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Munster: "Keine rechte Hochburg" - Heidekurier vom 15.06.08

15. Juni 2008 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Nazis Munster - Hildesheim

MUNSTER (har). „Der Landkreis Soltau-Fallingbostel ist keine
Hochburg für rechtsextremistisches Gedankengut“, betont Lars
Klingbeil, Vorsitzender des SPDUnterbezirkes und Mitglied im
Munsteraner Stadtrat.



Seitdem das ZDF-Fernsehmagazin „Frontal 21“
Ende Mai einen Beitrag mit dem Titel „Neonazis als Reservisten - Ausbildung durch Scharfschützen“ mit dem Besitzer eines Munsteraner
Militaria-Geschäftes in Verbindung brachte, seien einige Einwohner
verunsichert: „Wir sind oft auf den Beitrag angesprochen worden“, so
Klingbeil. Nun fordern die Sozialdemokraten, daß sich alle drei
Fraktionen des Munsteraner Stadtrates bei der nächsten Sitzung am
26. Juni für die bundesweite Initiative „Orte der Vielfalt“ aussprechen
und die Erklärung gegen Rechtextremismus unterschreiben, ebenso
wie es der Landkreis bereits getan hat (HK berichtete).
Die Resolution, die die Sozialdemokraten in die nächste Ratssitzung
einbringen wollen, solle deutlich machen, daß sowohl Stadt als auch
Bürger sich für Vielfalt, Toleranz und Demokratie einsetzten, so Klingbeil weiter. Mit der Resolution - sofern sie im Rat verabschiedet wird - erklärt sich die Stadt Munster bereit, sowohl einen aktiven Beitrag zur Stärkung von Vielfalt, Toleranz und
Demokratie als auch zur Bekämpfung von Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus
zu leisten. Die SPD setze bei diesem Thema vor allem auf Aufklärung und Information: „Nach der Sommerpause
wollen wir eine öffentliche Informationsveranstaltung anbieten“,
erläutert der Ratsherr. Ziel der Aktion sei es, die Bevölkerung
weiter zu sensibilisieren, hebt auch Renate Kapp hervor. „Und ein
erster Schritt in diese Richtung ist, daß wir die Resolution im Rat
verabschieden“, so die Vorsitzende der SPD-Fraktion. Später sollen dann auch Vereine, die Bundeswehr und
andere Organisationen hinzugezogen
werden. „Wir erwarten einen Maßnahmenkatalog von der Verwaltung,
wie wir verschiedene Gruppen, aber auch Schulen und Kirchen
zu diesem Thema an einen Tisch holen können“, erläutert Klingbeil. Und Kapp ergänzt: „Uns ist es wichtig, daß alle an einem Strang ziehen.“

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