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Neonazis greifen linke band an

29. Februar 2008 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - Bundesweit

Neonazis greifen linke band an
ak_antifa Potsdam 28.02.2008 23:08 Themen: Antifa
 
In Döbern bei Forst kam es schon inder Nacht vom 23. auf den 24. Februar zu einem gefährlichen Naziübergriff.
Dabei wurde die linke Potsdamer Band “Another Taste of Chaos” vom Türsteher der lokalen Diskothek im Stadtteil Eichwege zunächst mittels Gewalt daran gehindert das Gebäude zu betreten, mit Worten wie “Du kommst hier nicht rein Schwuchtel”. Die sich draußen sammelnde Gruppe von ca. dreißig Nazis setzte dann unter den Augen der Diskobetreiberin zu eine reglrechten Hetzjagd auf die sechs Jugendlichen an. Sie riefen wiederholt “Zecken verpisst euch” und “ Lauft weg und dreht euch nicht um”, womit sie sich gegenseitig anheizten, denn währenddessen machte sich ein Teil des Nazimobs “bereit” für die nächsten Szenen und zog sich Lederhandschuhe an. Während der folgenden Jagd durch Döbern stolperte eines der Bandmitglieder und wurde sofort von den Nazis umringt, nur durch Zufall erlitt der Betroffene keine schweren Verletzungen.

Die noch während der Flucht durchs Dorf gerufene Polizei erwies sich als völlig unfähig adäquat auf eine derartige Bedrohung von Leib und Leben zu reagieren. So wurden die ortsfremden Betroffenen mehrfach aufgefordert den Ort der Diskothek durchzugeben, obwohl davon auszugehen ist, dass die lokale Poliezei sehr wohl weiß wo sich die einzige Dorfdisko in Döbern befindet [bei einer Einwohnerzahl von knapp 4.000 Menschen]. Auch auf die direkte Schilderung der Gewalttaten reagierte der Polizist emotionslos mit der Feststellung, dass die Polizei deswegen nicht die Diskothek stürmen würde. Und so wurde auch im gesamten Verlauf des Übergriffes nicht ein einziger Polizeiwagen gesehen.

Derartige Problem aus den siedlungsschwachen Teilen Brandenburgs sind seit Jahren bekannt. Es war nicht das erste Mal dass sich in der Umgebung der Döberner Disko derartiges ereignet, im Gegenteil der Ort ist als Treffpunkt von Nazis bekannt. Aufgrund der absolut unfähigen Polizei dürften diese sich in Döbern bei ihren Gewalttaten sicher fühlen und es wird weder das Erste noch das Letzte mal gewesen sein, dass sich derartiges ereignet. Dazu Peter Müller vom ak_antifa_potsdam: “Bei einem derartigen Vorgehen von staatlichen Organen bedarf es nicht einmal mehr der NPD oder eines politischen Konzepts um Döbern zur National Befreiten Zone zu machen, die reine Anwesenheit eines äußerst gewalttätigen, faschistischen Rackets unter Duldung der Polizei ist schon ausreichend”.
 
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