Am kommenden Samstag wollen Neonazis im niedersächsischen Buxtehude eine Kundgebung durchführen.
Am kommenden Samstag wollen Neonazis im niedersächsischen Buxtehude
eine Kundgebung durchführen. Vor dem örtlichen Jugendzentrum wollen
die Neonazis "direkt vor der Nase der Antifa" gegen vermeintliche
"linksextreme Umtriebe" und ein gar nicht mehr existierende
Antifa-Cafe im Freizeitheim Buxtehude protestieren.
eine Kundgebung durchführen. Vor dem örtlichen Jugendzentrum wollen
die Neonazis "direkt vor der Nase der Antifa" gegen vermeintliche
"linksextreme Umtriebe" und ein gar nicht mehr existierende
Antifa-Cafe im Freizeitheim Buxtehude protestieren.
Treffpunkt der Nazis ist der Bahnhof Neukloster. Von dort soll es mit
dem Zug nach Buxtehude gehen. Um 15 Uhr soll die Nazikundgebung
beginnen. Als Veranstalter treten "Regionale Freie Kräfte aus Stade
und Buxtehude" in Erscheinung.
In einem Aufruf jammern die Nazis und beschreiben Buxtehude als "roten
Fleck in der Landschaft" und wissen von "linksextremen Umtrieben" zu
berichten. Nazis seien "attackiert, bedroht und verletzt" worden.
Während des letzten Landtagswahlkampf seien außerdem Wahlhelfer der
NPD "angegriffen und verletzt" worden.
Außerdem richtet sich die Nazikundgebung gegen die örtliche
Antifa-Gruppe, die angeblich "mit offizieller Genehmigung und
Befürwortung" im Jugendzentrum tagen und dort ein Antifa-Cafe
betreiben würde.Doch mit ihrer Kundgebung kommen die Neonazis einige Monate zu spät.
Im Februar 2008 kam es in Buxtehude zu einer Diffamierungskampagne
gegen die örtliche Antifa. Die Junge Union und die CDU fordert schon
damals, dass die Antifa das Freizeitheim zu verlassen hat. Aufhänger
war ein Flugblatt der Antifaschistischen Aktion Buxtehude, in dem sich
folgender Satz fand: "Dich nerven rassistische Vorurteile àla NPD und
CDU". Aufgrund dieser Formulierung fühlte die CDU sich beleidigt und
der CDU-Ratsherr Achim Biesenbach forderte, dass die "linksradikale"
Antifa das Freizeitheim zu verlassen habe.
Seit 20 Jahre trafen sich linke Jugendliche und aktive Antifaschisten
im Freizeitheim Buxtehude. Es wurden Konzerte und Veranstaltungen
organisiert und über Jahre prägten diese Initiativen das kulturelle
und politische Leben Buxtehudes mit. Was der CDU und anderer Rechte
und Reaktionäre schon lange ein Dorn im Auge war, wurde dann vom
Jugendhilfeausschuss umgesetzt: Der Antifa-Gruppe und dem Antifa-Cafe
wurden die Räumlichkeiten entzogen.Nun versuchen die Neonazis auf den Zug der CDU aufzuspringen.
Allerdings kommen sie mit ihrer Kundgebung Monate zu spät. Was sie
fordern, hat die CDU schon längst umgesetzt.
Im Aufruf der Nazis zur Kundgebung heißt es außerdem, dass die
"regionalen Zusammenhänge und Kleinstgruppen" Buxtehude zur
"Frontstadt" erklärt haben. Mit weiteren Naziaktionen ist also auch in
Zukunft zu rechnen. Im typischen Nazivokabular rufen die Veranstalter
der Nazikundgebung dazu auf, Buxtehude von den "roten Ratten" zu
"befreien".Antifaschistinnen und Antifaschisten sind aufgerufen, sich den Nazis
in Buxtehude entgegenzustellen und die Nazikundgebung zu verhindern.Seite der Antifa Buxtehude: http://antifabuxtehude.blogsport.de/Am selben Tag will die NPD einen bundesweiten "Infostand-Aktionstag"
durchführen. Mit weiteren Naziaktivitäten an diesem Tag ist deshalb zu
rechnen.Infos zum "Infostand-Aktionstag":
http://de.indymedia.org/2008/10/230850.shtml
http://www.antifa-lg.de
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