Interview mit Tino Polster, Mediendirektor von Werder Bremen, zum „Thor Steinar“-Verbot
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| Montag, 19 Mai 2008 Quelle: Endstation Rechts | |
Nach dem ernüchternden Interview von ENDSTATION RECHTS. mit einem Mitarbeiter des FC Hansa Rostock über ein Stadionverbot von „Thor Steinar“-Bekleidung wandten wir uns an Werder Bremen. Der Mitarbeiter von Hansa meinte, dass die Aufklärungsarbeit über Rechtsextremismus und die Durchsetzung eines „Thor Steinar“-Verbotes nicht Aufgabe eines Bundesligavereins sein könne. Werder Bremen sieht dies offenbar anders.ENDSTATION RECHTS.: Warum hat sich ihr Verein für ein Verbot der Kleidungsmarke „Thor Steinar“ entschieden? Werder Bremen: „Thor Steinar“ ist eine Bekleidungsmarke, die durch ihre farbliche Gestaltung und verwendete Aufschrift gerade Personen der rechtsextremen Szene anspricht. Aus diesem Grund hat sich Werder Bremen für ein Verbot dieser Kleidung im Weser-Stadion entschieden. ENDSTATION RECHTS.: Wie handhaben sie die Umsetzung dieses Verbotes? Wie sieht die praktische Umsetzung aus? Was geschieht mit Trägern der Kleidungsmarke „Thor Steinar“? Werder Bremen: Die Ordner an den Eingangstoren achten darauf, ob von den Zuschauern erkennbar „Thor Steinar“ Kleidung getragen wird. Leute mit einer entsprechenden Kleidung werden nicht ins Stadion gelassen bzw. müssen die Kleidung vor dem Betreten des Stadions ablegen und können diese erst beim Verlassen des Stadions wieder abholen. ENDSTATION RECHTS.: Ist die Umsetzung des Verbotes für Sie aufwendig oder grundsätzlich bewältigbar? Werder Bremen: Ja, die Umsetzung des Verbots ist grundsätzlich zu bewältigen. ENDSTATION RECHTS.: Wie wurde die Satzung geändert? Werder Bremen: Eine Änderung der Satzung auf Grund des Verbots wurde nicht vorgenommen. ENDSTATION RECHTS.: Auf welcher rechtlichen Grundlage beruht das Verbot? Werder Bremen: Auf unserem Hausrecht. ENDSTATION RECHTS.: Wie war die Resonanz aus dem Fanlager? Werder Bremen: Die Resonanz der Fans war sehr positiv. ENDSTATION RECHTS.: Gab es eine gesonderte Schulung der Ordnungskräfte? Wenn ja, wie sah diese aus? Werder Bremen: Die Ordnungskräfte sind informiert und über die Hintergründe der Marke „Thor Steinar“ und deren Symbole aufgeklärt worden. ENDSTATION RECHTS.: Wie viele Fälle von Verstößen gegen die Verordnung, Stadionverbote auf Grund der Verordnung, gab es seit der Einführung des Verbotes der Bekleidungsmarke? Werder Bremen: Da Zuschauer mit „Thor Steinar“ Kleidungsstücken keinen Zutritt ins Stadion bekommen bzw. diese vor dem Betreten am Eingang ablegen müssen, kam es seit Verbot zu keinerlei Verstößen. ENDSTATION RECHTS.: Gibt es Resonanz von anderen Vereinen, Institutionen, etc. aus ihrer Stadt, aus dem Bundesgebiet? Wie war die Reaktion der anderen Bundesligavereine? Werder Bremen: Die Bundesliga-Vereine reagieren mit großem Verständnis. Diverse Vereine zeigten sehr positive Reaktionen und es gab viele Nachfragen bezüglich der Umsetzung. |
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Nach dem ernüchternden Interview von ENDSTATION