Kampagne gegen "Buntes Haus"
Wir finden es in hohem Maße beunruhigend, dass sich die Celler Polizei in den Dienst der Kampagne der gewalttätigen und rechtsextremistischen "Kameradschaft 73" stellt und ein seit 12 Jahren erfolgreich arbeitendes sozio-kulturelles Zentrum gewissermaßen zum Abschuss freigibt.
Das alles geschieht mit völlig haltlosen Unterstellungen, die keinerlei faktischen Bezug zur tatsächlichen Arbeit des Zentrums haben. So führt die Polizei z.B. den Begriff "organisierte Gewalt" gegen das Bunte Haus ins Feld. Im deutschen Strafgesetzbuch wird man diesen Begriff vergeblich suchen, denn gewöhnlich bezeichnet man so Gewaltmaßnahmen im Rahmen kriegerischer Auseinandersetzungen.
Die Verwendung durch die Celler Polizei ist insoweit rein ideologisch und diffamierend. Unterstellt wird eine Identität von Buntem Haus und Antifa. Das Bunte Haus hat dies immer zurückgewiesen, weil diese In-Eins-Setzung nicht zutrifft.
Es gibt im Bunten Haus unterschiedlichste Nutzer- und Besuchergruppen. Und auch der große Kreis jener, die sich im Plenum darum bemühen, das Ganze am Laufen zu halten, macht diese Arbeit aus unterschiedlichen Motiven und politischen Haltungen. Abgesehen von der witzigen Formulierung, dass der Verfassungsschutz die Fahne der Antifa beobachte, wird auch hier völlig schwammig argumentiert. "Die" Antifa gibt es nicht. Es gibt antifaschistische Initiativen – auch in Celle –, zu denen sich die Polizei gerne äußern kann.
Nur: Weder der Trägerverein Buntes Haus e.V., noch das Zentrum als solches ist eine Antifa-Initiative. Wir sehen deshalb keine Veranlassung, uns zu einzelnen Geschehen rund um die Proteste gegen den NPD-Wahlkampf zu äußern. Darüberhinaus beteiligt sich das Bunte Haus gelegentlich an antifaschistischen Aktionen, z.B. über die Mitarbeit im "Forum gegen Rechtsextremismus und Gewalt".
In diesem Zusammenhang begrüßt es aufklärende Aktionen gegen Rechtsextremismus und rechte Gewalt. Das Zentrrum selbst hat z.B. im Januar vor ausverkauftem Haus ein Konzert „Aufmukken gegen Rechts“ veranstaltet. Insgesamt meinen wir, dass die vom Bunten Haus geförderte alternative Jugendkultur nicht nur eine von niemandem sonst in dieser Stadt abgedecktes Freizeitangebot liefert.
Mit dem Selbstverwaltungskonzept wird darüberhinaus ein wichtiger Beitrag zur sozialen, kulturellen und politischen Kompetenz aller NutzerInnen und Besucher geleistet. 7000 BesucherInnen und 8000 NutzerInnen im Jahr können dies bestätigen. Kurz zum Workshop der "Clowns": Wer auf Demonstrationen mal das Agieren der Clowns-Armee gesehen hat, wird sich im Unterschied zu den Unterstellungen der Celler Polizei, ein reales Bild von dem deeskalierenden Charakter der "Clowns" gemacht haben. Und dass ein solches Auftreten "trainiert" werden sollte, ist doch eigentlich selbstverständlich.
Der Vorwurf von Drogenpartys schließlich ist skandalös, insoweit unterstellt wird, das Bunte Haus fördere Drogenkonsum. Das Gegenteil ist der Fall. Es dürfte nicht viele Einrichtungen in Celle geben, in denen durchgängig alle alkoholfreien Getränke erheblich billiger sind als Bier. Und selbstverständlich wird der Konsum von illegalen Drogen im Bunten Haus nicht geduldet. Am Wochende der so genannten „Drogenparty“ machte die Polizei im gesamten Stadtgebiet groß angelegte Kontrollen; ohne Ergebnis wie die CZ berichtete. Im Übrigen dürften der Polizei die wirklichen Brennpunkte des Drogenkosums und -handels bekannt sein. Das Bunte Haus ist das nicht. Im Artikel wird – so nebenbei – die öffentliche Förderung des Zentrums angesprochen: Worin besteht diese?
Der Vertrag mit der CD-Kaserne beinhaltet eine mietfreie Überlassung und eine Energiepauschale in Höhe von 4908,30 Euro. Das ist möglich, weil seit über 12 Jahren sämtliche Arbeiten ehrenamtlich erfüllt werden. Das nimmt die Celler Öffentlichkeit scheinbar als selbstverständlich hin, denn eine Einladung an eine der städtischen Ehrungen für Ehrenamtliche ist bisher nie erfolgt. Und ein Vergleich: das Jugendzentrum Wietzenbruch kostet jährlich – natürlich wegen der Personalkosten - über 100000 Euro.
