereicht werden.
Bei Fragen helfen wir
gerne!

Rechte Szene trotz Niederlage bei der Landtagswahl präsent
Die Hoffnungen der NPD
2008 in Niedersachsen
und Hessen in die Landtage
einzuziehen haben sich
in Wohlgefallen aufgelöst.
In Hessen erreichte die
r ech ts ex t r emist is che
Partei nicht einmal die
nötigen Stimmen, um in
den Genuss der Wahlkampfrückerstattung
zu
kommen. Auch in Niedersachen
blieb sie mit 1,5%
weit unter ihren eigenen
Erwartungen. Der Einzug
in den Landtag ist weiter
entfernt denn je. Innerhalb
der Partei gibt es
Unruhe, da viele NPDFunktionäre
und Wahlaktivisten
aus dem Kameradschaftsbereich
das Gefühl
haben, dass sie von der
DVU beim so genannten
Deutschlandpakt „über
den Tisch gezogen“ wurden.
Denn bei den anstehenden
Wahlen in Thüringen,
bei denen nach der
Absprache unter den
rechtsextremen Parteien
nur die DVU antreten darf,
sind gut bezahlte Posten
und Fraktionsgelder aufgrund
der zu erwartenden
Wahlergebnisse in greifbarer
Nähe. Inzwischen
wird in der NPD deshalb
offen darüber diskutiert,
dass man den Deutschlandpakt
mit der DVU
aufkündigen könnte und
in Thüringen zur Wahl
antritt. In Niedersachsen
ist es der NPD trotz der
Niederlage gelungen im
Wahlkampf so genannte
„Freie Kräfte“ an sich zu
binden. Im Landkreis
Nienburg sind einige von
ihnen direkt in den Vorstand
der NPD Ortgruppe
eingestiegen, obwohl man
sich noch ein halbes Jahr
vorher von den Hauptakteuren
Niels Fortmann
und René Bischoff distanziert
hat.
Dieser Wandel könnte
auch damit im Zusammenhang
stehen, dass die
NPD im Wahlkreis Nienburg
Nord in einigen Gemeinden
zwischen 4,2%
und 5,2% der Erstimmen
erhalten hat. Die Nazis
rechnen sich dort Chancen
bei den nächsten
Kommunalwahlen aus.
Der Wahlkreis Nienburg
Nord, insbesondere östlich
der Weser, muss
inzwischen genau wie
Verden als NPD-Hochburg
bezeichnet werden. Deshalb
ist es erforderlich
gerade dort aktiv zu werden.
In den betroffenen
Gemeinden scheint der
nötige Diskussionsprozess
gerade zu beginnen.

88 Fragen und Antworten
zur NPD

Weltanschauung, Strategie und
Auftreten der Rechtspartei - und
was Demokraten dagegen tun
können.
Christian Dornbusch (Hrsg.);
Fabia Virchow
Wochenschau Verlag 2008
ISBN 978-3-89974365-4
Bürgernah und verbindlich tritt
die NPD auf. Doch hinter der
scheinbar seriösen Fassade
ihrer Selbstdarstellung verbergen
sich Rassismus, Antisemitismus
und die Verharmlosung
von NS-Verbrechen.
Das Buch versammelt Beiträge
von zahlreichen namhaften
Expertinnen und Experten und
gibt den aktuellen Forschungsstand
allgemeinverständlich
wieder. Es schließt mit zahlreichen
Anregungen, wie der NPD
in verschiednen gesellschaftlichen
Bereichen begegnet werden
kann.
ROTE KARTE GEGEN RECHTS
UND
BUNTE KARTE FÜR
DEMOKRATIE UND FREIEHEIT
WWW.ROTE-BUNTE-KARTE.DE

Nazis erkennen und für
Demokratie kämpfen!

Noch im Sommer 2007 war
von verschiedenen Seiten
verbreitet worden, dass es im
Landkreis Nienburg keine
rechte Szene gäbe. (siehe HARKE
vom 12.6.2007)
Inzwischen lässt sich deren
Präsenz nicht leugnen. Um so
wichtiger ist es, dass rechtsextremistische
Strukturen
offen gelegt werden.
Zugleich ist es aber wichtig
Aktionsformen zu finden, die
es ermöglichen, demokratische
Kultur in der Region zu
stärken, wie dies z. B. mit
dem Sternmarsch für Demokratie
geschieht.


Werbung
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post