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Der Opfer von Krieg und Faschismus gedacht

2. September 2008 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Antimilitarismus


DGB legt zum internationalen Antikriegstag Kränze an Ehrenmalen nieder




Zu den Stationen der Gewerkschafter gehörten der katholische Friedhof an der Oldenburger Landstraße und der städtische Friedhof Bungerhof. Hier hielt Uwe Helfrich vom DGB-Kreisvorstand jeweils eine kurze Rede. Von Timo Kühnemuth

Delmenhorst. Beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) ist es alte Tradition, am internationalen Antikriegstag, dem Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen, der Opfer von Krieg und Faschmismus zu gedenken. So kamen die Gewerkschafter auch gestern, genau 69 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges zusammen, um auf dem katholischen Friedhof an der Oldenburger Landstraße, und auf dem städtischen Friedhof Bungerhof Kränze und Blumen niederzulegen.
Die beiden Friedhöfe hatten die Gewerkschafter ausgewählt, weil sich hier Ehrenmahle für polnische beziehungsweise russische Zwangsarbeiter befinden, die während des Krieges in Delmenhorst ums Leben kamen. „Wir gedenken aller, die gelitten haben, die verfolgt wurden“, sagte Uwe Helfrich vom Vorstand des DGB-Kreisverbandes, der auf beiden Friedhöfen kurze Reden hielt.
Der Zweite Weltkrieg sei das schrecklichste Verbrechen der Menschheitsgeschichte gewesen, das mehr als 60 Millionen Menschenleben gefordert habe. „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus“, lauteten Helfrichs zentrale Forderungen. „Wir danken den Alliierten, die damals den Krieg gegen den Faschismus geführt und Großartiges geleistet haben.“
Es sei heute wichtiger denn je, den Gedenktag zu begehen. „Die Kriege im Irak, in Afghanistan und Palästina sowie zahlreiche Konflikte in Regionen Afrikas und Lateinamerikas führen uns täglich den Tod und das Leid von Millionen Menschen durch Gewalt, Hunger, Krankheit oder Vertreibung vor Augen“, so Helfrich. Alle kriegsführenden Staaten sollten ihr Handeln überdenken. „Krieg ist kein Mittel zur Konflikt-Lösung“, meinte das DGB-Mitglied.
An der Kranzniederlegung auf dem katholischen Friedhof nahmen rund ein Dutzend Bürger teil, bei der Veranstaltung in Bungerhof waren es mehr als doppelt so viele. Hier gehörten zu den Teilnehmern auch Oberbürgermeister Patrick de La Lanne und Bürgermeisterin Swantje Hartmann.

Quelle: Delmenhorster Kreisblatt
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