Das alles geschieht mit völlig haltlosen Unterstellungen, die keinerlei faktischen Bezug zur tatsächlichen Arbeit des Zentrums haben. So führt die Polizei z.B. den Begriff "organisierte Gewalt" gegen das Bunte Haus ins Feld. Im deutschen Strafgesetzbuch wird man diesen Begriff vergeblich suchen, denn gewöhnlich bezeichnet man so Gewaltmaßnahmen im Rahmen kriegerischer Auseinandersetzungen.
Die Verwendung durch die Celler Polizei ist insoweit rein ideologisch und diffamierend. Unterstellt wird eine Identität von Buntem Haus und Antifa. Das Bunte Haus hat dies immer zurückgewiesen, weil diese In-Eins-Setzung nicht zutrifft.
Es gibt im Bunten Haus unterschiedlichste Nutzer- und Besuchergruppen. Und auch der große Kreis jener, die sich im Plenum darum bemühen, das Ganze am Laufen zu halten, macht diese Arbeit aus unterschiedlichen Motiven und politischen Haltungen. Abgesehen von der witzigen Formulierung, dass der Verfassungsschutz die Fahne der Antifa beobachte, wird auch hier völlig schwammig argumentiert. "Die" Antifa gibt es nicht. Es gibt antifaschistische Initiativen – auch in Celle –, zu denen sich die Polizei gerne äußern kann.
Nur: Weder der Trägerverein Buntes Haus e.V., noch das Zentrum als solches ist eine Antifa-Initiative. Wir sehen deshalb keine Veranlassung, uns zu einzelnen Geschehen rund um die Proteste gegen den NPD-Wahlkampf zu äußern. Darüberhinaus beteiligt sich das Bunte Haus gelegentlich an antifaschistischen Aktionen, z.B. über die Mitarbeit im "Forum gegen Rechtsextremismus und Gewalt".
In diesem Zusammenhang begrüßt es aufklärende Aktionen gegen Rechtsextremismus und rechte Gewalt. Das Zentrrum selbst hat z.B. im Januar vor ausverkauftem Haus ein Konzert „Aufmukken gegen Rechts“ veranstaltet. Insgesamt meinen wir, dass die vom Bunten Haus geförderte alternative Jugendkultur nicht nur eine von niemandem sonst in dieser Stadt abgedecktes Freizeitangebot liefert.
Mit dem Selbstverwaltungskonzept wird darüberhinaus ein wichtiger Beitrag zur sozialen, kulturellen und politischen Kompetenz aller NutzerInnen und Besucher geleistet. 7000 BesucherInnen und 8000 NutzerInnen im Jahr können dies bestätigen. Kurz zum Workshop der "Clowns": Wer auf Demonstrationen mal das Agieren der Clowns-Armee gesehen hat, wird sich im Unterschied zu den Unterstellungen der Celler Polizei, ein reales Bild von dem deeskalierenden Charakter der "Clowns" gemacht haben. Und dass ein solches Auftreten "trainiert" werden sollte, ist doch eigentlich selbstverständlich.
Der Vorwurf von Drogenpartys schließlich ist skandalös, insoweit unterstellt wird, das Bunte Haus fördere Drogenkonsum. Das Gegenteil ist der Fall. Es dürfte nicht viele Einrichtungen in Celle geben, in denen durchgängig alle alkoholfreien Getränke erheblich billiger sind als Bier. Und selbstverständlich wird der Konsum von illegalen Drogen im Bunten Haus nicht geduldet. Am Wochende der so genannten „Drogenparty“ machte die Polizei im gesamten Stadtgebiet groß angelegte Kontrollen; ohne Ergebnis wie die CZ berichtete. Im Übrigen dürften der Polizei die wirklichen Brennpunkte des Drogenkosums und -handels bekannt sein. Das Bunte Haus ist das nicht. Im Artikel wird – so nebenbei – die öffentliche Förderung des Zentrums angesprochen: Worin besteht diese?
Der Vertrag mit der CD-Kaserne beinhaltet eine mietfreie Überlassung und eine Energiepauschale in Höhe von 4908,30 Euro. Das ist möglich, weil seit über 12 Jahren sämtliche Arbeiten ehrenamtlich erfüllt werden. Das nimmt die Celler Öffentlichkeit scheinbar als selbstverständlich hin, denn eine Einladung an eine der städtischen Ehrungen für Ehrenamtliche ist bisher nie erfolgt. Und ein Vergleich: das Jugendzentrum Wietzenbruch kostet jährlich – natürlich wegen der Personalkosten - über 100000 Euro.
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